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“Wir zahlen nicht für eure Party” – Piraten Leipzig gegen Fördergelder für Katholikentag

Die Absicht des Stadtrates, am Mittwoch dem Plan zu einer Millionenzahlung an den Katholikentag 2016 zuzustimmen, kommentiert die designierte Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann: “Die Leipziger sind zu Recht empört darüber, einer derart umstrittenen und zudem sehr reichen Institution einen absurd hohen Betrag dafür zahlen zu müssen, dass diese so gnädig ist, ihr Treffen bei uns abzuhalten. Wir haben städtische Schulden von derzeit etwa 700 Millionen Euro, wir streichen bei Jugendprojekten und soziokulturellen Einrichtungen, wir können Schulkindern nicht mal ein anständiges Klo anbieten – das ist beschämend!
.
Auf der anderen Seite findet der Leipziger Katholikentag im Bistum Dresden-Meißen statt, welches über einen eigenen Haushalt von 60 Millionen Euro verfügt. Außerdem zahlt bereits der Freistaat Sachsen drei Millionen Euro an die Veranstalter. Es gibt einfach klare Prioritäten – ein Katholikentag gehört nicht dazu.” Die Piraten stehen für eine klare Trennung von Kirche und Staat. Der Staat hat sich aus weltanschaulichen Bestrebungen jeder Art herauszuhalten. Sie sehen es daher nicht als  Aufgabe der Allgemeinheit, eine religiöse Großveranstaltung finanziell zu unterstützen. Aus diesem Grund lehnen sie auch eine reduzierte Förderung ab. Gabelmann kündigt an: “Ich werde den Protest nach Kräften unterstützen und fordere die Leipziger auf, Position zu beziehen und den derzeit noch amtierenden Stadträten klar ihre Wünsche zum Ausdruck zu bringen. Man kann in den Fraktionen anrufen und fordern, dass die Stadträte entsprechend handeln.Ich freue mich über alle Leipziger, die solche Möglichkeiten wahrnehmen.”

 

Juli 15, 2014 - Posted by | Presse |

3 Kommentare »

  1. Die meisten Großveranstaltungen bringen ein sattes Plus in die Kassen der Kommunen, weil viele Besucher ihre Geld dort lassen (Übernachtungen, Essen etc.) und die Steuereinnahmen usw. steigen. Die Geschäfte verzeichnen ebenfalls ein Umsatzplus.

    Wenn Leipzig aber das Geld der Katholiken nicht will, sollte man sich einen anderen Ort überlegen.

    Kommentar von Max Mahlzahl | Juli 16, 2014

  2. „Wenn Leipzig aber das Geld der Katholiken nicht will, sollte man sich einen anderen Ort überlegen.“

    …am besten auf einem anderen Planeten.

    Kommentar von Bruno | Juli 16, 2014

  3. Mein Vorschlag für einen angemessenen Veranstaltungsort für den Katholikentag ist die Sagen umwobene Stadt „Atlantis“.
    Ebenso eine von vielen Mythen und Legenden,wie die „Heilige Schrift“. Nur Letztere ist von besessenen, aber phantasiebegabten Jenseitsfanatikern frei erfunden und aufgeschrieben worden.
    Atlantis ist versunken, die Katholische Kirche befindet sich auf gutem Kurs in Richtung Tiefgang/ Untergang.
    20.000 Meilen unter dem Meer können sie mit Neptun,Nixen und Co. den geistlich – verwässerten Austausch weiter pflegen.
    Ob das Leben unter Wasser für die christliche Elite auch so zuckersüß schmeckt, wie hier auf Erden, ist nicht verbürgt. Glauben daran, verstärkt die Gewissheit.
    Zumindest könnten Kleriker die Menschheit auf deren Kosten nicht mehr verdummen.

    Kommentar von Uwe Kalkbrenner | Juli 27, 2014


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