gbs Köln

Grüne gegen strikte Trennung von Kirche und Staat

Die Grünen-Politiker Sven Giegold und Winfried Kretschmann haben sich in einem parteiinternen Thesenpapier gegen einen Laizismus ausgesprochen. Damit stellen sie sich gegen Teile ihrer eigenen Partei.

Eine striktere Trennung von Kirche und Staat führe zu einem Gesellschaftsbild, das nur noch den Staat und den einzelnen Bürger kenne. Dabei bleibe der Zusammenhalt in der Gesellschaft auf der Strecke, heißt es in dem Papier des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Kretschmann und des Europa-Abgeordneten Giegold. Der Staat profitiere von Glaubensgemeinschaften, weil sie die Gemeinschaft förderten. „Die Religionsgemeinschaften bilden Werte aus, die die Bürger_innen in das Gemeinwohl einbringen, sie bilden Sozialformen und Organisationen aus, in denen diese gelebt werden können, und sie können dadurch auch zum kritischen Korrektiv für den Staat selbst werden“, formulieren die Grünen-Politiker in dem Papier. Entsprechend solle der Staat religiöse Gruppen, auch muslimische, fördern und sich einem Laizismus entgegenstellen.

 

 

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http://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/gruene-gegen-strikte-trennung-von-kirche-und-staat-88334/

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Juni 17, 2014 - Posted by | Presse |

2 Kommentare »

  1. Die Trennung von Kirche und Staat ist überfällig, Ich denke, das es den Grünen bald so ergehen wird wie den Liberalen, die den Liberalismus durch ihre „Kirchenfreundlichkeit veraten haben, Rösler im Zentralkommité der Katholen. Religion ist nun einmal Volksverdummung, wie August Bebel und andere, es im 18. Jahrhundert feststellten, daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Kommentar von Mathias J. Fleu | Juni 18, 2014

  2. Wenn die Grünen – Politiker Giegold und Kretschmann dieser Polarität (Staat und Kirche) eine solche überhöhte Bedeutung beimessen, so ist das eine fatale und wirklichkeitsferne Fehleinschätzung der gesellschaftlichen Befindlichkeiten.
    Dagegen spricht nicht nur der anhaltende Exodus, sprich Mitgliederschwund beiden „Großkirchen“.
    Kirchen sind dem Staat (und einiger ihrer Vertreter) ein willkommener Dienstleister in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen ( Altenheime, Schulen, Krankenhäuser etc.)
    Sie übernimmt Pflichtaufgaben die dem Staat obliegen. Zu kostengünstigeren Konditionen und weniger Verwaltungsaufwand.
    Mit Demokratieverständnis hat das indessen nichts zu tun.
    Das Gegenteil ist zutreffend. Die öffentliche Hand trägt die Kosten der Einrichtungen und die Kirche diktiert als Steuermann die inhaltlichen und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen (der dritte Weg)
    Die steigende Tendenz der konfessionell ausgerichteten Schulen( Freie Trägerschaft) in Deutschland ist so ein unrühmliches Beispiel.
    Das Frühgebet, der Gottesdienst und der Anblick des Kreuzes im Gebäude gehören dann auch für den kirchenfernen Schüler zum Selbstverständnis?
    An Orten, wo erstrangig Bildung vermittelt werden soll, begleiten Rituale aus der Zeit des deutschen Kaiserreiches wieder den Lernalltag?
    Dieser dekadenten Wertevermittlung sollten demokratisch gesinnte Mitbürger ein kollektives und vernehmbares „Nein“ entgegenhalten.
    Religion, gleich welches Gottesbild, die „Zwangsvermittlung“ von Bibelinhalten und anderer sog.“ Heiliger Schriften“ sind kein Bildungsauftrag und gehören ausschließlich in die Räume der Kirche, bzw. sind Privatangelegenheit.
    Kulturgeschichte kann als Bestandteil des Faches LER vermittelt und diskutiert werden.
    Im Land Brandenburg haben Bildungsministerium und Pädagogen mit diesem „Fahrplan“ gute Erfahrungen gemacht.
    Hier wäre eine passende Gelegenheit,auch religionskritische Diskussionen zu führen.
    Eine Bezugnahme zu den aktuellen, religionsmotivierten Kriegsereignissen in der Welt ist kein Tabuthema. Religiöse Fundamentalisten gefährden zunehmend das friedliche Gleichgewicht und torpedieren die parlamentarische Demokratie.
    Diese Tendenz sollten auch die beiden Herren der Grünen nicht aus ihrer Wahrnehmung wegblenden.
    Vielmehr sollte ihre geneigte Aufmerksamkeit denen gelten, die sich dem weltlichen Humanismus mit seinen ethischen Normativen verpflichtet fühlen und damit dem selbstverantworteten Leben – ohne jegliche dogmatische Fremdbestimmung und Gottesfurcht – den Vorrang geben.

    Kommentar von Uwe Kalkbrenner | Juni 18, 2014


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