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Jörg Kachelmanns Beischlaf ist der wahre Skandal

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Juni 2, 2011 Posted by | Satire | | Hinterlasse einen Kommentar

Human Evolution and Why It Matters: A Conversation with Leakey and Johanson

Juni 2, 2011 Posted by | Videos | | Hinterlasse einen Kommentar

Hüppe fordert: Verleihung des Ethik-Preises an Peter Singer verhindern

Berlin (kobinet) „Die Deutsche Nationalbibliothek muss die für den kommenden Freitag geplante Verleihung des Ethik-Preises der Giordano-Bruno-Stiftung an Peter Singer in ihren Räumlichkeiten verhindern. Sollte die Verleihung nicht zu verhindern sein, erwarte ich eine deutliche Distanzierung der Deutschen Nationalbibliothek vom Preisträger“, betonte Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

Die Giordano-Bruno-Stiftung tritt für die Freigabe der Präimplantationsdiagnostik ein. Singer gilt als sogenannter Utilitarist. Er knüpft die Würde des Menschen an seine Nützlichkeit. Die Forderung nach einem Stopp der Preisverleihung richtete der Behindertenbeauftragte an Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek.

weiterlesen im Originalartikel

Kommentar dazu:

Hüppe schreibt:
„Singer gilt als sogenannter Utilitarist. Er knüpft die Würde des Menschen an seine Nützlichkeit.“

dazu Folgendes:
Ein von Religionsvertretern häufig vorgebrachter Einwand gegen den Utilitarismus ist, dass es
danach ja erlaubt wäre, behinderte Neugeborene zu töten, da sie der Gesellschaft nicht von Nutzen sind. Während dieses Argument mit dem Hedonismus oder dem Handlungsutilitarismus kaum zu widerlegen ist, kann ihm jedoch im Regelutilitarismus widersprochen werden. Ein absolutes Tötungsverbot geht zwar nicht unmittelbar aus dem Utilitarismus hervor, aber es ist so zu sehen, dass sich eine Gesellschaft unter utilitaristischen Gesichtspunkten ein solches Gesetz selbst geben kann, womöglich mit gewissen Ausnahmen, wie z.B. Sterbehilfe oder Verteidigungsfall (wobei das jeweils auch auszudiskutieren ist!). Bei der Abwägung von Freud und Leid bei der Frage der Tötung von behinderten Neugeborenen kann man z.B. so gegen eine Tötung argumentieren, dass den eher geringen Nachteilen für die Gesellschaft der Vorteil des Gefühls aller Beteiligten, human zu handeln, überwiegt. Wichtig ist dabei natürlich auch die Erfahrung, wie Behinderte ihr eigenes Leben sehen und da gibt es ja sehr positive Beispiele für ein erfülltes Leben. Es ist eben so, dass es im Utilitarismus keine absoluten Werte gibt, sondern es muss bei jeder Regel überlegt werden, ob sie für die Gesellschaft gut oder schlecht ist. Im Gegensatz dazu werden in Religionsgemeinschaften absolute Werte dogmatisch festgelegt, über die dann nicht mehr diskutiert werden darf, egal wie schwachsinnig sie auch sein mögen.

Auszug aus meinem Beitrag:

http://fowid.de/fileadmin/textarchiv/Vowinkel_Bernd/Utilitarismus_und_Ethik_TA2008_4.pdf

B.Vowinkel

Juni 2, 2011 Posted by | Eigene Artikel, Presse | | 1 Kommentar