gbs Köln

Vaters letzter Wille

Ein 90-jähriger Mann will sterben und bittet seinen Sohn um Hilfe. Sie bereiten seinen Selbstmord akribisch vor und treffen doch auf ungeahnte Widerstände.

von 

 

Bevor Volker Schnell seinem Vater beim Selbstmord hilft, kocht er schwarzen Tee und stellt Zitronenkuchen auf den Couchtisch. Daneben legt er drei Teller, Tassen, Gabeln, außerdem zwei Fotoalben. Sein Vater ist neunzig, er sitzt im Rollstuhl, und seine Augen sind so schwach, dass er die Bilder kaum noch erkennen kann. Dennoch drapiert Volker Schnell die Alben mit Bedacht auf dem Tisch. Alles soll harmlos aussehen, falls überraschend Polizisten an der Haustür klingeln.

Draußen dämmert es schon, als um halb vier ein Krankentransporter vor dem Mehrfamilienhaus hält. Zwei Pfleger tragen Helmut Schnell samt Rollstuhl in den dritten Stock. Sohn Volker ist nervös, raucht eine Zigarette nach der anderen. In seinem Wohnzimmer sitzt sein bester Freund, ein gelernter Altenpfleger, er ist gekommen, um Vater und Sohn beizustehen. Keiner der drei Männer hat ein Bedürfnis nach Abschiedsworten.

 

weiterlesen:

http://www.zeit.de/2015/31/sterbehilfe-beihilfe-selbstmord-schnell?commentstart=1#cid-5105102

August 15, 2015 - Posted by | Presse |

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