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Papst soll von Missbrauch gewusst haben

Mexiko-Stadt/Leon (RPO). Mexikanische Gelehrte haben wegen der Missbrauchsskandale in der Kirche schwere Vorwürfe gegen Papst Benedikt XVI. erhoben. Als Chef der Glaubenskongregation habe er von den kriminellen Machenschaften des mexikanischen Gründers der Legion Christi, Marcial Maciel, gewusst und sie verschwiegen.

 

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März 25, 2012 - Posted by | Presse | ,

1 Kommentar »

  1. Die systematische Vertuschung sexuellen Missbrauchs ist bei der römisch-katholischen Kirche nicht zuletzt eine Folge der Überzeugung, es gäbe außerhalb dieser Kirche kein Heil. Wer dies glaubt und über Missbrauchsfälle öffentlich spricht, schädigt das Ansehen der Kirche, provoziert Kirchenaustritte und nimmt in Kauf, dass viele Menschen „dem ewigen Feuer“ verfallen. Er verstößt dabei gegen die päpstlichen Schreiben „Crimen sollicitationis“ (1962) und „De delictis graviboribus“ (2001 und 2010), die alle drei zur Missbrauchsvertuschung aufrufen, indem sie anordnen, Missbrauchsfälle als „päpstliches Geheimnis“ zu behandeln und nur dem Vatikan zu melden. Dadurch wurde und wird verboten, bei noch nicht öffentlich bekanntgewordenen Missbrauchsfällen die Staatsanwaltschaft einzuschalten.

    Herr Dr. Ratzinger war von 1981 bis 2005 der Leiter der Kongregation für den Glauben, zu deren Aufgaben die Behandlung von Missbrauchsfällen gehörte. Schon 1976 zeigte Bischof John R. McGann dem Vatikan 20 Fälle an, bei denen Pater Marcial Maciel Degollado sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde. 1989 wandte er sich direkt an Papst Johannes Paul II.. Im Jahr 2002 erklärte Kardinal Ratzinger einem Reporter von ABC, er sei über den Fall Maciel „not so informed“. Ratzinger war wegen dessen Frage nach dem Fall Maciel verärgert und schlug dem Reporter leicht auf die Hand. Papst Johannes Paul II. wurde mehrfach von Maciel auf Südamerikareisen begleitet. Ende 2004 empfing der Papst Maciel im Vatikan und übertrug ihm in einer Zeremonie die Leitung des Notre Dame Centre in Jerusalem. 2006 trat Maciel aus Altersgründen von der Leitung des von ihm begründeten Ordens zurück. Erst in diesem Jahr, (d.h. 30 Jahre nach der Anzeige von Bischof McGann!) forderte der Heilige Stuhl Maciel auf, „ein zurückgezogenes Leben des Gebets und der Buße zu führen unter Verzicht auf jeglichen öffentlichen pastoralen Dienst“. Maciel stand nie wegen seiner Sexualverbrechen vor einem weltlichen Gericht. Am 1. Mai 2010 veröffentlichte der Vatikan eine Erklärung des Papstes an die Legionäre Christi. Darin heißt es u.a.: „Das extrem schwerwiegende und objektiv unmoralische Verhalten von P. Maciel, das durch unumstößliche Beweise bestätigt worden ist, besteht bisweilen in wirklichen Straftaten und offenbart ein skrupelloses Leben ohne echten religiösen Sinn.“

    Dass über das Vertuschen des Vatikans relativ viel bekannt und einiges sehr gut dokumentiert ist, dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Bischöfe Korrespondenzen mit dem Vatikan an die Anwaltskanzlei Anderson weitergegeben hat. Näheres zu Ratzingers Rolle im Fall Maciel sowie zu weiteren besonders gravierenden Fällen, die den obersten katholischen Kinderfickerschützer Dr. Joseph Ratzinger belasten, gibt es hier:

    http://www.reimbibel.de/B16.htm

    Kommentar von klosterwolf | März 26, 2012


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