gbs Köln

Ohne Dummheit keine Religion?

iq-religiosityReligiosität und Intelligenz passen nicht zueinander. Dieses Ergebnis haben viele Einzelstudien im Verlauf von 84 Jahren Forschungsgeschichte erbracht, und dieses Ergebnis hat eine Meta-Analyse erbracht, die 63 Einzelstudien berücksichtigt und von Miron Zuckerman, Jordan Silberman und Judith A. Hall durchgeführt wurde.

Intelligenz beschreibt die Fähigkeit, nachzudenken, zu argumentieren, zu planen, Probleme zu lösen, abstrakt zu denken, komplexe Zusammenhänge zu erfassen und aus Erfahrung zu lernen (Zuckerman, Silberman & Hall, 2013: 325). Religiosität bezeichnet das Ausmaß, mit dem sich ein Individuum auf bestimmte Formen von Glauben einlässt: den Glauben an übernatürliche Kräfte und Akteure (Götter), den Glauben an Autoritäten usw.

Bereits die Gegenüberstellung dieser beiden Definitionen macht deutlich, dass es zwischen Intelligenz und Religiosität Passungsprobleme geben muss, denn: Wer argumentieren und z.B. aus Erfahrung lernen will, der benötigt real erfahrbare Tatsachen, auf die er seine Argumente oder sein Erfahrungslernen basieren kann. Religion zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie keine erfahrbaren Tatsachen bereitstellt, sondern den Glauben an eine übernatürliche Macht, z.B. einen Gott oder die Herrschaft des Patriarchats oder den Klassenkampf.

 

 

weiterlesen:

http://sciencefiles.org/2015/02/02/ohne-dummheit-keine-religion/

Advertisements

Dezember 20, 2015 - Posted by | Presse |

2 Kommentare »

  1. Hallo, so logisch das eigentlich klingt: seltsamer Weise widerspricht sich Intelligenz NICHT mit Religiosität. Wäre die angesprochene Studie richtig, dürften nur Dumme in den Kirchen sein. Das aber ist nicht der Fall. Das kann jeder Gescheite sehen, wenn er sich die Mühe macht.

    Ich bin deshalb der Ansicht, dass Intelligenz der Religion nicht im Wege steht. Vermutlich ist es so, dass der Mensch in seiner Entwicklungsgeschichte die „Höhere Macht“ durch die nicht zu erklärenden Naturphänomene über die Jahrmillionen ins genetische Gedächtnis geschrieben hat. Das wurde auch noch begünstigt durch den Erwerb der Intelligenz der besonderen Art, welche es dem Menschen erlaubte, sich die Welt VORZUSTELLEN. Die Möglichkeit der Schaffung einer virtuellen Welt im Kopf begünstigt den Glauben an das so Erzeugte selbst.

    Meines Erachtens ist dieser Aspekt in der Forschung bisher nicht ausreichend behandelt.

    Viele Grüße

    Wolfgang Koller

    Kommentar von Wolfgang Koller | Dezember 20, 2015


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: