gbs Köln

Evangelische Kirche stoppt Kondome mit Luther-Sprüchen

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders“: Mit solchen Sprüchen auf Kondomen wollte die evangelische Jugendkirche Düsseldorf für das Luther-Jahr werben. Die zuständige Landeskirche findet das gar nicht lustig.

 

weiterlesen:

http://www.spiegel.de/panorama/duesseldorf-evangelische-kirche-stoppt-kondome-mit-luther-spruechen-a-1139251.html

 

 

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März 17, 2017 - Posted by | Presse |

1 Kommentar »

  1. Kirchenvertreter präsentieren sich und ihre absurden Legenden in den Medien betont heiter und angepasst modern – schnittig. Täten sie dies nicht, wäre so mancher Pfarrer längst Alleinunterhalter in seinem Gotteshaus. Aktivitäten und Angebote unterscheiden sich kaum noch von denen einer kommunalen Einrichtung. So nimmt es nicht wunder, dass sie auch immer wieder unfreiwillig skurille Stilblüten hervorbringen. Die `Kondomnummer` der Jugendkirche Düsseldorf ist so eine. Was vielleicht ganz keck gedacht war, geht den Tugendwächtern der Kirche nun doch zu weit.
    Fröhlich- beschwingt soll der Wittenberger Mönch ins heutige Bewußtsein gerückt werden und gleichzeitig als Sympathieträger für den Glauben werben. Entstaubt, trendig im Mainstream dieser Zeit.
    Der gegenwärtige Hype um die Person Luther und seinem angeblich epochalen Einfluss auf die Geschichte sind jedoch bei genauer Betrachtung und Bewertung eine Farce.
    Mit seiner fundamentalen und radikalen Glaubensdogmatik hat er jede aufkeimende säkulare Entwicklung im Keim erstickt. Seine wüsten Beschimpfungen in Richtung katholischer Papstkirche mag beim flüchtigen Hinsehen aufmüpfig gewirkt haben, erwiesen sich jedoch letztlich als ein Purzelbaum rückwärts,die keines der Probleme jener Zeit nur im Ansatz gelöst hätten. Im Gegenteil!
    Seine Hasstiraden und Verunglimpfungen gegen Juden,Bauern,Frauen rufen bei uns eher Unverständnis und Kopfschütteln hervor.
    Luthers Originalzitate und Schriften sind der Nachwelt schwarz auf weiss erhalten geblieben.
    Eine repräsentative Auswahl findet sich auch auf diesen Seiten der GBS.
    Dem ist aus der Sicht eines autonom denkenden Menschen nichts hinzuzufügen!!
    Es gab in der Geschichte durchaus Persönlichkeiten, die eine humanistische Philosophie und deren Werte vertraten.
    Ganz im diesseitigen Bewußtsein, in atheistischer Selbstverantwortung,ohne jegliche transzendente Bezugnahme.
    Doch die provokante Abkehr vom christlichen Glauben und damit auch der Infragestellung der Obrigkeit endete für viele Freigeister dramatisch.
    Auch das Beispiel Luther macht deutlich, dass der Klerus es immer verstanden hat, sich den gesellschaftlich- politischen Gegebenheiten anzupassen. Als Garant dafür,die eigene Existenz,den Machteinfluss und ein durchaus bequemes Lebens auf Kosten der Bevölkerung sicher zu stellen.
    Der von den Kirchen initiierte Sturm im Lutherjahr, erweist sich in Wahrheit als ein laues Lüftchen. Die Begeisterung und Identifikation einer breiten Bevölkerung hält sich doch sehr in Grenzen. Mit Fug und Recht,wie ich meine!

    Kommentar von Uwe Kalkbrenner | März 19, 2017


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