gbs Köln

Wie Gott das Gehirn der Gläubigen ruhigstellt

Gibt es Gott oder ist er nur ein Hirngespinst? Religionspsychologen analysieren die Mechanismen des Glaubens – und entzaubern ihn.

Warum glauben Menschen an Gott? Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis für seine Existenz. Trotzdem betrachten sich gut achtzig Prozent der Weltbevölkerung, so geben neueste Statistiken an, als religiös. Sie glauben an ein höheres Wesen, an eine Art Jenseits, sie beten, und sie begeben sich mit anderen Menschen an einen Ort, um Gottesdienst zu feiern. Vier Fünftel der Menschheit: Es sind bemerkenswert hohe Zahlen – und sie sind stabil. Noch im 19. Jahrhundert gingen die meisten Wissenschaftler davon aus, Religion sei ein Phänomen einer absterbenden Kultur, ein Aberglaube der Bildungsfernen in Europa, ein Trost für die Unzivilisierten im Rest der Welt. Es schien bloß eine Frage der Zeit zu sein, bis die meisten Menschen sich einem wissenschaftlichen Weltbild anschließen würden.

 

 

weiterlesen:

http://m.welt.de/welt_print/kultur/article8423718/Wie-Gott-das-Gehirn-der-Glaeubigen-ruhigstellt.html

Dezember 30, 2014 - Posted by | Presse |

3 Kommentare »

  1. „Es sind bemerkenswert hohe Zahlen – und sie sind stabil”. Genau das, diese Stabilität könnte ein Indiz dafür sein, daß die Spezies Mensch ein „mentales Rückzugsgebiet”, einen Ort der Selenhygiene braucht. Das das, historisch bedingt, mit Religion und Gottesgestalten verknüpft wird, mag wiederum zutiefst menschlich sein (er muß sich halt ein Bild machen…).

    Kommentar von ausgesucht | Dezember 30, 2014

  2. Woher kommen die Zahlen, nach denen ca. 90 % der Weltbevölkerung an ein „höheres Wesen“ glauben? Welche „neueren Statistiken“ sind das? Wie sieht es mit den Menschen in den CJK-Ländern aus? Dort gibt es zwar eine Art Ahnenkult – aber keinen Glauben an ein „höheres Wesen“.
    Andererseits habe ich allerdings immer wieder erfahren, dass gerade religiöse Menschen fast immer unfähig sind, ein Leben ohne Glauben an ein höheres Wesen sich vorstellen zu können – das sind übrigens oft auch solche Menschen, die Zeitungsartikel darüber schreiben. Wie neutral oder gar „areligiös“ ist wohl „Die Welt“ bezüglich solcher Themen?

    Kommentar von Rolf Schröder | Januar 5, 2015

  3. Korrektur: 80 % (statt 90 %). Ändert aber prinzipiell nichts…

    Kommentar von Rolf Schröder | Januar 5, 2015


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