gbs Köln

Der Papst, die Causa Wulff und ein kleines Missverständnis

Die wahren Hintergründe zum Rücktritt Wulffs

Eine Satire                        

     In der Nacht kann Wulff momentan nicht gut ratzen, ob Ratzinger über Tage gut wulffen kann?

Auch für Unfreie gilt: „Die Gedanken sind frei“ –

Hier ein Auszug aus den höchstwahrscheinlich gerade so oder ähnlich  stattfindenden Gedankenversuchen der beiden (Ex-) Staatsoberkellner:

W:  Ob der heilige Vater mir wohl ein kostenloses Upgrade zu meiner Himmelfahrt besorgen kann?

R:   Der Wulff Christian stiert so auf mein Käppi. Liebe Güte, der soll sich nen eigenen Sonnenhut schenken lassen!

W:  Außerdem sind im Vatikan immer ein paar Gästezimmer frei.

R:   Vorhin hat der doch glatt wieder auf so eine Mehlbucks (oder wie das Teufelszeug heißt) geplaudert, er sei auf dem Weg zum Emir. Dass er auch alle Diktatoren in einen Topf werfen und verwechseln muss! Wie ungerecht, schließlich hat der Emir ein paar Frauen mehr gehabt als ich…

W:  Und dieses tolle goldene Dingsda vor der Brust – ob Gutti mir wohl ne Kopie besorgen kann?

R:   Hoffentlich erzählt er nicht auch noch so einen Schmus wie: „Der Islam gehört inzwischen  auch zum Vatikan!“

Dem werde ich dann aber entgegen halten: „Die Wagenknecht gehört jetzt auch zur CDU! Oder Burgwedel zu Golgatha.“

W:  Wenn ich es mir recht überlege: man sollte eine Kooperation der katholischen Kirche mit dem Eventmanager Manfred Schmidt einrichten – Event machen beide, und der Mengenrabatt beim Einkauf von (Mess-) Wein könnte sich sehen lassen, und bei diesem Überfluss fallen bestimmt auch noch ein paar Fläschchen für Betti und mich ab. Und falls jemand nachfragen sollte: ich hab den Wein in bar bezahlt, und zwar in den Klingelbeutel, dafür gibt’s nun mal keine Quittungen.

R:   Dass ich’s nicht vergesse: sein Oberfeldschnulli soll eine Kiste echter Schnullis  in den Vatikan schmuggeln, damit wir was haben  für die – ähm, naja, für die „Unfälle“ eben.

W:  Eigentlich könnte man mir ein paar Prozentpunkte Kirchensteuer erlassen, wo ich mich doch so toll bei „Pro Christ“ engagiert habe!

R:   Und das Ferkel hinter mir hat ja auch schon die zweite Frau: Jesses ne, heiliger Vater, wie ungerecht!

W:  Wie der wohl meine Betti findet?  – Nee, auch wenn man sich unter Freunden was ausleihen darf: nein, das geht zu weit. Ich schick ihm mal die Käßmann vorbei…

R:   Ob seine Neue jemals geraucht hat, ist mir nicht bekannt.

Und ob sie wohl weiß, welches Glück sie hat, dass wir nicht mehr in den guten alten Zeiten leben? Ihr Glück ist unser Pech: zum Scheitern gehört der entsprechende Haufen, und wer sähe nicht gern die Flammen lodern, für die Frau Ehebruch­an­stifterin?! Die Aussage, „die Bettina qualmt nicht mehr“, hätte dann auf einmal eine ganz neue Bedeutung. (nach V. Ebert)

W:  Wenn das neue Papamobil jetzt tatsächlich von Audi produziert wird, dann könnte doch Betti ein Vorserienmodell bekommen, und ich sorge dafür, dass man demnächst Weihwasser in 5l-Plastikkanistern bei Aldi billig kaufen kann; und zwar bei Aldi Nord und Süd: im Dialog sozusagen.

R:   Und Geschmack hat er auch nicht! Diese spießigen braunen Klinker an seiner peinlichen Hütte in Burgwedel. Nun ja, an meiner Kaschemme in Rom würden sie gar nicht mal so schlecht aussehen: schließlich haben schwarz und braun sich im Laufe der Geschichte immer ganz gut verstanden!

W:  Eigentlich hat Münte ja recht: Papst zu sein ist der schönste Beruf der Welt. Und jetzt, wo ich mich wohl neu orientieren muss, ließe sich doch eine Überlegung anstellen…

Gut: Bettina käme als Zölibatesse mit, die Klinkerkiste in Burgwedel werde ich Veronika Ferres als externe Hundehütte überlassen, und Angie müsste vor mir auf die Knie fallen und meinen Ring küssen – geil!

Doch halt, der vor mir scheint ja noch recht fit zu sein, der alte Schwede aus Bayern.

Aber mal abwarten was passiert, wenn ich Dieckmann stecke, dass der Papst kostenlosen Urlaub in Deutschland gemacht hat, sein Verein davon geldwerten Vorteil hat,  – und wie seine Villa in Rom finanziert wurde, naja…

R:   Wo bleibt nur die Protestantentussi aus der Uckermark?! Berlusconi war pünktlicher, vor allem wenn es um Geldwäsche der Vatikanbank  mit der Mafia ging. Aber davon versteht die Ossi-Tante ja nichts, leiht lieber den Griechen Geld. Dabei haben die früher ja mal so etwas Unappetitliches wie die Demokratie erfunden, und anderes Teufelszeug…

W:  Also, wenn Angela nicht gleich kommt, überschreite ich den Rubikon und petze der Bildzeitung, dass sie ihre Doktorarbeit… auch nur…

R:   Die Sonne blendet von vorn, aber wenn ich jetzt in den Schatten zurücktrete, trete ich womöglich auf Wulffs Füße, und die Schuhe sind bestimmt von einem Freund ausgeliehen, vielleicht sogar von einem Evangelen – obwohl, das würde ja dann richtig Spaß machen! Einerlei, zuerst muss er zurücktreten.

W:  Oh mein Gott, ich spüre, was der heilige Vater von mir verlangt. Ich werde wohl zurücktreten müssen, sonst leiht mir Veronika bestimmt nicht mehr heimlich die feinen italienischen Lederschuhe von Maschi aus…

      Das wäre aber sehr bedauerlich. Also: ich trete am besten zurück!

 

Burkhard Wepner

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Februar 18, 2012 Posted by | Eigene Artikel, Satire | , | Hinterlasse einen Kommentar

Christian Wulff: Katholik, der mit Evangelikalen kungelt

Christian Wulff engagiert sich im theologisch konservativen Spektrum. Wegen seiner Verbindung zu Evangelikalen wird der Kandidat für die Bundespräsidentschaft nun kritisiert.

Sich als aktiver Christ zu bekennen, gehört für einen CDU-Politiker zum guten Ton. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, der ins Schloss Bellevue einziehen will, bewegt sich mit seinem Engagement für christlich-evangelikale Kreise allerdings in durchaus fragwürdigen Kreisen.

Seit 2005 sitzt Wulff im Kuratorium von Pro Christ, einer theologisch erzkonservativen Bewegung, deren Ziel die „Bekehrung von Menschen zum Glauben an Jesus Christus“ ist. Die Gruppierung organisiert mehrtägige missionarische Großveranstaltungen, die über Satellit in viele Städte übertragen werden. Charismatische Führungsfigur ist Ulrich Parzany, früher Pfarrer der rheinischen Landeskirche. Kenner der evangelikalen Szene rechnen Pro Christ dem gemäßigten Spektrum zu. Aber auch hier wird ein rigides Familienbild propagiert. Was nicht ins Bild passt wie etwa Scheidung, Abtreibung, Homosexualität, wird diffamiert. Christian Wulff ist geschieden.

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Juni 25, 2010 Posted by | Presse | | 1 Kommentar

Christian Wulff und die Evangelikalen

Christian Wulff sitzt im Kuratorium der evangelikalen Missionsbewegung Prochrist, berichtete neulich das Blog Esowatch. Seitdem wird auf humanistischen und Freidenkerforen angeregt diskutiert. Zum Beispiel bei wissenrockt.de. Presse und Fernsehen haben das Thema kaum aufgegriffen. Ist es wirklich so nebensächlich?

Prochrist, heißt es in einem sehr PR-mäßig klingenden WikipediaArtikel zur Organisation, „ist eine Großevangelisationsveranstaltung, die seit 1993 im zwei- bzw. dreijährigen Turnus per synchroner Satellitenübertragung in Europa stattfindet. Sie wird von Mitgliedern evangelischer Freikirchen und Landeskirchen getragen. Ziel der Veranstaltung ist die Bekehrung von Menschen zum Glauben an Jesus Christus.“

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Juni 17, 2010 Posted by | Presse | | Hinterlasse einen Kommentar

Wulff im Schafspelz

Christian Wulff – ein neuer Bundespräsident steht uns bevor. Man fragt sich, wie die CDU ihre Kandidaten auswählt. Genossen: Wir haben tausend qualifizierte Leute hier. Aber nehmen wir lieber jemanden, der glaubt, dass die Erde 6000 Jahre alt ist. Damit würde die CDU zeigen, wie Avantgarde sie sein kann!

Neo-Präsident glaubt an den Glauben

Der Bundespräsidentschaftskandidat Christian Wulff unterstützt die evangelikale Missionierungsbewegung Pro Christ. Der Hauptprediger von Pro Christ, Ulrich Parzany, sagte zum Beispiel, dass es nicht wissenschaftlich von der Amerikanischen Psychiater-Vereinigung gewesen sei, Homosexualität als psychische Störung aus der Diagnoseliste zu streichen, sondern es habe sich dabei um eine rein politische Entscheidung gehandelt. Schließlich sei die Homosexualität eine „schöpfungswidrige Anomalie“. Der Kreationismus ist bei Pro Christ ebenso verbreitet. Wulff wird ferner dafür kritisiert, beim rechtschristlichen Arbeitskreis Christlicher Publizisten (ACP) einen Vortrag gehalten zu haben, der noch fundamentalistischer ausgerichtet ist.

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Juni 11, 2010 Posted by | Presse | | Hinterlasse einen Kommentar

Evangelikale sonnen sich in Wulffs Glanz

Kurz vor seiner Nominierung zum Bundespräsidenten-Kandidaten trat Christian Wulff (CDU) bei rechtslastigen Evangelikalen auf. Die Opposition sieht die Regierung blamiert, die CDU findet alles ganz normal.

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Juni 11, 2010 Posted by | Presse | | 1 Kommentar

Wulff im Schafspelz – nein danke!

(hpd) Die säkularen Organisationen in Deutschland lehnen die Kandidatur Christian Wulffs für das Amt des Bundespräsidenten entschieden ab. Ein Politiker, der sich im Kuratorium der evangelikalen Vereinigung „Pro Christ“ engagiere, könne keine Bevölkerung repräsentieren, die zu mehr als einem Drittel konfessionsfrei sei und sich zur Hälfte als „nicht-religiös“ einstufe.

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Juni 10, 2010 Posted by | Presse | | Hinterlasse einen Kommentar

Wulff ist Mitglied in einem fundamentalistischen Evangelikalen-Verein

In diesem schrägen Verein (ProChrist) ist unser zukünftiger Bundespräsident Kuratoriumsmitglied. ProChrist steht für Kreationismus, Schwulenhetze und Abtreibungsverbot.

Anmerkung der Redaktion: inzwischen (Stand 16.07.2010) ist Wulff offensichtlich bei ProChrist ausgetreten. Jedenfalls erscheint sein Name nicht mehr auf der Liste der Kuratoriumsmitglieder.

Juni 4, 2010 Posted by | Videos | | 13 Kommentare