gbs Köln

Gender Mainstreaming: ‚Unfug, Religion, feministische Sekte.

Zu Gast bei Ingo Kahle: Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Evolutionsbiologe, Uni Kassel. Ein Gespräch darüber, warum Frauen und Männer nicht gleich sind.

„Gender Mainstreaming“ ist der Kern der feministischen Lehre, wonach „Geschlecht“ nichts Biologisches, sondern sozial bedingt, anerzogen ist. Deshalb seien Mann und Frau gleich. Anhängerinnen dieser These verlangen zum Beispiel die „genderperspektivische Analyse vermeintlicher Geschlechtsunterschiede des Menschen hinsichtlich zum Beispiel der Geschlechtshormone“. Dabei wissen Biologen aus der Alternsforschung, dass das männliche Geschlechtshormon Testosteron wesentlich mit verantwortlich dafür ist, dass Männer im Schnitt fünf Jahre früher sterben als Frauen. „Männer sind für ein kürzeres Leben selektiert“, schreibt der Biologe Prof. Björn Schumacher in seinem Buch „Das Geheimnis des menschlichen Alterns.“

 

weiterlesen:

http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/zwoelfzweiundzwanzig/201507/220887.html

Juli 11, 2015 - Posted by | Radio |

7 Kommentare »

  1. So richtig humanistisch ist der Herr Kutschera aber nicht, eher naturalistisch.

    Kommentar von Fabian | Juli 15, 2015

  2. Sehr geehrter Herr Bärig,

    Sie schreiben:
    „So richtig humanistisch ist der Herr Kutschera aber nicht, eher naturalistisch.“

    Kutschera ist Beiratsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung, die den sog. evolutionären Humanismus vertritt, den man auch als spezielle Form eines naturalistischen Humanismus bezeichnen könnte. Hamunismus und Naturalismus sind also keine Gegensätze!

    Ihren Artikel finde ich ausgesprochen typisch für die Verfechter der Gender-Forschung: Mangels eigener Fakten und Argumente wird versucht, den Gegner madig bzw. lächerlich zu machen. Dabei wird darüber hinweggetäuscht, dass die völlig absurde „wissenschaftliche Grundlage“ der Gender-Forschung die Behauptung ist, dass das Geschlecht überwiegend anerzogen wird und die biologischen Grundlagen nur eine untergeordnete Rolle spielen.

    Um mich mal auf das Niveau der Kritiker von Herrn Kutschera herabzulassen, möchte ich auf den folgenden Veranstaltungsbericht hinweisen:
    http://www.danisch.de/blog/2014/12/04/veranstaltungsbericht-was-tun-gegen-antifeminismus/

    viele Grüße,
    Bernd Vowinkel

    Kommentar von Bruno | Juli 15, 2015

  3. Sehr geehrter Herr „Bärig“,

    ich schließe mich vollinhaltlich Herrn Vowinkel an, muss dazu ergänzend allerdings noch anmerken, dass es immer wieder erstaunlich ist, welchen Furor sachliche Einlassungen, wie die von Herrn Kutschera hervorrufen.

    Für eine längliche Suada extra einen Tumblr-Feed einrichten, und das auch noch semi-anonym … Ts, ts, ts. (Ich weiß, das macht nicht wirklich Mühe, aber denk‘ doch mal einer an die vielen unnütz in Erregung versetzten Elektronen.)

    viele Grüße an die aufgescheuchten Pseudowissenschaftler in der Hoffnung, dass Schwachsinnsleugnung nie ein Straftatbestand wird.

    Kommentar von Atomino2000 | Juli 16, 2015

  4. .
    Nicht verschwiegen werden sollte, dass Gender Mainstreaming auch ein wenig ungesund für Frauen, Mütter und Kinder ist. Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig und die an sich höhere weibliche Depressionsneigung noch gesteigert werden. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung (infolge
    des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib) mit der
    Folge von Sprach-, Lese- und Rechtschreibstörungen durch Fremdbetreuung.
    Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und
    Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).
    Erschreckende Zunahme von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.
    [siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 (http://www.amazon.de/Vergewaltigung-menschlichen-Identität-Irrtümer-Gender-Ideologie/dp/3) und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-945818-01-5 (http://www.amazon.de/trifft-Frauen-Kinder-zuerst-Genderismus/dp/394581801X)

    Kommentar von Nonnen | Juli 18, 2015

  5. Gender Mainstreaming bedeutet dafür das die soziale Rolle der Geschlechter bei der Gesetzgebung berücksichtigt wird um wirkliche Gleichberechtigung zu erzielen, Gender Mainstreaming steht nicht für die Aussage das Geschlecht sei ein rein sozial Konstrukt sei. Kutschera greift einen Strohmann an, der von konservativen religiösen in die Welt gesetzt wurde.

    Kommentar von Zibert | Juli 31, 2015

  6. Ich frage mich, ob Herr Bärig weis, wer Mao war, den er hier so schön zitiert.
    Ich sag nur Kulturrevolution und Millionen Tote.

    Kommentar von Andreas | August 10, 2015

  7. Ich möchte hierzu folgendes anmerken:

    1. Gender Mainstreaming (GM) ist eine Strategie, deren Ziel „Gender Equality“ ist. Gender Equality bedeutet aus Perspektive des Grundgesetzes: Gleichberechtigung (Art. 3; sowie ergänzend Art. 33). Gleichberechtigung ist als Ziel unstrittig, und sie besteht, seitdem das GG 1949 in Kraft gesetzt worden ist. In der Weimarer Verfassung war demgegenüber allerdings noch von „gleichen Rechten und Pflichten“ die Rede, aber die Gleichverpflichtung ist im GG leider nicht mehr angekommen (Beispiel: Wehrpflichtdienst oder Wehrersatzdienst).

    2. Gleichberechtigung (Chancengleichheit) ist das genaue Gegenteil von Gleichstellung (nämlich der vorab gerantierten Gleichheit im Ergebnis). Daher beziehen sich alle Einfachen Gesetze zu Unrecht auf ein angebliches Gleichstellungsgebot des GG. Ein solches gibt es nicht. Das GG kennt im Art. 3 aussschließlich den Begriff der Gleichberechtigung, d.h. der Chancengleichheit, und es schließt damit den gegenteiligen Begriff der Gleichstellung logisch aus, mit entsprechenden Konsequenzen für die die Gültigkeit der genannten Einfachen Gesetze.

    3. Der Begriff der Gleichberechtigung bezieht sich auf die Gleichwertigkeit der beiden Geschlechter, also der Männer und der Frauen, deren natürliche Ungleichheit rechtlich zu keiner sozialen Ungleichheit werden soll. Ebenso sollen andere Ungleichheiten zwischen Menschen rechtlich nicht zu sozialen Ungleichheiten führen, sondern alle sollen in ihrer Menschenwürde und ihrer Individualität im gesetzlichen Rahmen frei leben können.

    4. Sexualität bedeutet auf der zellulären Ebene die Fusion von Eizelle und Spermium (nach Kutschera), und sie ist damit identisch mit der Fortpflanzung. Zur Sexualität gehört ein entsprechendes erotisches Verhalten, im Tierreich die Balz, bei Menschen die Werbung.

    5. Als Ausnahme von dieser Regel gibt es minoritär homoerotisches Verhalten, das aber biologisch steril bleibt. Um diese Ausnahmen als Verhaltensvariante auf dieselbe Ebene und das heißt als gleichartig und gleichwertig neben die Sexualität zu stellen, wurde der Gender-Begriff eingeführt. Gender differenziert nicht zwischen den zwei biologischen Geschlechtern, sondern verweist auf ein breites Spektrum erotischer Verhaltensvarianten. Damit jedoch gerät die biologische Fortpflanzung völlig aus dem Blick. Auch der an die biologische Fortpflanzung gebundene Familienbegriff wird durch die Gender-Perspektive unscharf und verfälscht.

    6. Der Gender-Begriff ist vollständig überflüssig, wenn es darum geht, über Männer, Frauen, über Jungen und Mädchen sowie über Familen und über Sexualität und Fortpflanzung zu reden. Er wird ausschließlich deswegen benötigt und eingeführt, um das homoerotische Verhalten als gleichartig und gleichrangig mit dem eigentlichen sexuellen Verhalten erscheinen zu lassen. Das ist nicht möglich ohne letzteres in seiner Besonderheit zu leugnen und zugleich zu entwerten.

    7. Ginge es bei Gender Mainstreaming nur um das biologische und soziokulturelle Verhältnis der beiden Geschlechter, dann wäre der Gender-Begriff unnötig gewesen. Denn dass das jeweilige biologische Geschlecht soziokulturell immer schon mit unterschiedlichen sozialen Rollen verknüpft war, die selbstverständlich historisch immer weiter entwickelt und verändert worden sind, das ist eine Trivialität.

    8. „Gender“ macht daher als Begriff nur dann Sinn, wenn der verschwiegene Bezug auf die Homoerotik berücksichtigt wird, und dieser Bezug ist in „Gender Mainstreaming“ enthalten, und das war so auch intendiert. Die Vorgeschichte und die Geschichte der Weltfrauenkonferenz von Beijing (1995) zeigt genau das. Man sagt „Gender“ und meint „Homoerotik“, die auf diese Art und Weise neutral angesprochen und zur Geltung gebracht werden kann. Nur das ist die sprachpolitische Funktion des Gender-Begriffs.

    9. Gender Studies sind aus mehreren Gründen nicht wissenschaftlich. Ein wichtiger Grund besteht in der Nicht-Trennung von Entstehungs-, Begründungs- und Verwendungszusammenhang. Hierzu im einzelnen
    Dr. Alexander Ulfig mit seiner Buchsprechung von Axel Meyer: Adams Apfel und Evas Erbe, München 2015:
    http://cuncti.net/geschlechterdebatte/891-angriffsziel-gender-studies-verfehlt

    Kommentar von Günter Buchholz | November 2, 2015


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