gbs Köln

Der Planet Gottes

godsplanet

Januar 28, 2017 - Posted by | Uncategorized |

2 Kommentare »

  1. Habe vor einiger Zeit* auf 3-sat eine hochinteressante Diskussion unter dem Titel, “ auf philosophischer Space Odyssee“, gesehen. Diskussionspartner von Barbara Bleisch war der englische Astrophysiker Ben Moore. Er hatte vor sich eine Schüssel Zucker stehen die anfänglich leicht deplatziert wirkte. Fragte mich, was er wohl mit soviel Zucker wolle? Die Antwort kam prompt, denn die Frage die hier unter anderem erörtert wurde, war die Sternendichte unserer Galaxis. Wir wissen das in unserer Galaxis ca. 200 Milliarden ( 200.000.000.000 ) Sonnen gemeinsam um das galaktische Zentrum kreisen. Diese Zahl ist für einen Großteil der Menschen unvorstellbar. Aber jetzt kam der Zucker ins Spiel. Ben Moore erklärte, in dieser Schüssel befindet sich 1 kg Zucker, das sind ca. 1 Million Zuckerkristalle, hochgerechnet auf eine Tonne, 1 Milliarde Kristalle. Wir müssten uns jetzt nur 200 Paletten a.1 Tonne Zucker vorstellen die in einem spiralförmigen Kreis mit einem Durchmesser von 400000 Kilometer ausgestreut werden. Unser Sonnensystem hätte nach diesem Maßstab nur einen Radius von 60 centimeter . Der nächste Stern Proxima (Alpha) Centauri wäre in 5km.Entfenung. Nicht vergessen, unser Zentralgestirn ist nach diesem Bide n u r ein Zuckerkristall. Aber ganz in ihrer Nähe, nur ein paar centimeter weit, umkreist unsere imaginäre Erde, völlig unsichtbar* diesen winzigen Kristall.

    Dieses Staubkorn ist also unser zu Hause ! Alle Lebewesen die jemals existierten wurden auf diesem Staubkorn gezeugt und geboren und lebten ihr Leben bis zu ihren Ende. Unzählige überzeugter Religionen,, Ideologien erfunden und wieder verworfen, Gesellschaftssysteme sind entstanden und wurden wieder vernichtet und Nationalismus und Rassismus wurden und werden weiterhin gepredigt, etc. Die Dummheit die uns plagt scheint nahe zu Grenzenlos zu sei.
    Und um ihre Dummheit zu beweisen , siehe obige Aussage, brauchen solche religiotischen Weltenerklärer nur den Mund zu öffnen und das dumme unreflektierte, religiös geprägtes Geblubber wird in die Öffentlichkeit hinein erbrochen und leider viel zu oft genauso unreflektiert übernommen. Peinlich aus der Perspektive eines Naturalisten, denn dieser Schwachsinn entsteht in den Köpfen unserer sogenannte „geistigen Eliten“: Wir sollten uns aber bewusst machen, dass auch wir ein Teil dieser Dummheit sind, denn wie könnte man sonst erklären das solche Ignoranten und Wissensverweigerer immer noch an der Spitze unserer Gesellschaft stehen ???
    Vielleicht sollten wir den Versuch wagen unser anthropozentrisches Weltbild , unseren Humanismus zu erweitern, denn kosmisch gesehen sind wir eine Laune der Natur und sicher nicht die Krönung der Evolution, sondern nur ein keiner unbedeutender Teil irdischer Entwicklung (aber nachhaltig äußerst destruktiv), der in einer großartigen Natur, mit allem was da kreucht und fleucht auf einem Staubkorn leben m u ß !
    Wenn ich aus dieser kosmischen Perspektive die Gottesfrage komme ich zu der Erkenntnis das Gott existiert, aber einzig und alleine, in unseren Köpfen , denn er ist ein Produkt unserer Fantasie. Aus der Not geboren, aus Zeiten vieler Fragen aber sehr wenig Antworten.

    * 18.06.2017
    * Sonne-Erde Durchmesser 1-109

    Kommentar von Michael Tinbergen | April 8, 2018

  2. Die Gestirne – die Gehirne
    Gottes suchend seinen Sinn….
    Die Gestirne – die Gehirne
    eines der Ich selber bin…

    Vielleicht der Zweck all der Erden
    Gott will zu Göttern werden -.

    Gott wird zu allen Zeiten –
    Nicht Person, doch: Persönlichkeiten.

    Gott ist nicht etwas über uns hinaus.
    Gott ist ich, du,- doch wir nur Unser Haus.

    Vielleich gilt auch für ihn, den Geist der Geister:
    In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister.

    Trostlos ? Das Wort ist mir entschwunden,
    seitdem ich Mich in mir gefunden.

    Den Kelch der Ewigkeit im Mund,
    was sorgst du der verloren Stunde !
    Empfandst du nur ein einzig Mal: Ich bin,
    so gibst du stumm wohl auch ein Leben hin.

    Jeder trägt, so fühlt ich schon als Knabe,
    um sein Haupt ein unsichtbares Glänzen.

    Wundervolle Tage seh ich nahn,
    wo die Menschen,
    ahnungsvoll bewusst,
    ihres wahren Glück empfahn .

    Komme endlich, Mensch, zur Ruh
    du bist Ich, und ich bin du

    Traure doch nicht so im Dunkeln,
    siehst du mich nicht oben funkeln,
    Mich, nein dich, Dich rings im Raum ?
    Lass uns doch auf allen Erden,
    das wir sind das eine werden,
    unsre Menschheit unter uns als -Traum

    Christian Morgenstern 1871-1914

    Kommentar von Michael Tinbergen | Oktober 9, 2019


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