gbs Köln

Bischofskonferenz soll ins „moralisch ausgebrannte“ Berlin

In Berlin hat es die Katholische Kirche besonders schwer. Nun fordern immer mehr Bischöfe dort ein verstärktes Engagement – und schlagen einen Umzug der Bischofskonferenz von Bonn nach Berlin vor.

Kurienerzbischof Georg Gänswein steht einem Umzug der katholischen Deutschen Bischofskonferenz von Bonn nach Berlin offen gegenüber. „Wenn eine geografische Standortänderung zu einer Verschlankung und Verbesserung führt, kann diese Initiative nur unterstützt werden“, sagte Gänswein, der auch einer der beiden Privatsekretäre des Papstes ist, der in Würzburger erscheinenden Tageszeitung „Die Tagespost“. Weiter fügte er hinzu: „Entweltlichung ist ein verbal unausgesprochenes, aber sachlich höchst präsentes Stichwort im Pontifikat von Papst Franziskus.“

weiterlesen im Originalartikel

Kommentar dazu:

ausgerechnet die Organisation, die Schuld am Tod von mehr als  100 Millionen Menschen hat, spricht vom „moralisch ausgebrannten Berlin“.

B.V.

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März 8, 2014 - Posted by | Presse |

2 Kommentare »

  1. Ist nicht neu. Der Katholizismus will immer in die Nähe der Macht.

    Kommentar von Mathias J. Fleu | März 9, 2014

  2. Ein wenig erfüllt mich die Tatsache ja mit Stolz, dass sich eine Mehrheit der Ostdeutschen und Berliner von der Religion und seiner verlogenen Doppelmoral abgewendet hat.
    Oder treffender formuliert!
    Die besagte Zielgruppe hat sich auch in den vergangenen 25 Jahren ihrer „Freiheit zum Glauben“, nicht von dem Firlefanz, der Glaubensdoktrin und dem nervenden Glockengebimmel beeindrucken und einfangen lassen.
    Ich denke, dass diese autonome Entscheidung dieser Menschen nicht nur deshalb getroffen worden ist, um der unsäglichen Kirchensteuer zu entgehen.
    Wir haben eben gelernt, selbst zu denken und die Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen.
    Märchen und Legenden aus der Bronzezeit taugen in keiner Situation des realen Lebens dazu Richtlinien und Lebensmaxime für den selbstbestimmten und gebildeten Menschen aufzustellen.
    Mögen auch einige Unbedarfte und ideologische Scharfmacher die gesellschaftlichen Verhältnisse des anderen deutschen Staates im Nachgang mit noch so diffamierenden und auf Unwissenheit der geschichtlichen Ereignisse beruhenden Argumenten daherkommen – das vermittelte und gelebte Fundament des Humanismus in der DDR, auch in Gestalt einer fundierten Wissensvermittlung auf den Gebieten der Natur,- u. Geisteswissenschaft und Philosophie haben m.E. auch und im Besonderen positive kulturelle und soziale Effekte mit nachhaltiger Wirkung hinterlassen.
    Die in Kürze wieder stattfindenden humanistischen Jugendfeiern werden erneut ein beredtes Beispiel dafür sein, die humanistischen Traditionen zu pflegen und weiter zu festigen.

    Ausgebrannt und begründet hoffnungslos scheint mir indes der „Glaube“ vieler Mitbürger zu sein, dass der Klerus in irgendeiner Form ihrem Einfluss auf die Politik Geltung verschafft, dem ansteigenden Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich mutig und konsequent entgegenzutreten.
    Ich muss kein „Prophet“ sein um zu konstatieren: Es bleibt bei butterweichen Kanzelreden und blumig/ seichten Appellen an die Milliardäre dieses Landes, an das private Bank,- u. Versicherungswesen und an die Finanzjongleure des internationalen Kapitalmarktes.
    Der Klerus hat in allen Epochen der Zeitgeschichte das Kunststück beherrscht, durch geschickte Strategie und Taktik entweder selber die weltliche Macht auszuüben, oder ein überlebenssicheres und fürwahr einträgliches Bündnis mit den Herrschenden zu schmieden.

    Und wer von den heutigen Sonnenkönigen zieht schon freiwillig den Stöpsel aus der Badewanne, in der man doch so genüsslich von dem Leben nach dem Tode träumen kann?

    Millionen von kirchenkritischen, selbstbestimmten Mitbürgern haben längst die Erkenntnis gewonnen,dass Altruismus, eine diesseits ausgerichtete humanistische Ethik, Solidarität und die umfassende Durchsetzung der Menschenrechte gänzlich ohne die Krücke Religionen, deren Vertreter und des persönlichen Glaubens auskommt.
    Die Auflösung der Bischofskonferenz und ihrer nachfolgenden Strukturen käme dagegen vielen Menschen sehr entgegen.
    Quacksalber und Heilsversprecher haben wir in diesem Land zu genüge.
    Den Gänsewein können die Herren in Rot mit ihren Haushälterinnen und dem Heiligen Geist in trauter Gemeinschaft schlabbern. Aber bitte auf eigene Rechnung!
    Insofern ist der Umzug der Bischofskonferenz von Bonn nach Berlin ad absurdum geführt.
    Überdies sei angemerkt: Die mit dem Umzug entstehenden Kosten wären in bundesweiten Schulprojekten der humanistischen Aufklärung zukunftsorientierter angelegt.
    .

    Kommentar von Uwe Kalkbrenner | März 12, 2014


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