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Schavan: Religionsunterricht schützt vor Radikalisierung

Vatikan-Botschafterin Annette Schavan hat die Bedeutung der Religion betont. Widerspruch erntete sie bei einer Diskussionsrunde in Konstanz vom Vorsitzenden der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung.

Die deutsche Botschafterin am Heiligen Stuhl, Annette Schavan, hat sich für den konfessionell gebundenen Religionsunterricht an deutschen Schulen ausgesprochen. „Die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber religiöser Bildung ist auch eine Verantwortung gegen Radikalisierung“, sagte Schavan am Dienstagabend in Konstanz. Im Religionsunterricht gehe es um die Entdeckung der eigenen Identität und um das Kennenlernen der eigenen und anderer Religionen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass es falsch ist, Religion aus den Schulen und Universitäten herauszuhalten“, sagte die ehemalige baden-württembergische Kultusministerin.

Der Vorsitzende der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, widersprach Schavan. Schüler dürften nicht „religiös ghettoisiert“ werden und müssten stattdessen „gemeinsam überlegen, wie ein Zusammenleben in der Gesellschaft möglich ist“. Religion dagegen stärke das Individuum und schwäche das Zusammenleben. „Aus Nächstenliebe kann auch schnell Fremdenhass entstehen, wenn der Nächste nur der ist, der zur eigenen Gruppe gehört“, so der Philosoph. Dennoch gehöre auch Religion zur Bildung. „Ohne Religionsgeschichte kann man die Welt nicht verstehen“, sagte Schmidt-Salomon. Der Bekenntnisunterricht sei aber der falsche Weg.

 

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November 17, 2016 - Posted by | Presse |

3 Kommentare »

  1. Was soll die gute Frau Schafan in ihrer Eigenschaft auch sonst Anderes sagen?
    Ich denke sogar, dass sie das selber glaubt. Sie berücksichtigt jedoch nicht, dass auch der Katholizismus von noch gar nicht soo langer Zeit das Gegenteil lebte und Menschen verfolgte, tötete, schlachtete und räderte. Und alles das mit dem guten Gewissen, dass es ja im Namen Gottes sei. Was man daraus lernt, ist dass ein Allmachtsanspruch aus der religiösen Gewissheit des Besitzes der einzigen Wahrheit erwächst. Genauso wie der IS glaubt, die einzige Wahrheit und als Einziger Gottes Wille zu kennen. Die Folge der Erkenntnis ist, dass Religionsunterricht nicht in jedem Fall schaden muss, aber nicht per se Radikalisierung und Gräueltaten verhindert.

    Kommentar von Wolfgang Koller | November 17, 2016

  2. Hat dies auf WENEZIA™ – Weidens neue Mitte! rebloggt.

    Kommentar von OIKOS™-Redaktion | November 18, 2016

  3. Wer den Versuch unternimmt den Religionen Friedensliebe anzudichten, mag das tun. Diese Ammen- Märchen- Verdummungs- Poesie mag derjenige aber tunlichst für sich und Seinesgleichen behalten. Sie sind jedoch eine Zumutung für jeden aufgeklärten Zeitgeist. Wer sich mal der Mühe unterzieht und sich deren Bücher intensiver zuwendet, wird neben dem Hosianna – Gefasel eine deutliche Blutspur erkennen, die so manchen fiktiven Thriller der Neuzeit in den Schatten stellt.Warum das so ist? Weil diese Machwerke von Menschen erfunden wurden. Abgekupfert von fremden Glaubenskulturen und heidnischen Kulten. Gefälscht und massenkompatibel zugeschnitten für die Rechtfertigung und das Durchsetzen eigener Hegemonieansprüche.
    Mit der Behauptung, ein allmächtiger Gott sei auf der Seite ihres auserwählten Volkes, ließ sich jedes noch so grausame Verbrechen rechtfertigen. Himmel, Erlösung von den Sünden und ewiges Leben im Paradies stehen ewigen Höllenqualen konträr gegenüber.
    Für dich kleiner Mensch, bleibt deine freie Willensentscheidung nur auf das irdische Dasein beschränkt.
    Nein, in den aktuell verfassten Schmonzetten, wie der Lutherbibel, stehen solche auf Angst und Gehorsam zielenden Horrorphantasien nicht mehr explizit drin.
    Dafür sind die scheinheiligen Nachlassverwalter und Populisten der Kirchen in Staat und Gesellschaft zu clever und gut ausgebildet in Wort und Schrift. So einfältig kommen sie nicht mehr daher. Medienwirksam in angesagter Popkultur verpackt, werden aktuelle politische, kulturelle und soziale Ereignisse genutzt, religiöse Dogmen als unerlässliche Fundamente in der Gesellschaft erscheinen zu lassen.
    Aktuelle Ereignisse in Europa und den USA belegen, dass religiöse Fundamente mitnichten dazu taugen, ein friedliches Miteinander, Manifestation der Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit zu ermöglichen.

    Kommentar von Uwe Kalkbrenner | Dezember 4, 2016


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