gbs Köln

Beschneidung kostet Sex-Spaß

Beschnittene Männer haben schlechteren Sex, berichten belgische Wissenschaftler. Ihre Studie ergab: Mit der Vorhaut geht auch etwas Sexvergnügen verloren.

Von Robert Bublak

GENT. Wie empfindsam der Penis auf erogene Reizung reagiere abhängig davon, ob eine Zirkumzision vorgenommen wurde oder nicht, wollten Urologen um Guy Bronselaer von der Universitätsklinik Gent wissen. Um das herauszufinden, haben sie 1059 unbeschnittene und 310 beschnittene Männer gefragt (BJU Int 2013, online 4. Februar).

Ausgehend von der im Allgemeinen wohl zutreffenden Annahme, dass sich Menschen während sexueller Stimulation nicht gerne von fremden Wissenschaftlern untersuchen lassen, wählten die Forscher den Befragungsweg über das Internet. Um Interessenten für das Projekt zu gewinnen, hatten zuvor Medizinstudenten nach dem Zufallsprinzip Handzettel auf belgischen Bahnhöfen verteilt. Kurz zusammengefasst lautet das Ergebnis der Untersuchung: Beschnittene haben schlechteren Sex. Jeweils auf einer nach Intensität aufsteigenden Fünf-Punkte-Skala verortet, gab es signifikante Unterschiede zuungunsten der zirkumzidierten Männer.

weiterlesen im Originalartikel

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März 1, 2013 - Posted by | Presse |

2 Kommentare »

  1. Worldwide Day of Genital Autonomy
    Demonstration für genitale Selbstbestimmung in Köln

    KÖLN. (hpd/gbs) Am 7. Mai jährt sich erst­ma­lig das Urteil des Landgerichts Köln, das die medi­zi­nisch nicht indi­zierte Beschneidung von Jungen als Körper­verletzung und damit als straf­bare Handlung wer­tete. Anlässlich die­ses Jahres­tages orga­ni­siert der Fachverband Beschneidungs­betroffener im MOGiS e.V. mit Unterstützung neun wei­te­rer Organisationen (u. a. der AK Kinder­rechte der Giordano-Bruno-Stiftung) am 7. Mai 2013 eine Kund­gebung am Land­gericht Köln, auf der das Recht aller Kinder welt­weit auf geni­tale Selbst­bestimmung unab­hän­gig von Geschlecht, Herkunft und Religion gefor­dert wird.

    Dass eine zen­trale Kund­gebung gegen die Körper­verletzung und für die Selbst­bestimmung von Kindern bit­ter nötig ist, zeigt das am 12. Dezember letz­ten Jahres im Bundes­tag ver­ab­schie­dete Gesetz zur Legitimierung der Vorhaut­beschneidung bei Jungen. In dem Paragraphen “Beschneidung des männ­li­chen Kindes” (§ 1631d, BGB) wurde die Zirkumzision aus jeg­li­chem Grund für legal erklärt und unter­liegt seit­dem der Personensorge, d. h. im Regel­fall ent­schei­den die Eltern, ob das Kind beschnit­ten wird oder nicht. Im Gesetzes­text unberück­sichtigt blie­ben die alar­mie­rende Zahl an bekannt gewor­de­nen Komplikationen bei “Beschneidungen”, die Ablehnung aller euro­päi­schen Kinder­arzt­verbände von “Beschneidungen” ohne strenge medi­zi­ni­sche Indikation sowie der Protest zahl­rei­cher Menschen­rechts­gruppen. U. a. star­tete der “AK Kinderrechte” der Giordano-Bruno-Stiftung im Vorfeld der neuen Gesetz­gebung die Kampagne “Mein Körper gehört mir!” – Zwangs­beschneidung ist Unrecht, auch bei Jungen” und stellte auf der Website http://www.pro-kinderrechte.de umfang­rei­che Informationen zum Thema zur Verfügung.

    Mit der Demonstration möch­ten die Initiatoren all jenen eine Platt­form bie­ten, die Körper­verletzung als Teil der Erziehung strikt ableh­nen und für den Schutz aller Kinder welt­weit vor jeg­li­cher Verletzung ihrer kör­per­li­chen und sexu­el­len Integrität ein­tre­ten. In dem Forderungs­katalog heißt es unter ande­rem, dass der Paragraph “Beschneidung des männ­li­chen Kindes” (§ 1631d, BGB) sofort zurück­genommen wer­den muss. Darüber hin­aus soll ein zwei­jähriger Runder Tisch zum Thema “Beschneidungen” an Jungen einge­richtet wer­den, wel­cher aus­ge­wo­gen mit Medizinern, Juristen, Religions­vertretern, Menschen- und Kinder­rechts­organisationen, Vertretern von Opfer­verbänden und Psychologen besetzt ist, um alle Standpunkte gleich­berechtigt abde­cken zu kön­nen.

    Die Demonstration star­tet um 11:00 Uhr mit einer zen­tra­len Kund­gebung am Land­gericht Köln (Luxemburger Straße 101, 50939 Köln). Die Abschluss­kundgebung fin­det um 13:00 Uhr am Roncalliplatz (Nähe Dom) statt.

    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Attachment&attachmentID=285&h=bd8c75b892b2f72c05954b07bd3b0c275972dbcc&s=305b58d48b0a00212e6d551451177bf543166c39

    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Attachment&attachmentID=286&h=b7e68684c1649f1e6ebafe4d13bece7c25a34521&s=305b58d48b0a00212e6d551451177bf543166c39

    http://hpd.de/veranstaltungen?action=cal&id=655&tab=cal_single

    siehe bei MOGiS

    http://www.genitale-selbstbestimmung.de/

    WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY – Demonstration – KÖLN – 7.5.13
    Liebe Freundinnen und Freunde,

    nun geht es endlich richtig los mit der Planung für den ersten Jahrestag des “Kölner Urteils”!

    In Köln wird zu dem Anlaß eine Demonstration stattfinden, für die Rechte aller Kinder weltweit auf genitale Selbstbestimmung egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft oder Religion.

    Am 7. Mai um 11 Uhr wird es losgehen am Kölner Landgericht, dort, wo unser Einsatz für die Kinderrechte diesen großartigen Impuls erfuhr – und der auch für viele von uns persönlich eine entscheidende Hilfe war, endlich den Mut aufzubringen, zu sich selbst und den eigenen Verletzungen durch Zwangsbeschneidung zu stehen.

    Im Anhang findet Ihr Aufruf und Flyer.

    Den Aufruf unterstützen:

    Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.
    DAKJ – Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland)
    TERRE DES FEMMES
    IBKA – Internationaler Verband der Konfessionslosen und Atheisten
    AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung
    TABU e.V.
    pro familia Nordrhein-Westfalen
    Zentralrat der Ex-Muslime
    (I)NTACT e.V.
    und natürlich auch dieses, unser Beschneidungsforum!

    Kommt nach Köln! Postet es überall!

    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=2215

    Kommentar von Machandelboom | April 19, 2013

  2. 17.01.2013

    Offener Brief
    Eine Beschneidung ist kein Fest

    Sehr geehrte Frau Dr. Wille,
    sehr geehrter Herr Stumpf,
    Sehr geehrte Frau Keil,

    mit Entsetzen nehmen wir die Ankündigung vom Kinderkanal von ARD und ZDF der Sendung “Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest” zur Kenntnis. …

    Es ist ein Skandal, dass KiKa als der Kinderkanal von ARD und ZDF mit der geplanten Ausstrahlung von “Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest” im Namen der kulturellen Vielfalt und der interreligiösen Toleranz ganz offensichtlich Artikel 24 (3) der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ironisiert und verhöhnt, indem es den minderjährigen Zuschauern gegenüber die Jungenbeschneidung als akzeptable Lebenspraxis und kulturelle Tradition darstellt.

    Als Sozialpädagogen fordern wir hiermit den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), den Programmdirektor des Kinderkanals KiKa sowie die verantwortliche Redakteurin für Schau in meine Welt! auf, den kinderfeindlichen Film Tahsins Beschneidungsfest nicht auszustrahlen und der Öffentlichkeit stattdessen zeitnah einen noch herzustellenden Film über einen Jungen zu zeigen, der mit seinen intaktivistischen Eltern in einer nordamerikanischen oder europäischen Innenstadt gegen die Beschneidung von Mädchen und Jungen protestiert. Denn ob das Kind weiblich ist oder männlich, es hat ein Recht auf ein unzerstörtes, auf ein intaktes Genital.

    http://eifelginster.wordpress.com/2014/01/17/367/

    Kommentar von Machandelboom | Januar 18, 2014


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