gbs Köln

Was macht eine evangelische Kita evangelisch?

Wer seine Kinder in einer evangelischen Kita anmeldet, erwartet nicht unbedingt, dass ihnen dort kirchliche Inhalte vermittelt werden. Häufig ist es die Nähe zur eigenen Wohnung, die ausschlaggebend ist, oder es sind die guten Öffnungszeiten oder schlicht die Tatsache, dass es in der Umgebung keine andere Kita gibt. Kindertagesstätten in evangelischer Trägerschaft sind wie alle anderen auch verpflichtet, Kinder unabhängig von ihrer Religion oder Weltanschauung aufzunehmen. So kommt es an einigen Orten dazu, dass zum Beispiel der Anteil muslimischer Kinder in einer evangelischen Kita über 80% liegt. Was können solche Einrichtungen ein evangelisches Profil haben?

 

weiterlesen im Originalartikel

bei www.evangelisch.de

August 8, 2013 - Posted by | Presse |

3 Kommentare »

  1. …das zeigt mal wieder, dass in den kirchlichen Kitas religiöse Indoktrination ausgeübt wird und werden soll. Das ist nichts anderes als geistige Kindesmißhandlung.
    „Der Mensch ist das Ebenbild Gottes“. Das wäre dann aber ein recht erbärmlicher Gott.

    B.V.

    Kommentar von Bruno | August 8, 2013

  2. Was bedeutet der Satz „Was können solche Einrichtungen ein evangelisches Profil haben?“

    Kommentar von Zeisix | August 8, 2013

  3. Unter Religionsfreiheit ist nicht nur die Freiheit zur Ausübung einer Religion, sondern auch die Freiheit von religiöser Bevormundung zu verstehen. Ein Aspekt, der in der öffentlichen Diskussion wenig diskutiert wird, ist die Gefahr frühkindlicher Prägung durch „Indoktrinierung“ der durch den Träger der Kinderkrippen vertretenen (häufig religiösen) Weltanschauung.
    Art. 14 des UN-Zivilpakts („Menschenrechte“) definiert die Garantie der Religionsfreiheit wie folgt:
    „Die Vertragsstaaten achten das Recht des Kindes auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit……“
    Der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD Huber äußerte sich wie folgt : “In kirchlichen Kindertagesstätten kirchlicher Trägerschaft finden sich regelmäßig ungetaufte Kinder, Kinder aus anderen Religionen oder auch aus dezidiert säkularen Familien. Für konfessionelle Träger heißt das zweierlei: Erstens bieten sich missionarische Chancen für die christlichen Kindertagesstätten. Indem sie ungetauften Kindern inspirierende Erlebnisse mit dem Bildungsmaterial des christlichen Glaubens ermöglichen, laden sie auf menschenfreundliche und unaufdringliche Weise zum Glauben an Jesus Christus ein“. (aus einem Beitrag im Internet)
    Aus der Presse der lokalen Ostfriesischen Tageszeitung (ich wohne in der Stadt Norden) war zu lesen: „Die „Ostfriesische Bibelgesellschaft“ wird kostenlose „kindgerechte Bibeln“ an alle Kitas (Kinderkrippen) in Ostfriesland „verteilen“…… „Ein Schelm, der hier keinen Zusammenhang sieht“ !
    Aufgrund des geringen Angebotes freier Krippenplätze besteht für Eltern insbesondere in ländlichen Gebieten (wie im Kreisverband Ostfriesland und in unserer Region) selten eine Auswahl, bei welchem Träger sie ihr Kind betreuen lassen können und sehen sich deshalb dazu genötigt, sich und ihr Kind entweder einen langen Anfahrweg zuzumuten um das Kind in einer nicht-religiösen KITA betreuen zu lassen, oder das Kind in einer Einrichtung unter kirchlicher Trägerschaft anzumelden. Viele Eltern möchten, dass ihr Kind „Weltanschaulich neutral“ erzogen wird, was in KITA-Einrichtungen, die unter kirchlicher Trägerschaft stehen, eben gerade nicht respektiert wird
    Der international „anerkannte“ dänische Familientherapeut und KITA-Kritiker Jesper Juul sagt: „Die Frage, wie jemand leben will, kann jeder nur für sich beantworten. Das ist eine existenzielle Entscheidung, die kein anderer treffen kann. Eltern sollten nur bedenken, dass sie immer auch für ihre Kinder wählen.“
    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Kommentar von Herbert Zinnow | August 8, 2013


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