gbs Köln

Das rätselhafte Ich

Ein Gespräch mit dem Philosophen Thomas Metzinger über die Schwierigkeit, uns selbst zu erkennen, und die Frage, ob es eine Seele gibt.

Wie komme ich zu meinem Blick auf die Welt? Und was bleibt einmal von mir, wenn ich sterbe? Um solche Fragen ringen Philosophen seit Jahrtausenden, doch neuerdings leisten Hirnforscher ihnen Gesellschaft. Sie wollen sich einen neuen Zugang zu den alten Rätseln verschaffen, indem sie die Welt unter der Schädeldecke vermessen.

Thomas Metzinger ist auf beiden Gebieten zu Hause. Als Philosoph sucht er die Phänomene des Ichs und des Bewusstseins zu ergründen. Doch ebenso handeln seine Arbeiten von zufälligen Signalen im oberen Hirnstamm, denen wir unsere Träume verdanken, von der Entstehung des Körperempfindens, von Spiegelneuronen, die für das Mitgefühl verantwortlich sind. Metzinger gilt als einer der Pioniere der Neurophilosophie, die das traditionelle Nachdenken über den Menschen mit den Erkenntnissen der Hirnforschung verbinden möchten. Als solcher zählt er zu den wenigen deutschen Philosophen, die man auch international wahrnimmt; er hält Vorträge in der Wissenschaftsakademie in New York genauso wie beim Vatikan.

 

weiterlesen im Originalartikel

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Dezember 11, 2011 - Posted by | Presse |

1 Kommentar »

  1. Als mein christliches Fundament noch Bestand hatte, dachte ich öfter über den Begriff Seele und stellte sie mir als Wolke vor die nach dem Tod des Körpers ins Nirvana oder ins Himmelreich eingeht . Im Tibetanischen Totenbuch wird der Begriff “ Bardo “ verwendet , der Geistkörper der via einer Silberschnur mit dem irdischen Körper verbunden
    ist .
    Aber letztendlich sind die Begriffe Seele oder Bardo religiöse Konstrukte die uns suggerieren sollen, das unsere Individualität auch nach dem Tod weiter existieren wird um in einem ewigen Kreislauf entweder immer wieder geboren zu werden oder auf einer Wolke sitzend zum ewigen Jubilieren verdonnert zu sein.
    In der Evolutionslehre taucht der Begriff Seele nicht auf. Unser Grundbaustein ist die Urzelle, aus dieser Zelle hat sich alles Leben entwickelt und die Energie die uns Leben lässt ist identisch ! Ob Regenwurm oder Mensch, wir schöpfen aus der selben Energiequelle.
    Interessant war die Information das wir Menschen genetisch Verwand mit dem Kopfsalat sind. 51% ige Übereinstimmung der DNA ! Hat also ein Kopfsalat und anderes Gemüse eine Seele ???

    Rene´ Descartes sprach allein den Menschen eine Seele zu. Alle anderen Lebensformen waren aus seiner Perspektive Bioroboter ohne Gefühle und Tiefgang. Aber er war natürlich noch nicht mit der Evolutionslehre vertraut. Interessant allerdings ist, dass seine Ansichten auch heute noch in den Köpfen der „blinden, ignoranten, oft religiotischen und Bildungsallergiker fest verankert ist.
    Aber zurück zur Lebensenergie oder Energie allgemein
    Haben wir nicht in der Schule gelernt, dass Energie weder erschaffen, noch vernichtet sondern nur umgewandelt werden kann ? Wenn dem so ist, dann müsste das ja wohl auch für die Lebensenergie gelten, oder ?
    Letztendlich aber sind wir nur ein Funken des großen Feuers, das vor langer, langer Zeit entzündet wurde…….

    Kommentar von Michael Tinbergen | April 10, 2017


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