gbs Köln

„Die Kirchen haben Angst vor der Wissenschaft“

Die evangelische Kirche wird immer konservativer. Sie hat vergessen, dass sie eine Kirche der Aufklärung ist. Fundamentalismus und Aberglaube breiten sich in allen Kirchen aus. Mit diesen Thesen will der Wissenschaftspublizist Martin Urban seine Kirche aufrütteln. Gerade auch angesichts des Reformationsjubiläums.

Martin Urban im Gespräch mit Andreas Main

Martin Urban stammt aus einer Theologenfamilie, sein Herz schlug aber zunächst vor allem für die Naturwissenschaft. Martin Urban studierte Physik, Chemie und Mathematik an der Freien Universität Berlin. Als Physiker gründete und leitete er die Wissenschaftsredaktion der „Süddeutschen Zeitung“. Als Wissenschaftspublizist und Sachbuchautor veröffentlichte Martin Urban mehrere erfolgreiche Titel zu theologischen, philosophischen und psychologischen Themen. In seinem neuesten Buch „Ach Gott, die Kirche! – Protestantischer Fundamentalismus und 500 Jahre Reformation“ entlarvt er alles, was er für rückwärtsgewandt hält.

Andreas Main: Herr Urban, prominente evangelische Christen sagen mir hinter vorgehaltener Hand, wir Protestanten kehren einen Konflikt unter den Teppich – den Konflikt zwischen Fundamentalisten und Liberalen. Sie, Herr Urban, packen den Stier bei  den Hörnern, Sie teilen den Eindruck, dass EKD und Evangelikale auf Schmusekurs gehen. Woran machen Sie das fest?

Martin Urban: Ja, die Kirche war mal eine geistige Macht und wird zum bloßen Sozialverein. Die Ursache dafür ist: Die Kirche rutscht ab in den Fundamentalismus, indem sie die Erkenntnisse der Wissenschaften – die Theologie eingeschlossen – nicht beachtet, die der Naturwissenschaften nicht versteht und auf archaischen Vorstellungen beharrt, die bereits seit hundert Jahren zumindest theologisch angezweifelt werden.

 

 

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http://www.deutschlandfunk.de/protestantischer-fundamentalismus-die-kirchen-haben-angst.886.de.html?dram%3Aarticle_id=350365

April 7, 2016 Posted by | Radio | | 2 Kommentare

Kirchenspitze in Polen schweigt zur Verfassungskrise

Wenn es in Polens Parlament um künstliche Befruchtung oder Genderismus geht, melden sich die Bischöfe des Landes schnell und deutlich zu Wort. Davon kann die rechtsliberale Ex-Ministerpräsidentin Ewa Kopacz ein Lied singen. Als sie im vergangenen Sommer ein Gesetz zur Regelung der sogenannten In-vitro-Fertilisation durchsetzte, bescheinigte ihr der Stettiner Erzbischof Andrzej Dziega, sie widerrufe damit selbst ihre „volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche“. Er riet Kopacz, auf den Empfang der Kommunion in Gottesdiensten zu verzichten, solange sie ihren Fehler nicht bereue.

Kein Kommentar

Ganz anders verhält sich die Spitze der Polnischen Bischofskonferenz im heftigen Konflikt des Verfassungsgerichts mit der neuen nationalkonservativen Regierung, die seit November an der Macht ist. Sie vermeidet jeden Kommentar. Und das, obwohl sich der Streit längst zu einer Verfassungskrise zugespitzt hat und das Land spaltet. In den vergangenen beiden Monaten gingen mehrere zehntausend Menschen auf die Straße, um gegen die Entmachtung des obersten Gerichts zu protestieren.

 

 

 

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https://www.domradio.de/themen/weltkirche/2016-01-29/kirchenspitze-polen-schweigt-zur-verfassungskrise

 

Januar 30, 2016 Posted by | Radio | | 1 Kommentar

„Wirtschaftsunternehmen mit religiösem Etikett“

Die christlichen Kirchen in Deutschland erzielen mehr Umsatz als die Automobilindustrie. Ihre Vertreter sitzen in Rundfunkräten und als Gottesfraktion im Bundestag. Und ihr Einfluss auf die öffentliche Meinung ist enorm. Diese Thesen vertritt der Politologe Carsten Frerk in seinem Buch „Kirchenrepublik Deutschland“. Im DLF sagte er, Kirchen seien nichts anderes als Lobbyisten.

Carsten Frerk im Gespräch mit Benedikt Schulz

Schulz: Dass die Kirchen sich als Interessenvertreter zu bestimmten Fragen äußern, die auch nur ansatzweise oder entfernt ethische Dimensionen haben, das gilt irgendwie in Deutschland als selbstverständlich. Aber – vielleicht mal die Gegenfrage: Wer, wenn denn nicht die Kirchen, sollten sich gerade in politischen Debatten um Gerechtigkeitsfragen kümmern?

Frerk: Zum einem will ich mal historisch was sagen zum Eingangszitat: Was war in den Jahrhunderten seit Christi Geburt bis zum 19. Jahrhundert, als dann die Kirchen die Gerechtigkeitsfragen entdeckten? Das ist auch mal eine andere spannende Frage. Es gibt inzwischen so viele gesellschaftliche Organisationen, die sich mit Fragen von Gerechtigkeit, Verteilungsfragen und so etwas beschäftigen. Da ist die Kirche mittlerweile nur eine Stimme unter anderen – eigentlich.

Schulz: Aber sollte nicht die Kirche in der Gesellschaft so eine Rolle einnehmen als ethische Instanz in Deutschland?

Frerk: Wer die Kirche als ethische Instanz haben will und möchte und mag, für den gilt das sicherlich. Und für diejenigen, die das nicht so wollen, die sich eine eigene Meinung bilden, ich denke, die brauchen die Kirchen nicht.

 

 

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http://www.deutschlandfunk.de/kirchen-in-deutschland-wirtschaftsunternehmen-mit.886.de.html?dram:article_id=339538

Dezember 14, 2015 Posted by | Radio | | Hinterlasse einen Kommentar

Gender Mainstreaming: ‚Unfug, Religion, feministische Sekte.

Zu Gast bei Ingo Kahle: Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Evolutionsbiologe, Uni Kassel. Ein Gespräch darüber, warum Frauen und Männer nicht gleich sind.

„Gender Mainstreaming“ ist der Kern der feministischen Lehre, wonach „Geschlecht“ nichts Biologisches, sondern sozial bedingt, anerzogen ist. Deshalb seien Mann und Frau gleich. Anhängerinnen dieser These verlangen zum Beispiel die „genderperspektivische Analyse vermeintlicher Geschlechtsunterschiede des Menschen hinsichtlich zum Beispiel der Geschlechtshormone“. Dabei wissen Biologen aus der Alternsforschung, dass das männliche Geschlechtshormon Testosteron wesentlich mit verantwortlich dafür ist, dass Männer im Schnitt fünf Jahre früher sterben als Frauen. „Männer sind für ein kürzeres Leben selektiert“, schreibt der Biologe Prof. Björn Schumacher in seinem Buch „Das Geheimnis des menschlichen Alterns.“

 

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http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/zwoelfzweiundzwanzig/201507/220887.html

Juli 11, 2015 Posted by | Radio | | 7 Kommentare

Die neuen Staatsfeinde Ägyptens

Nicht an Gott glauben und das auch noch öffentlich machen? In Ägypten kann das schwerwiegende Folgen haben, die angeblich säkulare Regierung macht Atheisten mehr als je zuvor zu Feinden. Vor allem in Sozialen Netzwerke können Bekenntnisse gefährlich werden.

Bis zum Volksaufstand von 2011, der zum Sturz Hosni Mubaraks führte, fühlten sich viele Ägypter von den Verhältnissen eingeschüchtert. Mit dem Sturz Mubaraks änderte sich das schlagartig. Plötzlich wurden politische Ideen und die verschiedensten Weltanschauungen debattiert. Das ermutigte auch die Atheisten im Land dazu, ins Licht der Öffentlichkeit zu treten.

 

 

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http://www.deutschlandfunk.de/atheisten-die-neuen-staatsfeinde-aegyptens.886.de.html?dram%3Aarticle_id=308565

Januar 16, 2015 Posted by | Presse, Radio | | Hinterlasse einen Kommentar

„Die liberalen Muslime sind leider eine kleine Minderheit“

Es gebe in Deutschland eine eher konservative Auslegung des Koran, sagte die frühere Islambeauftragte der SPD im Bundestag, Lale Akgün, im DLF. Von der wortwörtlichen Auslegung müssten die Muslime sich aber lösen. Der Koran müsse als historische Schrift verstanden werden. Sonst sei der Islam nicht überlebensfähig.

 

 

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http://www.deutschlandfunk.de/islam-in-deutschland-die-liberalen-muslime-sind-leider-eine.694.de.html?dram%3Aarticle_id=308202

 

Januar 11, 2015 Posted by | Radio | | 2 Kommentare

11. Gebot: Kirchentag selber zahlen

In zwei Jahren wird Leipzig den 100. Katholikentag beherbergen. Etwa 80.000 Gäste werden erwartet. Zur Finanzierung dieses Groß-Events möchten die Veranstalter eine Million Euro von der Stadt bekommen. Diese Summe stößt jedoch auf Kritik.
Skulptur für Aktion "Das 11. Gebot"
Moses-Skulptur mit dem „11. Gebot“ vor dem Alten Rathaus

Schon auf dem diesjährigen Katholikentag in Regensburg sorgte der überdimensionale Moses mit seinem „11. Gebot“ für Aufsehen. Dort entwickelte sich die Aktion mit Diskussionen und Workshops fast zu einer Gegenveranstaltung, berichtet Markus Görlich von der Giordano-Bruno-Stiftung. Er und seine Mitstreiter bemühen sich schon seit Langem darum, die Belange von Kirche und Staat zu trennen.

 

 

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http://mephisto976.de/news/11-gebot-kirchentag-selber-zahlen-44261

 

Juli 19, 2014 Posted by | Presse, Radio | | Hinterlasse einen Kommentar

Der Neue Atheismus – Gretchenfrage revisited

Juli 8, 2012 Posted by | Radio | | 1 Kommentar

SPD-Politikerin gegen Privilegierung großer Kirchen

Ingrid Matthäus-Maier im Gespräch mit Ita Niehaus

Obwohl es die Verfassung nicht vorsehe, gebe es in Deutschland faktisch zwei Staatskirchen, beklagt Ingrid Matthäus-Maier: Deren Sonderrolle beim Arbeitsrecht und der Besetzung von staatlichen Kommissionen sei für die große Gruppe der Konfessionslosen nicht hinnehmbar. Als Sprecherin der GerDia-Kampagne kämpfe sie besonders dafür, dass die Diskriminierung von Arbeitnehmern in kirchlichen Unternehmen ein Ende nehme.

 

weiterlesen im Originalartikel

Mai 27, 2012 Posted by | Radio | | Hinterlasse einen Kommentar

Michael Schmidt-Salomon im Deutschlandradio Kultur

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/12/06/drk_20111206_1109_b95dd2ff.mp3

 

Dezember 14, 2011 Posted by | Radio | | Hinterlasse einen Kommentar

Dawkins kommt in den Himmel

Der Wissenschaftler und Humanist Richard Dawkins kann sich gleich über zwei Dinge freuen. Erstens hat er gerade seinen 70. Geburtstag gefeiert, zweitens läd ihn der Bergische Jung auf ein Bierchen im Jenseits ein: LINK ZUM VIDEO
Domradio Köln hat Dawkins zusätzlich noch einen polemischen Artikel gewidmet:

„Allein, mir fehlt der Glaube“

Zum 70. Geburtstag des Vorzeige-Atheisten Richard Dawkins

Er hält sich für einen hellen Kopf, und das gesteht er auch anderen zu, sofern sie – wie er selbst – bekennende Atheisten sind. Sein radikaler Kampf gegen alles Religiöse hat ihn zum Bestsellerautor und gern eingeladenen, weil auf Krawall gebürsteten und quotenfördernden Talkshow-Gast gemacht.

Weiterlesen im Originalartikel…

März 27, 2011 Posted by | Presse, Radio, Videos | Hinterlasse einen Kommentar

Brauchen wir ein säkulares Leitbild?

Zu viel Religion, zu wenig Republik, Gesprächsleitung: Jürgen Heilig, SWR2 Forum vom 21.12.2010. Es diskutieren: Ingrid Matthäus-Maier – langjährige SPD-Politikerin, 1974 Mitverfasserin des FDP-Kirchenpapiers „“Freie Kirche im Freien Staat“, St. Augustin, Johannes Singhammer – stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, München, Serkan Toeren – FDP-Bundestagsabgeordneter, Hamburg/Stade

Hier gehts zum Podcast:

http://www.podcast.de/episode/1962647/Brauchen_wir_ein_s

Januar 17, 2011 Posted by | Radio | | Hinterlasse einen Kommentar

Auf welchen Werten fußt der Rechtsstaat?

Ein ca. vierminütiges Interview von Radio Bremen mit Michael Schmidt-Salomon zur Integrationsdebatte gibt es hier zum Anhören:

http://www.radiobremen.de/funkhauseuropa/aktuell/aktuell158.html

Oktober 22, 2010 Posted by | Radio | , | 3 Kommentare

Michael Schmidt-Salomon im Gespräch – (Schweizer Radio DRS)

Interview mit dem GBS-Vorstandssprecher Michael-Schmidt-Salomon.  Der Radiosender SR|DRS bewirbt das Gespräch in der Sendung „Focus“ mit folgenden Worten:

„Anti-Minarett-Plakate, Freidenker-Plakate, christliche Plakate: Es wird von Plakatwänden gepredigt, als befände sich unser Land in einem Glaubenskrieg. In Tat und Wahrheit leben in der Schweiz immer mehr Menschen ohne Religion. Inoffizieller Sprecher der «Gottlosen» und laut Spiegel «Deutschlands Chef-Atheist» ist der Philosoph und Schriftsteller Michael Schmidt-Salomon.

Mit seinen Büchern polarisiert und erhitzt er die Gemüter. Sein Kinderbuch «Wo bitte geht’s zu Gott » wurde kürzlich sogar aus einer Zürcher Bibliothek verbannt.

In Focus erzählt Michael Schmidt-Salomon, warum seiner Meinung nach Kinder vor traditionellen Religionen geschützt werden müssten und wieso wir ohne Moral die besseren Menschen sind.“

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August 18, 2010 Posted by | Interviews, Radio | 4 Kommentare

Bekenntnis zum Unglauben

Juni 24, 2009 Posted by | Interviews, Radio | Hinterlasse einen Kommentar

   

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