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Trennung von Kirche und Staat: SPD-Frauen rüsten zum Großangriff

Der Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen löst Empörung in der eigenen Partei aus. Grund ist die Forderung nach einer „modernen Demokratie“.

Kiel | Verbot religiöser Symbole wie Kruzifixe in Schulen, Rathäusern oder anderen öffentlichen Gebäuden, Aufhebung des Tanzverbots an stillen Feiertagen wie Karfreitag, Ethik- statt Religionsunterricht an Schulen – die SPD-Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Schleswig-Holstein bläst zum Generalangriff auf die Kirchen.

Die Forderungen sind enthalten in einem Antrag der AsF für den Landesparteitag der Sozialdemokraten Mitte März in Neumünster. Moderne Demokratie müsse „in ihrem Kern laizistisch sein“, schreiben die Autorinnen. Dies bedeute, eine „vollständige Trennung von Staat und Kirche“, um so „keine Diskriminierung aufgrund von Weltanschauungen auszuüben“.

In diesem Sinne verlangt die AsF den Rückzug des Staates bei der Erhebung der Kirchensteuer. Auch die sogenannte Ewigkeitsklausel in den Kirchenstaatsverträgen gehöre aufgehoben. Zudem müssten in politischen Diskussionen alle religiös begründeten „Argumente“ fallen gelassen werden, „die gegen die gleichgeschlechtliche Ehe sowie das volle sexuelle und reproduktive Selbstbestimmungsrecht der Frau vorgebracht werden könnten“.

 

weiterlesen:

http://www.shz.de/schleswig-holstein/politik/trennung-von-kirche-und-staat-spd-frauen-ruesten-zum-grossangriff-id9135571.html

März 6, 2015 - Posted by | Presse |

2 Kommentare »

  1. Die richtige Antwort auf „vor Gott“ im GRUNDGESETZ im Widerspruch zu Art 3 (3)! und die freche
    Kampagne, „ihn“ deshalb als Türsteher vor der SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN VERFASSUNG
    zu mißbrauchen.

    Kommentar von Fred Frenzel | März 6, 2015

  2. Der Aufruf der SPD – Frauen zu einer „zeitgemäßen Demokratie“ wäre ggf. die treffendere Formulierung.
    Denn, was heute als „modern“ gilt, kann morgen schon dem Verfallsdatum preisgegeben sein.
    Die Herrschaft des Volkes muss davon unberührt bleiben. Gedachte übermenschliche Wesen, in welcher Form des Daseins auch immer,gehören ins Reich der Märchen und Legenden. Darüber können sich gläubige Menschen austauschen und ihre Rituale ausleben.
    In der Öffentlichkeit hat das m. E. absolut zu unterbleiben.
    Deshalb bleibt die vollständige Trennung von Staat und Kirche der Schlüssel zur Umsetzung der genannten Forderungen.
    Laizismus schränkt zudem die Einflusssphären und Hoheitsansprüche im gesamten gesellschaftlichen Raum ein (z.B. Medien – u. Bildung – Arbeitspolitik)
    Nicht zuletzt könnte die Abschaffung der Sonderprivilegien der Kirchen auch ein Motivationsschub für viele Bürger sein, verlorengegangenes Vertrauen in die Parteipolitik zurückzugewinnen.

    Kommentar von Uwe Kalkbrenner | März 9, 2015


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