gbs Köln

Der Säuglingspenis als Kulturträger

Noch immer wird bei uns die Knabenbeschneidung aus religiösen oder traditionellen Gründen praktiziert. Die Verteidiger dieser Praxis reklamieren, mit dem Verzicht auf die Entfernung von Hautlappen an Säuglingspenissen drohe die Totalzerstörung ihrer Kultur. Höchste Zeit, umzudenken.

 

weiterlesen im Originalartikel

Februar 22, 2014 - Posted by | Presse |

3 Kommentare »

  1. Wir sollten mal genauso umdenken. Es gibt keinen Grund, die Nicht-Beschneidung des Mannes nun von der fundamentalistischen Seite her anzugehen und als Sakrileg im umgekehrten Sinne zu verachten.

    Es ist für den Mann ein hygienischer Fortschritt, beschnitten zu sein. Ich wurde trotz einer dem Hausarzt und den Eltern schon früh bekannten Phimose als Kind leider nicht beschnitten, wegen schlichter Unsicherheit der Eltern und Unklarheit des Arztes (bin in einer „frommen“. um nicht zu schreiben „frömmelnden“ Gegend aufgewachsen, in der es in christlichen, von Nonnen geführten Krankenhäusern zu meiner Jugend noch nicht mal Bäder gab) und mußte mich dieser Prozedur deshalb erst nach der Pupertät unterziehen. Das ist zu dem späten Zeitpunkt dann, mit Verlaub, eine elende Quälerei, die man niemanden wünschen sollte (außer allen fundamentalistischen Zauselbärten, versteht sich…), stellen Sie sich dazu einfach mal vor, sie bekommen eine Erektion am frisch operierten Penis (und sie kriegen natürlich garantiert eine!). Das tut dann ein paar Wochen lang höllisch weh, da an schneller Abhilfe nicht zu denken ist….

    Wäre die OP schon als Kleinkind geschehen, wäre es ganz ohne Aufsehen abgegangen und sofort wieder vergessen gewesen. Ich beneide aufgrund meiner Erfahrung meine jüdischen männlichen Mitmenschen um diesen Brauch, da wäre mir einiges erpart geblieben..

    Heute sehe ich es so: Es ist wesentlich angenehmer, für die Augen gefälliger (sagt auch meine Frau) und natürlich hygienischer, als Mann beschnitten zu sein. Man sollte allen Eltern empfehlen, es genauso wie eine Impfung bereits beim Kleinkind vorzunehmen.

    Daß es DESWEGEN dann in Deutschland mehr Nobelpreisträger gibt, steht wohl nicht zu befürchten.

    Kommentar von Klaus | Februar 25, 2014

  2. Eine Phimose ist kein Grund für eine Beschneidung, eine Paraphimose ist es, eine Phimose heilt man inzwischen zu 80%+ mit einer Salbe und Dehntherapie.
    Im Übrigen ist es für eine Kind gefährlicher beschnitten zu werden als für einen Erwachsenen, da eine Vollnarkose bei einem Kleinkind viel schwieriger zu dosieren ist, ohne Vollnarkose ist es eine Quälerei, da dem Kind hinterher auch keine starken Schmerzmittel für die Wundheilung verabreicht werden (würde sich eine Erwachsener nicht gefallen lassen, aber mit Kindern kann mans ja machen). Der Penis eines Kindes ist auch noch im Wachstum, man kann nie wissen wie das Endergebniss dann mal aussehen wird, bei einem Erwachsenen schon. Eine Errektion bei einem Erwachsenen ist mit Medikamenten verhinderbar in der Zeit der Heilung.
    Die lebenden jüdischen männlichen Mitmenschen können Sie gerne um diesen Brauch beneiden, da ein Mohel allerdings keine medizinische Ausbildung hat und es für eine Baby schon ausreicht ein Schnapsglas voll an Blut zu verlieren um zu sterben würde ich an Ihrer Stelle die jüdischen männlichen Babys wohl eher nicht beneiden.
    Alles andere ist Ihre persönliche Meinung, die andere Menschen übrigens genauso auch bei Frauen haben:
    Für eine beschnittene Frau (Labioplastik) ist es wesentlich angenehmer, diese Beschneidung ist für die Augen gefälliger (sagt auch mein Mann) und natürlich hygienischer (was sich so alles zwischen den Schamlippen ansammelt .. brrrr). Man sollte allen Eltern empfehlen, eine Labioplastik genauso wie eine Impfung im Kleinkindalter bei ihrem Mädchen vorzunehmen … blablabla.

    Was zählt ist die eigene Meinung, jeder Erwachsene hat in Deutschland das Recht sich beschneiden zu lassen (ja, auch Frauen : Labioplastik), aber Kindern möchte man diese Selbstbestimmung nehmen, bzw nicht Kindern sondern nur Jungs, das verstößt gegen Art. 1, 2, 3 und 4 des GG, wer so etwas fordert und an Kindern praktiziert gehört eigentlich sofort vor Gericht und danach weggesperrt oder alternativ aus diesem Land verwiesen.
    Aber wir wissen ja alle warum das nicht so ist, weil es in Deutschland das Allerhöchste ist als nicht judenfeindlich dazustehen, Kinderschutz kommt erst weit weit danach; und schließlich sind es auch ja nur Jungs .. richtig ?
    Ein Stückchen Haut bei einem Mädchen zu entfernen (Kliteropexie – Klitorisvorhautreduktion) wird als Genitalverstümmelung gewertet, ein Stückchen Haut (und zwar weit mehr Haut) bei einem Jungen zu entfernen ist auf wundersame Weise auf einmal eine Beschneidung die im elterlichen Erziehungsrecht liegt, keine Wunder das andere Länder die auch solche Formen des Mädchenbeschneidung praktizieren die westlichen Staaten mit ihrer Dopplemoral als Heuchler bezeichen und sich einen Dreck darum scheren was wir westlichen Heuchler über die Mädchenbeschneidung zu sagen haben.
    Entweder gilt das Recht auf den Schutz der genitalen Integrität, das Recht der körperlichen Unversehrtheit und das Recht auf (sexuelle) Selbstbestimmung für alle Kinder oder eben nicht !

    Kommentar von Zash | März 2, 2014

  3. *
    Kindervorhautbezogen erregt sich die medizinische Elite der Landeshauptstadt,
    die große Stunde der Beschneidungs-Charismatiker ist nahe.

    Ein neugedrucktes Buch hält man hoch,
    noch nicht ganz den Koran:

    Einladung zur Pressekonferenz: Die Beschneidung von Jungen und ihre Folgen

    Prof. Dr. Matthias Franz stellt die neuen Erkenntnisse zu diesem Thema und sein neues Buch vor und stellt sich den Fragen der Presse:
    am Donnerstag, den 13.03.2014
    um 11:30 Uhr
    am Universitätsklinikum in Düsseldorf.

    http://www.v-r.de/de/newsdetail-1-1/einladung_zur_pressekonferenz_die_beschneidung_von_jungen_und_ihre_folgen-338/
    *
    *
    “Auch kleine Jungen werden durch die genitale Beschneidung großem Leid und bedeutenden Risiken ausgesetzt”

    Wenn es für den Professor kleine Jungen gibt, dann doch wohl auch große Jungen. Zielsicher schweigt sich Franz darüber aus, dass auch die größeren Jungen durch die Amputation der Vorhaut (einschließlich beispielsweise von Gefurchtem Band und ggf. Frenularem Delta) im Hinblick auf die genitale Sensitivität ebenso sehr so verstümmelt werden wie ein Mädchen mit dem Verlust von Labia minora oder Klitoris.

    “Und dies begründet letztlich auch den Primat der körperlichen Unversehrtheit nicht einwilligungsfähiger Kinder vor den religiösen Bedürfnissen von Erwachsenen. Wir müssen sie auf der Grundlage unserer Verfassung schützen.”

    Gibt es für Professor Matthias Franz in Bezug auf die HGM (FGM oder MGM) auch einwilligungsfähige Kinder, die der Staat nicht schützen muss?

    Er scheint, wie Anne Lindboe, die Beschneidung auf Kinderwunsch zu tolerieren:

    “Jawohl, ich bin – wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen aufgrund meiner ärztlichen Erfahrungen ganz klar gegen die nicht-medizinisch indizierte Zwangsbeschneidung von kleinen, nicht einwilligungsfähigen Jungen. Die betroffenen Jungen haben heute bei uns keine Stimme.”

    Eine “Stimme” zu haben heißt, ausrufen zu dürfen: Ich will beschnitten werden. Man strebt zum medizinethischen Standard der kenianischen Mau-Mau-Rebellen (Ngaitana – I will circumcise myself; FGM) oder der südafrikanischen Xhosa (Ndiyindoda – I am a man; MGM) und versteckt sich, um die Beschneidungspflicht der Scharia nicht zurückweisen zu müssen, hinter der Floskel von der Genital Autonomy.

    Man macht also gar nichts gegen die Beschneidung, Norwegens Gesundheitsminister Bent Høie hat den Gesetzesvorschlag für die nächsten fünf Wochen angekündigt.

    Høie said work was underway on a draft bill to regulate circumcision, which will be ready before Easter. But he said the legislation will not fall under criminal law. “Unlike female genital mutilation, circumcision of boys is not illegal,” he said. “It’s not applicable to impose any prohibition against it.”

    http://www.newsinenglish.no/2014/02/06/push-to-change-circumcision-laws/

    Nichts anderes bezweckte die jungen- und männerfeindliche Herangehensweise der OSLO RESOLUTION. Nach ihr soll dem schariapflichtigen skandinavischen Jungen Krankenhaus oder Arztpraxis zur Bühne der Charakterprüfung werden, auf der er sich zwischen Vorhautbesitz und Familienehre bzw. zwischen Vorhautamputation und Gotteslästerung entscheiden muss.

    Allahs Genitalautonomie, demnächst ja vielleicht nach der WHO-Klassifikation als FGM Typ Ia oder IV für die schafiitischen Mädchen.

    Mit einem beschneidungsbegeisterten Let boys decide for themselves whether they want to be circumcised liefern Skandinaviens Kinderrechtsbeauftragte wie Anne Lindboe (N), Fredrik Malmberg (S), Maria Kaisa Aula (FIN) oder Per Larsen (DK) bereitwillig die etwas größeren Jungen dem Verstümmelungsritual aus, was den britischen Allgemeinmediziner Antony Lempert aufjubeln ließ: This important statement by the Nordic child protection experts … Children’s basic rights to bodily integrity and to form their own beliefs, das Wörtchen and zwangsintegriert uns das Wunschverstümmeln.

    Auch der Sprecher des UK Secular Medical Forum (SMF) also findet den Beschneidungswunsch eines norwegischen Sechzehn- oder Fünfzehnjährigen (Etter norsk lov har en 15-åring selv rett til å bestemme over religiøse forhold, mens 16 år er den helserettslige myndighetsalderen, zu Reidar Hjermann 2011) oder Dreizehnjährigen (non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed, Anne Lindboe 2014 lt. JTA) einfach prima.

    Zurück zur deutschen Lobby der Kinderwunschbeschneidung. Dr. Franz:

    “Erwachsene sollten die Genitalien von Kindern in Ruhe lassen! Sie gehören nur ihnen selbst.”

    Ngaitana oder Ndiyindoda rufend will das gottesfürchtige oder traditionsbewusste größere Kind zeitnah genital verstümmelt werden und freut sich sehr auf die morgige Pressekonferenz im Düsseldorfer Universitätsklinikum. Auch Matthias Franz billigt den genitalautonomen Wunsch beispielsweise des elfjährigen Tahsin (KiKA 2014) nach dem Beschnittenwerden. Ernsthafter Kampf gegen die männliche Beschneidung (Genitalverstümmelung) sieht anders aus.

    Beschneidung ist Beschneidung, ob sie dem Säugling bzw. Kleinkind aufgezwungen wird oder ob das ältere Kind dem Gruppenzwang angeblich freiwillig Folge leistet, um nicht in der Hölle zu brennen oder den Stamm nicht zu entehren (EAST IS EAST: Now, how I looking mullah in the bloody face, ’cause your son got bloody tickle-tackle!).

    Schluss mit der Zwangsbeschneidung oder Wunschbeschneidung der Minderjährigen!

    Keine Beschneidung unter achtzehn Jahren!

    http://www.v-r.de/de/newsdetail-1-1/was_tue_ich_da_meinem_sohn_eigentlich_an_die_beschneidung_von_jungen_und_ihre_folgen-337/
    *
    *
    Manche Säuglingsbeschneidungsgegner stellen sich nicht als ernsthafte Intaktivisten heraus, sondern als Spätbeschneidungsfreunde. Statt Zwangsbeschneiden oder Nichtbeschneiden geht es ihnen, postmodern und schariakompatibel, zum Spätbeschneiden auf Kinderwunsch.

    Schon am 21.07.2012 unterschied Spätbeschneidungsfreund Matthias Franz explizit zwischen den schützenswerten “kleinen Jungen” und den zu erschließenden, auf eigenen Wunsch verstümmelbaren größeren Jungen, sich zum Thema Islam ganz erleichtert auf Muslimbruder Nadeem Elyas berufend. MOGiS und Holm Putzke signierten unbekümmert:

    “Kernpunkt ist die Abwägung der Grundrechte auf Religionsfreiheit von Erwachsenen mit dem Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung sowie die Achtung seiner Würde. … Anwendung von (sexueller) Gewalt gegenüber nicht einwilligungsfähigen Jungen sein … die Entfernung einer gesunden Vorhaut bei einem gesunden, nicht einwilligungsfähigen kleinen Jungen gibt … eine Beschneidung in einwilligungsfähigem Alter … Es herrscht eine bemerkenswerte Verleugnungshaltung und Empathieverweigerung gegenüber den kleinen Jungen, denen durch die genitale Beschneidung erhebliches Leid zugefügt wird … Warum sollte man nicht warten, bis der Betroffene einsichtig zustimmen kann?”

    Zitiert aus dem die erhebliche körperliche Beschädigung jeder Zirkumzision und den innermuslimischen Gruppendruck zum Beschnittensein, dem sich kein Jugendlicher entziehen kann, verkennenden Offenen Brief: „Religionsfreiheit kann kein Freibrief für Gewalt sein“

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/offener-brief-zur-beschneidung-religionsfreiheit-kann-kein-freibrief-fuer-gewalt-sein-11827590.html
    *

    Kommentar von Düsseldorfer | März 12, 2014


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