gbs Köln

Die Kinderbibel

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November 10, 2017 - Posted by | Cartoon |

1 Kommentar »

  1. Vor mir liegt eine Ausgabe der Kinderbibel von 1957.
    In Erzählweise versucht die Autorin Anne de Vries den Kindern ab 4 Jahren das Alte und Neue Testament näher zu bringen.
    Ich gestehe freimütig, dass mich die Episoden als Kind beeindruckt haben.
    Kämpfende Soldaten,wilde Tiere,Riesen und Wunder über Wunder.
    Das beflügelt die Fantasie und nimmt die jungen Leser mit in eine Welt, die so ganz anders ist als das reale Leben. Diese Spur wird selbstverständlich nicht ohne Hintergedanken gelegt.
    Religiöse Dogmatiker haben weitreichende Erfahrungen, wie sie Kinder indoktrinieren können. Das Ziel dieser Werke ist in den älteren, wie neueren Ausgaben gleich.
    Werdende Persönlichkeiten sollen in ihrem Streben nach selbständigem und kritischem Denken begrenzt werden. Sie haben als Knechte des Herrn zu beten und Gehorsam zu praktizieren. Hier die guten Christen, dort die bösen Ungläubigen. Erziehung zum Untertanengeist. Ein Kleingeist der nicht aufbegehrt und die Herrschaft des Volkes als Souverän sowie universelle Menschenrechte dem Willen bzw. der Gebote ihres Gottes unterordnet.
    Wie wirklichkeitsfern,verstaubt und schizophren angesichts der dringend zu lösenden Probleme in der Welt.
    Das gegenwärtig etwa 45% der Bevölkerung der USA die Schöpfungsgeschichte der Bibel für wahr halten, widerspiegelt zunehmend den kulturellen und geistigen Verfall eines Landes. Und das nicht nur, weil sich der Präsident von radikal-fundamentalistischen Predigern im Weissen Haus Entscheidungshilfe erhofft und jeden Sonntag in der Kirche den Segen des Herrn über sich kommen läßt.
    Aber diese Feststellung trifft leider auch auf eine Vielzahl von Politikern in Europa zu.
    Die Regierungschefs Ungarns und Polens sind praktizierende Hardliner des Herrn. Konservativ, religiös, mit spürbaren Tendenzen zum rechtsradikalen Spektrum.
    Wer dahingehend nun kritische Meinungen von Seiten unserer Regierung erhofft, der wartet vergeblich. Blasen sie doch ins gleiche religiöse Horn, wie die Vertreter der hochfinanzierten „Staatskirche“.

    Kommentar von Uwe Kalkbrenner | November 28, 2017


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