gbs Köln

Die Bibel

The Bible

September 9, 2013 - Posted by | Eigene Artikel

2 Kommentare »

  1. Die meisten landeskirlichen Katholiker und Protestanten sehen sowieso die Bibel als eine Ansammlung von menschlichen Gedanken und Erfahrungen über Gott.
    Die darin Gott zugeschriebene Gewalt kommt aus der menschlichen Sünde.

    Gräueltaten in der Bibel stören mich nicht mehr als Gräueltaten in den Schriften von Luther, wie ich hier erkläre:
    http://lotharlorraine.wordpress.com/2013/08/15/on-luther-hitler-and-religious-confusion/

    Bitte sehen Sie nicht den Link als Eigenwerbung für meine eigene Person sondern als Einladung zu einer respektvollen Diskussion.

    Falls es ihren Regeln nicht entspricht dürfen sie gern meinen Kommentaren völlig auslöschen, ich will jeden sinnlosen Konflikt vermeiden.

    Liebe Grüsse aus Lothringen.

    Lothars Sohn – Lothar’s son
    http://lotharlorraine.wordpress.com

    Kommentar von lotharson | September 10, 2013

  2. Werter lotharson,

    Ihre Ausführungen zur Thematik Bibel sind von ihrem Umfang her betrachtet eine Fleißleistung.
    Leider verschweigen Sie, welcher Glaubensausrichtung Sie angehören.
    Das wäre für die Diskutanten sehr hilfreich.
    Schon eingangs setzen Sie die Behauptung, dass viele Vertreter der katholischen wie auch der evangelischen Fraktion die Bibel als ein von Menschen erdachtes Werk ansehen. Wissenschaftliche Erhebungen zu dieser Frage liegen mir zwar auch nicht vor.
    Angesichts der objektiven Weltereignisse in Geschichte und Gegenwart wäre dieser Umstand allerdings nicht so absurd.
    Die Aufforderung zum Abschlachten der sogenannten „Nichtgläubigen“ wird in den verschiedensten Kapiteln des Alten, wie auch des Neuen Testaments im Namen des zornigen, eifersüchtigen und rachesüchtigen Gottes immer wieder hervorgehoben.
    Genozid – durch ein gedachtes, imaginäres Wesen legalisiert und legitimiert.

    Das über Zweitausend Jahre dominierende Christentum mit ihren Religionen hat die Menschheit weltweit in ihrem Streben nach Frieden, Humanität und Gerechtigkeit immer wieder zurückgeworfen. Nicht zu vergessen, die mit Hilfe der Religionsdoktrin verhinderten Potentiale und Möglichkeiten der Naturwissenschaften, der Bildung, der Medizin etc.
    Millionenfaches Leid durch Krieg und geistige Unterdrückung haben die Spezies Mensch immer wieder an den Abgrund seiner Existenz gedrückt, ihn in seiner Entwicklung zurückgeworfen.
    Stattdessen wurde der Mensch mit irrealen Bibelinhalten dumm gehalten, wurde ein Zustand der Angst erzeugt. Die Bestrafung der Sünden im Angesicht der Hölle war immer gegenwärtig.
    Liturgien, Psalme und Gebete anstatt Zugang zu Bildung und zeitgemäße Aufklärung für alle Bürger, wie ihn bereits das antike Griechenland kannte. Despotisch durchgepeitscht in Heiliger Allianz von Papst und Krone. Alles für den Erhalt ihrer Machtstrukturen.

    Welche Sünde denn eigentlich?
    Zweifel, Wissenserweiterung, Forscherdrang, Lebensfreude, allgemeingültige Menschenrechte?
    Mitsamt Attribute und Forderungen, die geeignet sind seiner Frömmigkeit und geistigen Erniedrigung zu entkommen!
    Ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ohne Demutshaltung und göttlicher Bevormundung.
    Ein laut vernehmliches „JA“ für ein sinnerfülltes Diesseits im Hier und Heute, mit allen Höhen und Tiefen,die das Leben bereithält. Ohne Angst vor ein Strafgericht, oder der Aussicht auf Belohnung für treue Dienste als Schaf in der Schafherde.
    Wer sich Verantwortung und Chance für das Diesseits bewusst ist, ist auch bereit alle Kräfte dafür zu mobilisieren, dass diese Welt auch für künftige Generationen erhalten und lebensfähig bleibt.
    Insofern ist für mich persönlich jegliches Hindenken auf ein in Aussicht gestelltes Ewiges Leben, wie es die Bibel so farbenprächtig, väterlich- pastoral beschreibt nur eine Seifenblase und weniger erstrebenswert.
    Religion kann eine mögliche Denk, – und Verhaltensweise sein, die spirituell für manche Menschen die Angst vor dem Tod und dem Nichts nehmen mag. Aber eben doch nur eine Illusion oder eine vage Hypothese, deren Wahrheitsgehalt, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, mehr als fragwürdig erscheint.
    Es bleibt Ihnen persönlich dabei unbenommen, Ihren Glauben zu leben. Das möchte und will ich Ihnen nicht absprechen. Ob die Bibel dabei als Leitmotiv noch den Grundzügen und Erfordernissen unserer modernen Zivilgesellschaft entspricht, bezweifle ich mit Nachdruck.
    Glaube ist und sollte jedoch Privatsache bleiben.
    Diese Aussage stützt die Forderung der säkularen Szene nach einer eindeutigen Trennung von Staat und Kirche bzw. den zur Neutralität verpflichteten Staat zur Religion.

    Humanisten, Naturwissenschaftler, Religionskritiker,Philosophen oder Kunstschaffende unserer Zeit bieten jedem Interessierten und Neugierigen einen wahren Fundus an Literatur, der bestens geeignet ist, dass persönliche Welt,- u. Menschenbild auf den Prüfstand zu stellen.

    Kommentar von Uwe Kalkbrenner | September 17, 2013


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