gbs Köln

Merkel und die christlichen Werte

Merkel

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Februar 17, 2013 - Posted by | Eigene Artikel

5 Kommentare »

  1. Liebe Leute,

    wo habt Ihr das her? Ich würde gern das Original (in besserer Qualität?) haben und eventuell verbinden mit dem Text:

    Religiotie (religiöse Idiotie) ist eine Form geistiger Behinderung verursacht durch religiöse Indoktrination vornehmlich im frühen Kindesalter. Sie führt schnell zu unterdurchschnittlich kognitiven Leistungen und Einschränkungen des affektiven Verhaltens in Glaubensfragen. Im Unterschied zu den pathologischen Formen der Intelligenzminderung bedingt Religiotie nicht automatisch einen generell reduzierten Intelligenzquotienten. Wie es beim autistischen Syndrom eine „Inselbegabung“ gibt, so gibt es auch eine „Inselverarmung“. Religiotie sollte vornehmlich als eine „partielle Entwicklungsstörung“ verstanden werden – ein Begriff, den der Psychologe Franz Buggle gebildet hat. Religiotie hält die absurdesten Dinge für wahr.

    Die bisher beste Definition von Glauben.

    Liebe Grüße, Rolf

    Kommentar von Dr. Rolf Schröder | Februar 18, 2013

  2. Die Quelle steht links unten im Bild:

    http://www.facebook.com/Religioten

    Kommentar von Bruno | Februar 18, 2013

  3. Wenn heute christliche Politiker die »christlichen Werte« beschwören, die unser gesamtes politisches Handeln maßgeblich zu bestimmen hätten, dann sind diese nach den Intentionen der Aufklärung zu beurteilen. Und da zeigt sich, dass sie einer kritischen Bewertung nicht standhalten oder sich auf ohnehin weltweit anerkannte Normen beziehen, denen eine spezifisch christliche Grundlegung nicht zuerkannt werden kann. Denn was wird unter den »christlichen Werten« verstanden? Es sind die Anerkennung Gottes als Schöpfer der Welt und des Menschen und zugleich als oberste Moralinstanz, die Zehn Gebote und die wesentlichen Aussagen der Bergpredigt wie Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Barmherzigkeit. Alle diese normstiftenden Prinzipien würden aus der Bibel folgen, deshalb habe dieses Buch als Grundlage allen täglichen, vor allem moralischen Handelns zu gelten.

    Unterziehen wir diese sogenannten christlichen Werte im Lichte der bisherigen Ausführungen einer zusammenfassenden Beurteilung. Erstens: Den christlichen Gottesglauben für alle verbindlich zu machen, ist in einer multi-weltanschaulichen Gesellschaft undemokratisch. Dies ist konkret der Fall, wenn Verbote, wie z. B. zum Schwangerschaftsabbruch, zur Sterbehilfe oder zur Embryonenforschung, mit dem christlichen Menschenbild begründet, aber als Gesetze allgemein verbindlich gemacht werden, also auch für Anders- und Nichtgläubige gelten sollen. Zweitens: Die Zehn Gebote (vgl. 2. Buch Mose) stammen aus archaischer Zeit. Das 1. Gebot verneint die Religionsfreiheit und droht mit Sippenhaft (»bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation«), das 10. Gebot spricht wie selbstverständlich von Sklaven (neuerdings schönfärberisch »Diener« genannt) und stellt Frauen den Sklavinnen und Haustieren gleich, quasi als natürlichen Besitz des Mannes dar, von Gleichberechtigung der Geschlechter ist keine Rede. Die Gebote 5 bis 9 sind selbstverständliche Verhaltensnormen, die weltweit in jeder Gesellschaft Gültigkeit haben, also nicht als typisch christlich gelten können, sie finden sich im Grundsatz schon im Ägyptischen Totenbuch und im Codex Hammurabi des antiken Mesopotamien. Drittens: Auch die Grundaussagen der Bergpredigt entsprechen in weiten Teilen einem weltweit gültigen Ethos. Die gern als spezifisch christlich bezeichnete Barmherzigkeit und Nächstenliebe findet sich durchaus auch in anderen Religionen und entspricht im Übrigen dem, was mit Solidarität bezeichnet wird, ein Prinzip gegenseitig praktizierter, evolutionär entwickelter Mit-menschlichkeit. Viertens: Die in vielen Teilen Gewalt (z.B. Landraub) und Inhumanität (z.B. Sklaverei) rechtfertigende sowie heutige moralische Standards negierende Bibel als Grundlage moralischen Verhaltens zu bezeichnen, zeugt von sträflicher Unkenntnis der Bibel oder ist schlicht unredlich.

    Es gilt vielmehr festzustellen: Die uns heute wichtigen Werte und Normen stammen gerade nicht aus der Bibel, sie sind Ergebnis moralisch-ethischer Weiterentwicklung. Es sind dies die Menschenrechte wie Meinungsfreiheit als geradezu grundlegendes Recht, das Recht auf Selbstbestimmung, Gleichheit und Gleichberechtigung, Religions- und Wissenschaftsfreiheit, Rechtsstaatlich-keit und vieles andere mehr. Nichts davon steht in der Bibel, sie steht einem demokratischen, die Menschenrechte verbürgenden Staat geradezu entgegen. Alle diese Rechte mussten dem Christentum bzw. einer politisch agierenden Kirche in verlustreichen Kämpfen abgetrotzt werden. Die Kriterien, nach denen selbst Christen die Steinigung von Ehebrecherinnen, das Töten von Homosexuellen oder das Kaufen und Halten von Sklaven ablehnen, obwohl diese Gebote bzw. Aufforderungen biblisch legitimiert sind, stammen gerade nicht aus der Bibel, sie sind ein Ergebnis der auf Vernunft gründenden Aufklärung.
    Erinnert sei an die Worte des Theologen F. W. GRAF, wonach noch in den 1950er Jahren in beiden großen Kirchen der Begriff der Menschenrechte kritisch als liberalistische Verirrung aufgefasst wurde (der Theologe Friedrich Wilhelm Graf am 12.10.2010 in der Süddeutschen Zeitung). Dass unsere heutige politische und gesellschaftliche Kultur auf christlichen Werten beruhe, ist also, höflich ausgedrückt: eine Legende, deutlicher formuliert: eine bewusste Irreführung.

    Wir können somit feststellen: Es ist nachweislich falsch, dass eine »nachchristliche« beziehungsweise »nichtchristliche« Gesellschaft ohne verbindliche Werte dastünde. Unsere heutigen grundlegenden und maßgeblichen Werte sind immer noch die, die wir der Aufklärung zu verdanken haben. Die Kirche und die ihr willfährig ergebenen Politiker versuchen, das »Rad der moralischen Geschichte« zurückzudrehen, wenn sie Bibel und christliche Lehre wieder zum alleinigen Maßstab machen wollen. Mit diesem Werte- und Normenkanon lassen sich heutige ethische – beispielsweise bio- und medizinethische – Fragen schon längst nicht mehr problemangemessen beantworten. (Aus: Uwe Lehnert: Warum ich kein Christ sein will, 2012, 5. Auflage. S. 327ff)

    Kommentar von Uwe Lehnert | Februar 17, 2013 | Bearbeiten

    Kommentar von Bruno | Februar 18, 2013

  4. „Mutti Angi“ vergisst, als „Pastorentöcherlein, dass das Christen tum eine Mogelpackung ist. Alle Menschenrechte mussten gegen den Widerstand der Religionen erkämpft werden. Meine Frage: „Hat Sie schon Befehle von der katholischen Bischofskonferenz erhalten, so zu argumentieren“. Dort beklagte man sich darüber, dass zuwenig Katholiken in poitischen Ämtern seien.

    Kommentar von Mathias J. Fleu | Februar 19, 2013

  5. VIDEO: „SO KRIMINELL IST ANGELA MERKEL“!!!

    Kommentar von Alberto (@Alberto93148304) | August 27, 2018


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