gbs Köln

Der deutsche Katholizismus

Böll

Juli 16, 2014 - Posted by | Eigene Artikel |

3 Kommentare »

  1. Danke Heinrich Böll. Das ist die richtige Bezeichnung für die Durchführung ihrer Volksverdummungsversammlung in Leipzig (Katholikentag). Hierfür fordern sie vom Steuerzahler Millionen Euros. Es gibt immer noch Politiker die diese Machenschaften unter stützen. Ein Frontmann ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der bei einer Veranstaltung der Konrad Adenauer Stiftung forderte, die „organisierte Beihilfe zur Selbsttötung“ (Sterbehilfe) unter Strafe zu stellen. Feliz (Glückliches) Belgien, ein sehr katholisches Land, wo vernünftige Regelungen gesetzlich verankert wurden. Es könnte sein, dass es in Belgien einen „anderen Jesus“ gibt, analog sie die Muslime in Malaysia, die sagen, sie hätten einen aneren Allah als zum Beispiel die Türken in der Türkei (O-ton einer Islam Wissenschaftlerin der Humboldt Universität).

    Kommentar von Mathias J. Fleu | Juli 18, 2014

  2. Das Zitat bezieht sich nicht auf den „deutschen Katholizismus“, sondern auf die katholische Presse:

    „Natürlich weiß ich auch, daß ein Autor, der sich als Liberaler, als Protestant oder Marxist mit seiner jeweiligen innerdeutschen Mischpoke herumschlüge, es nicht besser hätte. Nur: der katholische Verein besitzt seiner Natur nach eine massive Geschlossenheit, er verfügt über eine massivmiese Massenpresse, die bis in die bischöflichen Ordinariate, bis ins Bundespräsidialamt hinein auf Schulterklopfen, auf Orden, auf jede Unterstützung rechnen darf.

    In seinem Durchschnitts-„Organ“ ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist. Die Herren Bischöfe waschen da immer ihre ohnehin schon blütenweißen Hände in Unschuld. Jawoll, Gräfin, die haben drei Weißmacher drin, und ganz gewiß, Durchlaucht, die machen diese Scheißblättchen nicht. (Nein, ich meine ja gar nicht „in die Hosen“, ich flehe Sie an, lassen Sie doch bitte Ihren durchlauchtigsten Hörapparat richten!) Kürzer gesagt, der ganze miese Verein ist von oben bis unten feudalistisch eingestellt, und ich meine eingestellt im Sinne eines funktionierenden Waschautomaten.“

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46409457.html

    Kommentar von Max Mahlzahl | Juli 18, 2014

  3. Eine Feststellung, die an Aktualität nichts verloren hat.
    Bölls Fazit fußt auf Erfahrungen,Erkenntnisse und Indizien eines Menschen, der die dunkelsten Kapitel Deutscher Geschichte hautnah miterleben musste.
    Als international anerkannter und erfolgreicher Autor war er zeitlebens ein unbequemer Beobachter und Mahner, der sich von den Mächtigen in Deutschland keinen Maulkorb anlegen ließ.
    Zu den machtbesessenen Höflingen und politisch Einflussreichsten zählte H. Böll mit Recht die Vertreter des Katholischen Klerus.
    Noch heute bündelt er seine Strategiekräfte,gleich einem Monopolunternehmen, in fast allen wichtigen Entscheidungsgremien und Schaltstellen der Politik, weltumfassend!
    Opponieren um jeden Preis, mit jeder Form der Administration, um ihre Existenz zu retten, sich geldwerte und personelle Vorteile zu verschaffen. Erst wenn der Staat in ein neues Gewand schlüpft, hat die Kirche selbstredend die gesellschaftliche Veränderung initiiert.
    Diese Halbwahrheit ist auch 1989 massenwirksam in allen Medien kolportiert worden.
    In beinahe allen Dokumentationen, Fernseh- oder Kinofilmen wird diese Lüge verkauft.
    Die friedliche Revolution, der Zusammenbruch des Ostblocks geht ursächlich auf den Einfluss der Kirchen und der Christen zurück.
    In der Tat sind sie aus dieser Geschichtswendung politisch gestärkt hervorgegangen.
    Ihren Ruf und ihre „Glaubwürdigkeit“ konnte die Katholische Kirche dennoch nicht festigen oder potenzieren. Das Gegenteil ist Realität.
    Die zu Recht erhobenen Vorwürfe gegen die Institution Kirche und ihrer Fürsten sind ein Fanal von verantwortungsbewussten Mitbürgern im 21.Jahrhundert.
    Insofern wünschte ich mir eine Mehrzahl derer,die der Spur H. Bölls und einer anwachsenden Zahl von weltlichen Humanisten,Skeptikern und Religionskritikern folgen.
    Unbeugsam, zielgerichtet und intolerant gegenüber den Intoleranten.

    Kommentar von Uwe Kalkbrenner | Juli 27, 2014


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