gbs Köln

Alternativmedizin: Wer heilt, hat recht!

Wenn eine alternative Methode Heilung verschafft oder zu verschaffen scheint, wird oft Korrelation mit Kausation verwechselt

Immer dann, wenn sich jemand kritisch zur sogenannten „Alternativmedizin“ äußert, dauert es nicht lange, bevor er mit dem ultimativen „Killerargument“ konfrontiert wird: Wer heilt, hat recht! Und tatsächlich: Was soll man darauf noch groß sagen? Ist es nicht müßig, über Homöopathie zu diskutieren, Bachblüten zu kritisieren oder darauf hinzuweisen, dass all diese angeblichen Therapien mit echter Medizin nichts zu tun haben, wenn doch am Ende kranke Menschen wieder gesund werden? Wer heilt, hat eben recht und dabei interessiert es keinen, ob die „Schulmedizin“ mit der Methode ein Problem hat.

Das „Killerargument“ ist aber nicht so mächtig, wie es auf den ersten Blick klingen mag. Denn in der simplen Behauptung „Wer heilt, hat recht“ stecken gleich mehrere Annahmen, die durchaus angreifbar sind. Vor allem setzt sie voraus, dass tatsächlich jemand etwas getan hat, das zu einer Heilung geführt hat, und das ist nicht immer der Fall. Denn es macht einen Unterschied, ob eine Therapie kausal für die Verbesserung des Zustands einer kranken Person verantwortlich war. Oder ob ein „Heiler“ einfach nur anwesend war, während eine Krankheit von selbst verschwand bzw. sich der Zustand aus Gründen, die nichts mit dem Heiler selbst zu tun haben, veränderten.

 

weiterlesen:

http://derstandard.at/2000018659912/Alternativmedizin-Wer-heilt-hat-recht

Juli 7, 2015 - Posted by | Eigene Artikel |

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