gbs Köln

Kirchenrecht bleibt leider so, wie es schon immer war

Gerade 40 Sekunden benötigte der Bundestag, um den lästigen Tagesordnungspunkt abzuhandeln. Im Schnellverfahren votierten am frühen Freitagmorgen die wenigen noch im Plenum anwesenden Abgeordneten um 0.26 Uhr ohne Aussprache, aber mit großer Mehrheit dafür, weiterhin das Grundgesetz zu ignorieren. Wenn es um das gute Verhältnis zu den beiden Großkirchen geht, kommt es für die Fraktionen von CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen nicht so drauf an. Gemeinsam stimmte die ganz große Koalition gegen einen Gesetzentwurf der Linkspartei, der den Einstieg in den Ausstieg aus den historisch begründeten Staatsleistungen an die Kirchen bedeutet hätte.

 

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Juli 1, 2013 - Posted by | Presse |

1 Kommentar »

  1. Das „Nein“ zum vorgelegten Gesetzentwurf der Linkspartei für die längst überfällige Ablösung der Staatsleistungen an die Großkirchen seitens der etablierten Parteien, lassen für mich folgende Schlussfolgerungen zu;
    Nur wenige Abgeordnete der o g. Parteien verfügen über ein gefordertes Maß an politischer Verantwortung- auch und im Besonderen dem kirchenfernen Wählern gegenüber- an redlicher Persönlichkeit und freiem Handlungswillen.
    Ein Informationsdefizit kann m. E nach nicht vorliegen, oder?
    Carsten Frerks „Violettbuch der Kirchenfinanzen“ sollte mittlerweile in jede gut disponierte Bibliothek gehören.
    Ausgezeichnet recherchiert liefert das Buch Zahlen, Fakten und Hintergründe, die zum rigorosen Verändern Anlass geben.
    In ihrer Loyalität zu ihrem Parteiprogramm sind die Vertreter einiger Parteien aber nicht zu einem Kurswechsel bereit,was die Weimarer Verfassung bereits 1919 als vordringliche Aufgabe zu formulieren wusste und auch noch 1949 mit Gründung der BRD Bestand hatte.

    Die erhofften Wählerstimmen aus den christlichen Lagern und traditionsblinden Gewohnheitswählern haben offensichtlich mehr Priorität als die eigene Überzeugung, den längst überfälligen Schlussakkord in Sachen Kirchenprivilegien zu setzen.
    Oder ist die Angst vor unangenehmen Fragen aus den eigenen Reihen, letztlich auch die ggf. zu erwartenden Repressalien seitens der Kirchenfürsten zu allgegenwärtig und allmächtig?

    Ihre unverständliche Haltung zu einem so gewichtigem und geschichtsträchtigen Tagesordnungspunkt werden den Kirchen mit ihrem aufgeblähtem Gefolge wieder Millionen und Abermillionen Euro von Steuergeldern in die Kassen schleusen.
    Und das einer Institution, die scheinbar ungehindert auf dem besten Wege ist, entscheidende Schaltstellen des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland zu besetzen.
    Eine Institution, die nicht religiös ausgerichtete Menschen im Berufsleben diffamiert,denunziert und ausgrenzt. Kirchenferne Bewerber ins Abseits manövriert, unbequeme Arbeitnehmer oder Kritiker aus den eigenen Reihen das offene Wort verbietet und sich anmaßt ihren archaischen Wertekanon in die Bildungsbereiche zu tragen.

    Eine konsequente Lösung bietet hier nur ein wirklicher Laizismus.
    In der Gestalt, wie ihn bereits aktive laizistische Arbeitsgemeinschaften einiger Parteien einfordern und die Partei “ Die Linke“ auf ihrem Parteitag in Dresden in diesem Jahr mehrheitlich dokumentiert hat.
    Den Genannten attestiere ich gerne Transparenz, Berechenbarkeit und ein verantwortbares, sozialorientiertes Augenmaß.

    Religion ist alleine Privatsache, die keine verfassungsrelevante Forderungen und Ansprüche gegen den Staat und an die öffentliche Gesellschaft zu erheben hat!

    Wer ein religiöse Überzeugung hat und sich seiner Gemeinschaft finanziell verpflichtet sieht, dem sei gesagt:

    „Glaubt, was ihr wollt, zahlt, was ihr sollt.“

    Der säkulare Staat und die säkulare Gesellschaft sind damit von allen Forderungen der Kirche und Religionsgemeinschaften frei.

    Kommentar von Uwe Kalkbrenner | Juli 4, 2013


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