gbs Köln

Wissenschaft

Science

Februar 6, 2016 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Gott

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Januar 31, 2016 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Gott

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Dezember 27, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

25. Dezember

Newton

Dezember 25, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | 1 Kommentar

Religion

Halluzinationen

Dezember 6, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Kirchenrepublik Deutschland, Vortrag am 07.12.2015 in Köln

Kirchenlobby

November 30, 2015 Posted by | Aktuell, Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Der größte Völkermord der Geschichte wurde überwiegend von Christen verübt

Genocide

November 28, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Ist Gott groß?

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November 15, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

„Ein Musterbeispiel für christlichen Lobbyismus“

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http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/sterbehilfe-lobbyismus

Oktober 14, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn Du nicht sündigst, ist Jesus umsonst gestorben!

Sin

August 20, 2015 Posted by | Eigene Artikel | 1 Kommentar

Unsere nächste Veranstaltung

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August 4, 2015 Posted by | Eigene Artikel | Hinterlasse einen Kommentar

Nächste öffentliche Veranstaltung der gbs Köln

Podiumsdiskussion

Religionsunterricht – Zu Recht ordentliches Lehrfach in NRW?

Ein Lehrgegenstand im Spannungsfeld von Dogmatismus, Aufklärung und Integrationshemmung
Mittwoch, 19. August 2015, 19 Uhr
Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Köln Ostheim,
Hardtgenbuscher Kirchweg 100 (➚Map)

Da Religionsunterricht kein Lehrfach ist wie jedes andere, stellen sich ganz spezifische und drängende Fragen.
Ist konfessioneller Religionsunterricht im Zeitalter zunehmender Säkularisierung und Vielfalt der Weltanschauungen noch zeitgemäß? Setzt die Separierung der Kinder und Jugendlichen in unterschiedliche Gruppen je nach Glaubensrichtung die richtigen Zeichen für Gemeinsamkeit, friedliches Miteinander und Integration? Welche Rolle könnte ein gemeinsamer Ethik-Unterricht bei der Vermittlung allgemeingültiger Werte auf Basis der Menschenrechte unter Einbeziehung von Religionskunde spielen?

Insbesondere die jüngst erfolgte Einführung des Islamunterrichts an öffentlichen Schulen in NRW, dessen Inhalte von den ausschließlich konservativen bis islamistischen Verbänden des “Koordinierungsrats der Muslime” bestimmt werden, macht diese Fragestellungen höchst brisant und aktuell.

Kontrovers diskutiert werden sie von Vertretern aus Kirche und Politik und von säkularen Organisationen:

  • Sigrid Beer, Grünen-Landtagsabgeordnete in NRW, evangelische Theologin und bildungspolitische Fraktionssprecherin. Sie befürwortet christlichen wie islamischen Religionsunterricht.
  • Constanze Cremer von der Giordano-Bruno-Stiftung, gemeinnützige Stiftung für säkularen Humanismus und Aufklärung. Sie setzt sich für einen Ethikunterricht für alle ein, da sie meint, dass konfessionell gebundener Religionsunterricht nicht mehr zeitgemäß ist, das Trennende fördert und daher die Integration erschwert.
  • Ferdinand Claasen vom Katholischen Büro NRW, welches als Kontaktstelle zwischen Katholischer Kirche und Politik fungiert.
  • Rainer Ponitka vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten, setzt sich für die Trennung von Staat und Kirche, also auch die Abschaffung von Religionsunterricht ein.
  • Gesprächsleitung: Frank Hichert, Dipl.-Psychologe und u.a. Stifter des Literaturpreises für Jugendliche JULIT.

Im Anschluss erfolgt eine Diskussion mit dem Publikum.

Der Eintritt ist frei.

 

Juli 16, 2015 Posted by | Eigene Artikel | Hinterlasse einen Kommentar

neue gbs-Briefmarke

gbs_Briefmarke

Juli 15, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Alternativmedizin: Wer heilt, hat recht!

Wenn eine alternative Methode Heilung verschafft oder zu verschaffen scheint, wird oft Korrelation mit Kausation verwechselt

Immer dann, wenn sich jemand kritisch zur sogenannten “Alternativmedizin” äußert, dauert es nicht lange, bevor er mit dem ultimativen “Killerargument” konfrontiert wird: Wer heilt, hat recht! Und tatsächlich: Was soll man darauf noch groß sagen? Ist es nicht müßig, über Homöopathie zu diskutieren, Bachblüten zu kritisieren oder darauf hinzuweisen, dass all diese angeblichen Therapien mit echter Medizin nichts zu tun haben, wenn doch am Ende kranke Menschen wieder gesund werden? Wer heilt, hat eben recht und dabei interessiert es keinen, ob die “Schulmedizin” mit der Methode ein Problem hat.

Das “Killerargument” ist aber nicht so mächtig, wie es auf den ersten Blick klingen mag. Denn in der simplen Behauptung “Wer heilt, hat recht” stecken gleich mehrere Annahmen, die durchaus angreifbar sind. Vor allem setzt sie voraus, dass tatsächlich jemand etwas getan hat, das zu einer Heilung geführt hat, und das ist nicht immer der Fall. Denn es macht einen Unterschied, ob eine Therapie kausal für die Verbesserung des Zustands einer kranken Person verantwortlich war. Oder ob ein “Heiler” einfach nur anwesend war, während eine Krankheit von selbst verschwand bzw. sich der Zustand aus Gründen, die nichts mit dem Heiler selbst zu tun haben, veränderten.

 

weiterlesen:

http://derstandard.at/2000018659912/Alternativmedizin-Wer-heilt-hat-recht

Juli 7, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Island schafft „Blasphemie“-Gesetz ab

Mit dem Beschluss des Althing zur Aufhebung des Strafgesetzes gegen die Verhöhnung religiöser Dogmen feierte die isländische Piratenpartei am gestrigen Donnerstag ihren ersten legislativen Erfolg. Die Entscheidung in dem kleinen Inselstaat könnte auch für die Bundesrepublik Deutschland einen wertvollen Impuls liefern.

Den Antrag zur Aufhebung von Artikel 125 des isländischen Strafgesetzbuchs hatten die drei Abgeordneten der isländischen Piratenpartei nach den islamistischen Anschlägen auf die „Charlie Hebdo“-Redaktion in Paris am 7. Januar 2015 das Parlament eingebracht. Artikel 125 stellte bislang die „Verhöhnung oder Beleidigung von Dogmen oder des Glaubens“ einer rechtlich anerkannten religiösen Gemeinschaft unter Strafe. Für Zuwiderhandlungen drohte das Gesetz mit einem Strafmaß zwischen Geldbuße und bis zu drei Monaten Gefängnis. Mit der Aufhebung sollte nicht nur eine überflüssige Norm aus dem Strafgesetzbuch entfernt, die neben den übrigen Straftatbeständen keinen echten eigenen Anwendungsbereich besaß. Mit der Abschaffung des „Blasphemie“-Gesetzes soll vor allem ein politisches Symbol für die Meinungs- und Kunstfreiheit gesetzt werden. Für den Antrag hatte es breite Unterstützung aus der Gesellschaft gegeben, unter anderem von der humanistischen Organisation Sidmennt, der Schriftstellervereinigung PEN, Medien-Fachverbänden, aber auch dem obersten Bischof der isländischen Kirche und des nationalen Pfarrerverbandes. Mit dem Beschluss zur Aufhebung des „Blasphemie“-Gesetzes passierte zudem erstmals ein Gesetzesentwurf der Piratenpartei in Island erfolgreich das Parlament. Die Partei erklärte anschließend in einer Mitteilung, das isländische Parlament habe der wichtigen Botschaft Ausdruck verliehen, „dass sich die Freiheit nicht blutigen Anschlägen beugt“.

 

 

weiterlesen:

http://www.diesseits.de/perspektiven/nachrichten/international/1435874400/island-schafft-blasphemie-gesetz-ab

Juli 3, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Homo-Ehe: Irischer Frühling!

Dublin – Die Volksabstimmung der Iren, Schwulen und Lesben die Ehe zu öffnen, stellt viel mehr dar als nur einen Sieg der Humanisten über die Religiös-Dogmatischen. Es ist auch eine schallende Ohrfeige der Iren für die katholische Kirche, die sich der Einführung der Homo-Ehe mit ihrem gesamten Machtapparat entgegenstellte. Man unterschätze die Iren nicht – man halte das nicht für die marginale Entscheidung eines kleinen Landes am Rande des Kontinentes. Für die Katholische Kirche hatte Irland stets eine ganz besondere Bedeutung – das geht bis auf die iroschottische Missionstätigkeit in Europa zurück, als im sechsten und siebten Jahrhundert die irischen Missionare Ninian, Columcilla und natürlich Patrick auf dem europäischen Kontinent zahlreiche katholische Klöster gründeten. Jahrhundertelang bestand geradezu ein Bindestrich zwischen den Worten „irisch“ und „katholisch“, auch im Kampf gegen die Unterdrückung und Bevormundung durch die protestantisch-anglikanischen Engländer spielte der Katholizismus in Irland lange Zeit die Rolle einer identitätsstiftenden Ideologie. Das ist seit heute eindeutig vorbei!

Die Iren haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie nicht vergessen haben, dass die Aufdeckung der ganzen scheußlichen Missbrauchsskandale durch pädophile katholische Priester in Irland ihren Ausgangspunkt hatte. Die Katholische Kirche hatte jahrzehntelang die pädophilen Täter geschützt, statt die Missbräuche aufzuklären, hatte die Täter geschützt statt die Opfer und damit ihren Anspruch, eine moralische Instanz zu sein, verspielt. Die Iren sind es leid, sich vorschreiben zu lassen, wen sie lieben dürfen und wen nicht, sie sind es leid, wie sich der Machtapparat der katholischen Kirche direkt oder indirekt in gesellschaftliche und politische Entscheidungen einmischt. Der heutige Tag ist vielleicht ein kleiner für Irland, aber ein großer Tag für säkulare Humanistinnen und Humanisten. Noch in den 1990er Jahren gab es in Irland Gesetze gegen Homosexuelle, und 2015 stimmt die Mehrheit der Bevölkerung gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche für die Homo-Ehe! Wertewandel ist möglich! Die Iren können stolz auf sich sein. Das macht Mut und Hoffnung, eine solche Entscheidung der Bevölkerung eines Tages auch in Saudi-Arabien und Brunei, in Russland und Nigeria zu erleben. What´s another year?!

 

Frank Hichert

Mai 23, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Podiumsdiskussion am 15.April 2015 in Köln

Podiumsdiskussion 001

April 1, 2015 Posted by | Aktuell, Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Von der “Kreuzigung” intellektueller Redlichkeit

kubitza_lesung_0Von Constanze Cremer

4. Mär 2015

KÖLN. (hpd) Er hat sich schon vor Jahren der Häresie schuldig gemacht: Der Doktor der evangelischen Theologie, Heinz-Werner Kubitza, las aus seinem neuen Buch “Der Dogmenwahn”, das im Vorfeld schon hervorragende Kritiken (u.a. von Siegfried R. Krebs und Horst Herrmann) geerntet hatte.

In gewisser Weise kann man dieses Buch fast als das dritte einer Trilogie bezeichnen – wenn man sich nicht scheut, neben seinem Vorläufer “Der Jesuswahn” auch Richard Dawkins’ “Der Gotteswahn” mitzuzählen.

Als Kubitza, der mittlerweile Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung ist, 2001 den Kirchenaustritt vollzog, war das sich aus der Natur der Sache ergebende Problem, nur für diesen einen Beruf qualifiziert zu sein, bereits elegant damit gelöst, dass er auch schon Verleger war und nun sich und andere kirchenkritische Autoren erfolgreich publiziert.

Sein Vorgänger-Werk “Der Jesuswahn”, in dem er aus historisch-kritischer Sicht über Jesus von Nazareth schrieb, letzterer starb bekanntlich als Gescheiterter und Irrender, hat sich bereits über 10.000 Mal verkauft.

Im “Der Dogmenwahn, Scheinprobleme der Theologie – Holzwege einer angemaßten Wissenschaft”, der, mit einem Augenzwinkern, aufgebaut ist wie eine klassische Dogmatik, geht Kubitza nun der Frage nach, wie moderne Theologie daherkommt und ob sie tatsächlich so modern ist, wie sie vorgibt.  Dazu hat er sich die, für einen sich mittlerweile als Atheisten Verstehenden mutmaßlich zunächst eher als “harte Strafe” denn interessante Unternehmung empfundene, Arbeit gemacht, die gängigen Dogmatiken der unter Fachleuten populären evangelischen Theologen durchzuarbeiten, und er fand dies, wie er sagt, wirklich höchst amüsant:

Staatlich hochbezahlte Leute führen den Leser in eine Parallelwelt und lösen dortige Scheinprobleme mit Scheinlösungen. Es eröffnen sich dabei faszinierend-absurde Denkwege, die beschritten werden, weil, gefesselt an alte Traditionen, ein freies Denken ausgeschlossen ist. Beispiele für solche Scheinprobleme, die niemand hätte, würde man die unelegante Gottes-Hypothese nicht vertreten: “Was machte Gott vor der Schöpfung?”, “Wie ist das Verhältnis Gottes zu den Tieren?”, “Ist auch das Böse von Gott geschaffen?”.

Theologen können laut Kubitza keine wirkliche Kritik üben, weil sie viel zu sehr selbst am Spinnennetz der Dogmatik mitgewebt haben, das sie nun gefangen hält. Wo sie sich kritisch äußern, kann dies immer nur Binnenkritik sein, wirkliche Kritik kann daher immer nur von außen kommen, wird dann aber, weil sie von Laien kommt, erst gar nicht zur Kenntnis genommen.

Für Predigten bräuchten die Theologen übrigens keine Dogmatiken, da gehe es mehr um die Erbauung der Gemeinde, eigentlich seien Dogmatiken nur für Theologie-Studenten relevant und Höhepunkt eines Theologen-Lebens sei es, eine eigene Dogmatik zu verfassen.

Nachdem er einige verschwurbelt-langweilige Zitate aus Dogmatiken verlesen hatte, war man als Zuhörer dankbar, sich nicht selbst eine derartige Lektüre antun zu müssen, sondern zu hören, dass darüber der historische Jesus nur schallend gelacht hätte.

Amüsant auch, wie leichtfüßig Kubitza beschreibt, wie schlecht im Saldo der Schreibstil der Bibel ist, genauso, wie der des Koran, und wie man sich als Leser in dem Moment gewahr wird, dass er gleichzeitig vorführt, wie man es doch so viel besser machen kann. Man sollte sich also nicht vom Umfang des Buches, seinem strengen Äußeren und den so vielen eng beschriebenen Seiten abschreckend lassen: abgesehen von einer Menge Wissen über “Aliens auf Papstaudienz”, “Eiertänze” und “Theologen, von denen man wirklich denken könnte, sie hätten was geraucht”, würde einem eine kurzweilige, von Ironie und Bonmots gespickte, Lektüre entgehen…

In der anschließenden Diskussion wurde überwiegend Interesse am historischen Jesus gezeigt, im Gegensatz zu den im Vorfeld beschriebenen Theologen, die merklich die Frage nach dem historischen Jesus nicht gestellt hätten, hätten sie gewusst, was sie sich damit einhandelten:

Der historische Jesus hat laut Kubitza dogmatisch nämlich nichts zu bieten und ist zu uninteressant und fremdartig, als dass mit ihm Kirche zu machen sei. Er mache einen eher spröden Eindruck, gehörte einer anderen Religion an, die mit dem späten Christentum fast nichts zu tun hatte und war ein religiöser Extremist mit der Meinung, das Ende der Welt stehe direkt bevor; Extremismus und Überspanntheit musste er dann mit dem Kreuzestod “bezahlen”. Er habe sich als frommer Jude natürlich nicht als gottähnliches Wesen gesehen und schon allein den Gedanken als Blasphemie empfunden, sein Tod, der vermutlich unbeabsichtigt war, habe für ihn keine Heilsbedeutung gehabt.

Die meisten Theologen würden sich daher, so Kubitza, zwar artig zum geschichtlichen Jesus wie zu einer Ehefrau bekennen, ihre Leidenschaft aber gelte dem dogmatischen Christus als ihrer heimlichen Geliebten. Nur die Liebe (die angenehmste Form des Wahnsinns) könne erklären, warum gestandene Männer und Frauen, die sich selbst als Wissenschaftler verstanden wissen wollen, wenn sie von Jesus redeten, ins Schwärmen gerieten wie pubertierende Pennäler.

Auf die Frage, wie hoch er die Wahrscheinlichkeit einschätze, dass Jesus überhaupt existiert hat, führte er aus: Es gab und gibt einzelne Theologen, wie z.B. Hermann Detering, die behaupten, dass er ein reiner Mythos sei, aber man schaffe sich damit tatsächlich mehr Probleme, als man löse.

Er selbst gehe davon aus, dass Jesus wohl eine historische Person war, die immer mehr mythologisiert wurde. Denn wenn man davon ausgehe, dass er erfunden wurde, warum habe man ihn dann mit so vielen Fehlern ausgestattet, warum ließ man ihn taufen, warum kreuzigen, warum einen so gängigen Namen tragen, warum einen so provinziellen Geburtsort haben?

Cover

Die jüdische Sicht auf Jesus sei schon immer viel realistischer gewesen, wie die Forschung festgestellt habe: ein Mensch aus seiner Zeit, vermutlich verheiratet, weil er sonst angegriffen worden wäre.

Wenn es in Jesus’ Worten wirklich eine göttliche Offenbarung gegeben habe, dann sei es sein gravierendster Fehler gewesen, nichts Schriftliches hinterlassen zu haben. Alles sei aus zweiter oder dritter Hand überliefert und daher sicher voller Missverständnisse. Eventuell hat er auch deshalb nichts Schriftliches hinterlassen, weil die Welt ja bald untergehen sollte. Aber wenn Jesus doch tatsächlich sagte, dass einige Zeitgenossen das Reich Gottes noch erleben würden, hätte man ja spätestens im zweiten Jahrhundert zur Kenntnis nehmen müssen, dass er sich geirrt hatte…

Die These vom Seitensprung Marias mit dem römischem Offizier Panthera bezeichnet Kubitza als Legende: Sie tauchte erst 200 Jahre später auf und ist daher sicher kein historisches Zeugnis mehr. Aber dass Jesus öfter nur als “Sohn der Maria” bezeichnet wurde, könnte darauf hinweisen, dass er unehelich geboren war…

Zur Frage, wie denn die Theologen auf seine Bücher reagierten, war die Antwort knapp: sie würden grundsätzlich ignoriert. Er plane aber, alle bekannten evangelischen Theologen auf das neue Buch hinzuweisen. Er rechnet damit, dass es zwar gelesen wird, aber nicht rezipiert, da “man” damit kaum etwas zu gewinnen habe… Er behandele in seinem Buch nur die gängigen theologischen Ansichten, mit Extrempositionen würde er es den Gegnern zu leicht machen. Diese gängigen Positionen kämen aber nicht in Predigten vor. Wenn die berühmten “wissenschaftlich vergeistigten” Theologen mitunter einmal zu Predigten eingeladen würden, sei er teilweise schockiert, wie anders gegenüber dem “gemeinen Volk” gepredigt werde.

Er habe auch Freunde unter Pfarrern, mit denen er zusammen studiert habe, von denen einige sagen würden: “Jetzt bin ich 40 oder 50 Jahre alt, ich habe doch nichts anderes gelernt…” Oder: “Ich glaube halt Nonsens, das tut gut.” Oder man verschreibe sich allein der Religion als Wellness: Es ist so ein tolles Gefühl im Gottesdienst.

Gefährlich seien die Auswirkungen von Dogmen auf die Realität: aus der Idee von der Reinheit Mariens etwa, wahrscheinlich ohnehin nur ein Übersetzungsfehler, ergebe sich nach wie vor die Haltung der Kirchen zu Abtreibung und PID, zur Stellung der Frau allgemein, die ja eigentlich so sein sollte wie Maria…

Religion, so Kubitza, war einst ein Selektionsvorteil und wird daher nicht schnell verschwinden. Heute ist sie zum Hindernis geworden; die Welt sähe ohne viel friedlicher aus.

Auf die Frage, was ihn denn letztlich zum Bruch mit der Theologie geführt habe, erklärte er, über die Kenntnisse, welche er im “Jesuswahn” dargelegt hat, habe er zwar schon damals verfügt, sie sich aber immer wieder so “zurechtgebastelt”, dass er dann doch seinen Glauben nicht aufgeben musste. Ausgetreten aus der Kirche war er zunächst nur aus Protest, weil für eine Kirchenorgel extrem viel Geld verschwendet wurde.

Erst später sei er kritisch geworden, nachdem er sein “Damaskus-Erlebnis” hatte: das Buch “Denn sie wissen nicht was sie glauben” von Franz Buggle.

Bis dahin hatte er die negativen Stellen in der Bibel immer komplett überlesen. Denn tatsächlich, auch Theologen tun sich schwer mit der so teilweise zähen und langweiligen Bibel-Lektüre: man blättert einfach weiter, bis man etwas findet, was einem gefällt. Und wenn man etwas Grausames liest, dann blättert man einfach weiter.

Das Wesen der Bibel wie auch des Korans sei es, dass sich immer beides darin befinde: Schreckliches wie Angenehmes, daher könne man diese Schriften für alles heranziehen und niemals auf ihrer Grundlage ein funktionierendes faires Gemeinwesen gründen. Dies könne man nur auf Basis der Menschenrechte und allgemeingültigen Vereinbarungen wie dem Grundgesetz.

Auf die Schlussfrage, wie man denn am sinnvollsten schon im Vorfeld den in zwei Jahren anstehenden “Luther-Käßmann-Festspielen” begegnen könne, verwies er auf schon bestehende Flyer, die es zu ergänzen gälte, und welche vor allem “unter das Volk” zu bringen seien: aufklären, bis sich die Theologen eigentlich schämen müssten, sich auf solcherlei Huldigungsveranstaltungen blicken zu lassen. Huldigungsveranstaltungen, zu denen man mit großer Sicherheit mit den Worten aus Kubitzas “Dogmenwahn” wird sagen müssen: Hier wird “die intellektuelle Redlichkeit gekreuzigt”.

März 5, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | 1 Kommentar

Der größte Schrecken der Terroristen: ein Mädchen mit einem Buch

Malala2

Februar 26, 2015 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Ich bin Charlie

Aus grauenhaftem Anlaß möchte ich gern auf einen Artikel von Dirk
Schümer in der “Welt” von heute (08.01.2015) hinweisen:

“2004 fand mit dem Mord an Theo van Gogh in wenigen Stunden das statt,
was nun auch Paris und recht eigentlich den ganzen Kontinent erwartet:
Nonkonformisten, Intellektuelle, Historiker, Leitartikler, Satiriker –
sie alle stehen virtuell auf der Todesliste. In einer Medienumfrage
gaben Kolumnisten und Satiriker unumwunden zu, daß sie fortan von Themen
wie Mohammed oder Koran lieber die Finger lassen. Längst gibt es in der
aufgeklärten Zivilisation weltweiter Vernetzung wieder Dinge, von denen
Literatur, Satire, Wissenschaft nicht mehr sprechen dürfen. Jedenfalls
nicht , ohne danach in Lebensgefahr zu schweben oder gar mit dem Tod zu
bezahlen.

Kein Verlag in Deutschland dürfte heute mehr einen Roman wie Salman
Rushdies “Satanische Verse” herausbringen. Und welches Pressehaus, das
mit Leben und Gesundheit der eigenen Mitarbeiter verantwortungsvoll
umgeht, kann nun einem aggressiven Organ der Religionskritik wie
“Charlie Hebdo” noch Obdach bieten? Genau diese Überlegungen stellt
heute jeder Journalist, jeder Satiriker in Europa stillschweigend an.

Wir alle müssen hinschauen, wenn – wie in Holland nach dem Mord an Theo
van Gogh geschehen – auch bei uns den Opfern bei “Charlie Hebdo” die
Schuld an ihrer eignenen Ermordung zugeschrieben wird. Motto: Was mußten
sie sich auch mit dem Islam anlegen? In diese verheerende Linie paßt die
duckmäuserische Sprachregelung der ARD, die in ihren Nachrichten noch
Stunden nach dem Pariser Anschlag verkündet, “ein islamischer
Hintergrund sei unbestätigt…” – Ob es wohl Bankräuber waren? – Augen
zu und nur nicht den Islam verschrecken! Wer jetzt noch so redet,
verhöhnt nicht allein das Andenken mutiger Künstler, die für ihre
Überzeugung starben, sondern gräbt systematisch den Boden ab, auf dem
wir alle stehen. In Berlin und Beirut, Kopenhagen und Kabul.”

Das trifft uns ganz genauso in Köln, in Bonn, in Düsseldorf und in
Oberwesel. Das trifft uns, die wir mutig mit Mina Ahadi Veranstaltungen
machten und mit Hamed Abdel Samad, wofür wir Polizeischutz beantragten.
“Charlie Hebdo”, das war für mich immer ein Leuchtturm der Mutigen,
derer, die sich nicht opportunistisch vor dem Islam verbeugen. Islam ist
keine Hautfarbe. Auch kein biologisches Merkmal. Daher kann auch
niemand, der den Islam kritisiert, ein Rassist sein. (Ganz gleich wie
viele Verblendete das behaupten.)

Das habe ja gar nichts mit dem Islam zu tun? Schauen wir doch mal nach
im Koran: “Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem
Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt…” (Sure 47,
4-6, 13) Ich will diese totalitäre Ideologie nicht. Ich will nicht, daß
diese totalitäre Ideologie an unseren Schulen unterrichtet wird. Ich
will nicht, daß diese totalitäre Ideologie nicht bekämpft wird.

Wir dürfen nicht resignieren. Ich bin schockiert, entsetzt, fassungslos,
verzweifelt. Aber ich werde mich nicht unterwerfen.

traurige, aber auch wütende Grüße,
Frank Hichert, gbs Köln

Januar 9, 2015 Posted by | Aktuell, Eigene Artikel | , | Hinterlasse einen Kommentar

Weihnachten

Weihnachten

Dezember 24, 2014 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Erzbischof sammelte 100.000 Kinderpornos

Seit Mittwoch steht der frühere Papst-Botschafter Jozef Wesolowski wegen sexuellen Missbrauchs unter Hausarrest. Jetzt werden weitere erschreckende Details bekannt – es geht um mehr als 100.000 kinderpornografische Dateien.

Der frühere vatikanische Nuntius in Santo Domingo, Jozef Wesolowski, hatte mehr als 100.000 kinderpornografische Dateien auf seinem persönlichen Computer. Nach einem Bericht der italienischen Tageszeitung „Corriere della sera“ vom Freitag seien dies sowohl Fotos wie Filme. Einiges Material lud der Kleriker aus dem Internet herunter, für anderes wurden seine jugendlichen Opfer missbraucht. Zu sehen seien – teils auf dem Laptop Wesolowskis – Jungen zwischen 13 und 17 Jahren, die nackt posierten und beim Geschlechtsverkehr untereinander oder mit Erwachsenen zu sehen seien, schreibt der Corriere unter dem Titel „Die hunderttausend Horror-Dateien“.

 

weiterlesen:

http://www.tagesspiegel.de/politik/jozef-wesolowski-erzbischof-sammelte-100-000-kinderpornos/10759598.html

 

Dezember 22, 2014 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Demo in Köln: Heimkinderfond Behindertenheime

 

Dezember 21, 2014 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Zum Tode Ralph Giordanos

Zum Tode Ralph Giordanos

Wir haben einen großen Humanisten verloren. Ralph Giordano hat in einem seiner Bücher geschrieben, er kenne keinen kostbareren Standort als das “Podest persönlicher Glaubwürdigkeit”. Er stand dort, unbeirrbar und unbestechlich von Zeitgeist und falscher “Political correctness”, immer auf Seiten der Menschenrechte. Er hat immer dort Unruhe gestiftet, wo das nötig war, ob gegen das Vergessen des Völkermordes an den Armeniern, ob an der Seite der Frauenrechtlerinnen Mina Ahadi oder Seyran Ates. Seine Rede auf der 1. Kritischen Islamkonferenz in Köln 2008 bleibt ein Manifest einer humanen Grundorientierung gegen totalitäre Ideologien, seien sie religiös fundiert oder nicht. Sein Kampf gegen den Bau der Großmoschee in Köln-Ehrenfeld erinnert an Stefan Zweigs “Castellio gegen Calvin”, – ein Gewissen gegen die Gewalt”, wo die Stimme des Humanisten gegen die religiöse Bevormundung des Selbstbestimmmungsrechtes des Individuums antritt. Ob in seinen Reportagen aus Nord-Irland oder Israel, Ostpreußen oder Indien – immer stand der Mensch mit seinen Rechten und Gefühlen im Zentrum all seiner Überlegungen. Bis auf den “Wombat” habe ich sämtliche seiner fast zwanzig Bücher gelesen – alle sind unverändert lesenswert, nicht nur die “Bertinis”. Mein Favorit bleibt “Sizilien!Sizilien!”, wo Ralph Giordano auf den Spuren seines sizilianischen Auswanderer-Großvaters dessen Reise in umgekehrter Richtung unternimmt, von Hamburg über Palermo bis in die sizilianische Kleinstadt Riesi. Unter dem einen Arm Goethes “Italienische Reise”, unter dem anderen Arm “Der Leopard” von Tommaso di Lampedusa, das ist und bleibt nicht nur eine Liebeserklärung an den migrierenden Großvater, sondern auch sprachlich unverändert ein Hochgenuß. Ein erfülltes, tatkräftiges, unerschrockenes Leben ist zu Ende gegangen und Ralph Giordano bleibt eine Ermutigung für alle Humanisten. Ja, so kann man leben: human, tatkräftig, begeistert und auch andere zu humanistischen Taten begeisternd. Und auch im hohen Alter – immerhin war er bei seiner sprachgewaltigen Rede auf der 1. Kritischen Islamkonferenz bereits 85! – geistreich gegen die verbohrten, inhumanen Ideologien. Ruhestand? Das ist was für Langweiler! Köln sollte sein Rheinufer in “Giordano Kai” umbenennen. Er hätte es so verdient. Danke, Ralph Giordano.

Frank Hichert

Dezember 14, 2014 Posted by | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Literaturpreis gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz!

Julit

Köln. JULIT:))) 2015 – der säkular humanistische junge Literaturpreis für Lesben und Schwule – wird zum sechsten Mal ausgeschrieben!

Gibt es noch Diskriminierung am Arbeitsplatz? Besonders hart trifft es Angestellte in katholischen Betrieben (Krankenhäusern, Kindergärten, Altenheimen etc.), die lesbische Chef-Ärztin, den schwulen Ergotherapeuten, die ihre Arbeitsstelle bereits verlieren können, wenn sie sich offen dazu bekennen, in einer homosexuellen Beziehung zu leben. Gehört eine solche Diskriminierung durch den Arbeitgeber noch ins 21.Jahrhundert? Ist es human, einen solchen Grundrechtsverstoß auch noch Jahr für Jahr mit Steuergeldern zu finanzieren? Sind deutsche Politiker/innen schon auf den Gedanken gekommen, etwas gegen dieses offenkundige Unrecht zu unternehmen? Wer das ändern will, und wem dazu eine geistreiche Geschichte einfällt, der ist aufgerufen, sich am Preisausschreiben für den JULIT 2015 zu beteiligen. Geboten wird: Ein Goldener JULIT für die beste Autorin und einen Goldener JULIT für den besten Autor, dotiert mit je 250 Euro! Einsendeschluss ist der 31.12.2014.

Am 14. März 2015 wird dann in Köln zum sechsten Mal der deutschlandweit erste Preis für junge lesbische und schwule Literatur verliehen. Der Wettbewerb zum Preis bittet junge Autorinnen und Autoren bis 25 Jahre, Geschichten über die Freundschaft von Lesben und Schwulen zu schreiben, die – darauf wird von der Jury Wert gelegt – den säkularen Humanismus als positiven Wert darstellen.

Das Motto für den JULIT 2015 lautet:

„Arbeitsrecht und Christenpflicht – leb ich offen oder nicht?!“

Zu diesem Thema werden ab sofort frische, mutige, humorvolle, konfessionsfreie Geschichten gesucht. Autor, Star-Comic-Zeichner und GBS-Beirat Ralf König sitzt natürlich auch wieder in der Jury. Wer also die Twitter-Zwitschereien von B-Promis und Möchtegern-Stars leid ist, wer von „Esprit“ mehr erwartet als ein Fashion-Label, der fühle sich aufgerufen, Konfessionsfreiheit mal als positiven Wert in eine Geschichte zu packen. Stifter Frank Hichert: „Es gibt rund 19.000 religiöse Stiftungen in Deutschland, dies ist jetzt mal ein Preis für die Konfessionsfreien. Schließlich stellen sie mit ca. 37 % mittlerweile die größte Bevölkerungsgruppe in Deutschland, es wird Zeit, dies auch literarisch stärker auszudrücken und sich gegen religiöse Bevormundung zur Wehr zu setzen.“ Die bisherigen preisgekrönten Geschichten und die aktuellen Teilnahmebedingungen zum JULIT:))) finden sich unter: http://www.julit-preis.de.

Oktober 24, 2014 Posted by | Aktuell, Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

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