gbs Köln

Vernunft schlägt Bibel 1:0

Buchtreu gläubige Monotheisten bestehen darauf, dass ihre heiligen Schriften göttlich inspiriert sein müssen. Aber wie wollen sie als einfache Menschen entscheiden, welche Teile es wirklich sind? Sind nur die frommen Fabeln über Nächstenliebe des Neuen Testamentes inspiriert? Oder auch die grausamen Blutopfer und Genozide, die der Gott Jahwe im Alten Testament gebietet? Und warum gibt es heute offenbar keine göttliche Inspiration mehr? Vielleicht weil Jesus eigentlich schon kurze Zeit nach seinem Tod die Apokalypse herbeiführen wollte?

Eines muss bei der Lektüre „heiliger Schriften“ immer im Kopf behalten werden: Wir können die Mentalität der Autoren von vor so vielen Jahrhunderten nie vollständig verstehen, da wir völlig anders sozialisiert worden sind. Abergläubische Erklärungen für merkwürdige Phänomene waren bis vor dem Zeitalter der Aufklärung überall auf der Welt für jeden normalen Arbeiter, Bürger und Adligen, ja sogar für die meisten Philosophen naheliegender als wissenschaftliche Tatsachen, die oft noch gar nicht erforscht waren. Die meisten Menschen wollten an Wunder glauben und trösteten sich mit dem Jenseitsglauben über die katastrophalen diesseitigen Lebensumstände hinweg. Um das Jahr Null gab es keine Sozialhilfe, dafür Massenarmut und Sklaverei , im Mittelalter wurden die Verhältnisse teilweise noch schlimmer, da Standesgrenzen fast unüberwindbar wurden.

Heute gibt es immerhin in manchen Teilen der Erde so großen Wohlstand, dass ein glückliches und notfreies Leben im Diesseits nicht mehr als totale Utopie erscheinen muss. Immer mehr Menschen finden Zeit und Muße, sich mit der Philosophie der Aufklärung zu beschäftigen. Manche stoßen dabei vielleicht auf den „Vater der modernen Philosophie“ David Hume, der selbst so große Denker wie Kant, Schopenhauer, Darwin, Karl Marx, Adam Smith und Albert Einstein inspirierte.  Bereits im 18. Jahrhunder formulierte er eine vernichtende, bis heute unwiderlegte Kritik an den in „heiligen“ Schriften dokumentierten übernatürlichen Wundern. Hume ging davon aus, dass es stets wahrscheinlicher sei, dass ein Zeuge oder Dokumentator eines Wunders sich irrt oder lügt, als dass wirklich die tausendfach glaubhaft geprüften Naturgesetze aufgehoben worden wären. Oder, mit den Worten von Christopher Hitchens: Was ist wahrscheinlicher – dass ein Mensch von Gott als Übermittler einiger bereits vorhandener Offenbarungen benutzt wird, oder dass ein Mensch einige bereits vorhandene Offenbarungen ausspricht und glaubt – oder behauptet –, dass Gott es ihm befahl?

Auch und insbesondere betrifft diese Kritik das angeblich „größte Wunder aller Zeiten“, die Auferstehung Christi, welche den zentralen und entscheidensten Glaubensinhalt der christlichen Lehre ausmacht. (Für den australischen Philosophen John L. Mackie hingegen war das größte Wunder aller Zeiten, dass der Theismus so lange überlebt hat.) Hume schließt zwar nicht kategorisch aus, dass es Wunder geben kann, aber er sagt zurecht, dass wir niemals welche annehmen sollten, wenn unsere rationale Vernunft sie eigentlich als viel zu unwahrscheinlich verwerfen müsste. Vor Hume hatte man zumindest noch die Entschuldigung, keinen Zugang zu dieser Erkenntnis gehabt zu haben. Diese Ausrede gilt heute nicht mehr. Wer heute trotzdem immernoch an Wunder glaubt, verfällt naivem Wunschdenken von vorgestern.
TB

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April 17, 2010 - Posted by | Eigene Artikel | , , ,

6 Kommentare »

  1. Die übernommene und angereicherte „Vernunft“ eines jeden Menschen,einer mehr und der andere weniger,
    stirbt mit dem Menschen.
    Doch Gott und sein Wort,welches ist der lebendige Christus und kein Buchstabe noch Wort in der Schrift und Bibel,
    ist ewig und bleibt ewig als ein erlösender, reinigender
    und im inneren Wasserbad heiligender Geist des Menschen und Sünder/Atheisten, der diesen Christus aufnimmt in sein Inneres und IHM allein gehorsam ist.
    Von dem die agierenden Religionen, Kirchen,Tempeln, Gemeinden und Sekten mit ihren anmaßenden und selbsterwählten Predigern, Priester, Pastoren, Bischöfen und Papst abgefallen sind und von Gott verworfen wurden!!!

    Und weil sie Christus, das Wort Gottes und seinen Geist,
    Nicht in ihrem Innern >wohnend< haben, deshalb und aus Gewinnsucht, haben sie ein Buch zu dem Wort Gottes gemacht,
    welches ist Götzendienst und Abgötterei vor Gott!!!
    Der Wiedergeburtschrist!

    Kommentar von petersemenczuk | April 18, 2010

  2. Lieber petersemenczuk,
    ich freue mich über diesen kritischen Kommentar. Leider erscheint mir Ihre Position nicht logisch stimmig. Da die einzige Dokumentation des Lebens und Schaffens Christi die Bibel ist, welche Sie ablehnen, woher nehmen Sie ihre Informationen über und ihren Glauben an Christus? Wie können Sie überhaupt sicher sein, dass dieser Christus jemals gelebt hat? Wie kommen Sie, das Evangelium verwerfend, zu so einem Begriff wie „Wiedergeburtschrist“? Wenn Sie behaupten, den „wahren“ Christus zu kennen, ohne sich auf jegliche Dokumentation berufen zu müssen, so messen Sie sich selbst übernatürliche Fähigkeiten zu, was ein extrem unwahrscheinliches Wunder wäre.
    TB

    Kommentar von Bruno | April 18, 2010

  3. Bruno,
    Gerade die Bibel und Schrift,ist der zweite Lehrer und Interpret Gottes für den Menschen dieser Welt, und wenn Sie die Schrift gelesen hätten in dem Geist Gottes,welcher ist der Geist der Wahrheit und der Gewissheit, die durch das Treiben des Heiligen Geistes entstanden ist, denn würden Sie zu der Stelle kommen, wo Christus sich von seinen Jüngern verabschiedet und spricht:
    Lese bitte Johannes Kapitel 14, 16-23/Kapitel 15, 16,17,

    Christus hat bei seinem Abschied, seinen Jüngern keine Schrift noch Bibel verheißen, SONDERN den Geist der Wahrheit, den Gott senden wird, damals wie heute, und so lange es noch Heute heißt für den werdenden Christen.

    Wie der Schöpfer- Gott, der erste Lehrer der Menschen war von Anfang an,
    1.Vor der ersten Gemeinde und Volk Gottes, bei Henoch/Enoch und bei Noah.
    UND,
    2.Während der Berufung seiner ersten Gemeinde und Volk Gottes, zu Abraham und durch Mose,
    Und zum Schluss aller Dinge,
    3.Durch Jesus Christus, den wir hören sollen sagte Gott auf dem Berg der Verklärung seines Sohnes zu Petrus,Johannes und Jakobus und allen nachkommenden Christenmenschen.

    Ich lehne die Schrift und Bibel nicht ab, aber ich gebe ihr den Platz, der ihr gebührt gleich wie durch Jesus Christus.
    Johannes Kapitel 5,38-47
    In den Versen von 38, 39 und 40,
    Liegt das Heil des einzelnen Menschen und seine Verdammnis.

    Für Christus hat die Schrift nur einen zeugenden Charakter,
    gleich wie ein Wegweiser aus Stein, Holz oder Papier mit seinen Buchstaben darauf.
    Doch will man zu Gott und dem wahren ewigen Leben finden durch seine persönliche Erlösung, Gerechtigkeit, Heiligung nach der Gerechtigkeit Gottes und seiner Weisheit, so muss man Christus aufnehmen in sein Leben und Inneres, das wahre Wort Gottes und Same Gottes, der, so Er aufgeht in einem Menschen, Er aus ihm eine neue Schöpfung Gottes und Kreatur
    schafft und formt bis zum vollkommenen Mannesalter Jesu Christi.
    Nachdem Christus gekreuzigt,gestorben, auferstanden ist,
    ist ER gen Himmel gefahren.
    Nun dachten die damaligen Pharisäer mit ihren Schriftgelehrten, den sind wir los, doch sie irrten damals wie heute im 21-ten Jahrhundert.
    Christus hat nur zu seinen Jüngern das Folgende gesagt und NICHT zu der Welt und ihre Menschen:
    „Ich lebe und ihr sollt auch leben“!
    Die Welt wird mich nicht sehen; ihr aber sollt mich sehen;denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.
    „WER mich liebt,der wird mein Wort,
    (Gebote,Offenbarungen und alle Weissagungen halten);
    UND mein Vater wird ihn lieben und wir(Vater und Sohn)
    wie werden zu ihm kommen und Wohnung in ihm machen“.Vers 23

    Diese himmlische und göttliche Vereinigung der Jünger und Aposten Jesu Christi, fand zu Pfingsten statt i nden Jüngern und sie zogen aus, aufgrund dem Dreifachen Zeugnis Gottes, das sie empfangen haben, und verkündigten das Reich Gottes umsonst allen Menschen, Juden wie Heiden.
    1.Johannesbrief 5, 6-12
    Ohne diesem Dreifachen Zeugnis Gottes,
    gibt es keinen Menschen noch „frommen“ Sünder, der von Gott das ewige Leben empfangen hat noch empfangen wird.
    Gleich ob er ein Christ ist oder sich dafür hält,
    Gleich ob er ein „Christlicher Amtsträger ist.

    EIN jeder CHRIST in Deutschland, Europa und auf der Erde,
    braucht das >Dreifache Zeugnis Gottes<, welches ist und besteht aus dem CHRISTUS in uns:
    1.dem Wasser Gottes, welches ist das wahre Wort Gottes,
    2.dem Blut Christi, das unser Gewissen reinigt von allen
    Sünden der Vergangenheit und toten Werken,UND,
    3.dem Geist Gottes,welcher ist der Heilige Geist und GEIST der WAHRHEIT, das alles in einem jeden wahren Christenenschen, ER WOHNUNG macht,wie Christus in seiner Abschiedsrede zu seinen Jüngern, ER ihnen verheißen und zugesagt hat.
    Nochmals, alle die sich Christen nennen und nicht zu dieser Erfahrung Jesu Christi gekommen sind,
    SIND weiterhin geistig tot vor Gott in ihren Sünden und Übertretungen, allein aufgrund ihres UNGLAUBENS und gepredigter oder gewollter UNWISSENHEIT, was Gott,Mensch und seine Unsterblichkeit betrifft.
    Fürs Erste alles Gute Bruno…

    Kommentar von petersemenczuk | April 18, 2010

  4. Lieber petersemenczuk,

    Haben Sie meinen obrigen Text, der in dieser hier eigentlich kommentiert werden sollte, eigentlich gelesen? Warum nehmen Sie dazu nicht einmal Stellung? Bisher haben Sie kein einziges meiner Argumente widerlegt, sondern predigen wie ein Inquisitor, der keine kritischen Einwände gelten lässt.

    Ich halte die Evagelien für Missionspamphlete von fanatisierten Christen, die Jahrzehnte nach Jesu Tod verfasst worden sind. Der Evangelist Johannes war aller Wahrscheinlichkeit im Jahre 30 n.Chr. noch gar nicht geboren. Johannes ist von allen Evangelisten am weitesten vom historischen Jesus entfernt, sein Jesusbild ist mythologisch und kultisch stark verklärt. Das ist alles seit Jahrzehnten durch die historische Bibelwissenschaft belegt.

    Sie hingegen scheinen davon auszugehen, dass die biblischen Mythen Augenzeugenberichte sind, die tatsächlich das Leben und Handeln Jesu eins zu eins wiedergeben. Ständig machen Sie Tatsachenbehauptungen wie „Jesus hat x“ oder „Jesus ist y“, obwohl niemand der Quellenlage nach ganz genau wissen kann, was genau Jesus wirklich getan hat. Von diesen wackeligen Prämissen aus interpretieren und verkünden Sie dann Ihre persönliche Heilslehre und bezeichnen alle Abweichler als „geistig tot“. Das für meine Begriffe nicht nur intellektuell unredlich, sondern auch intolerant und beleidigend gegenüber Andersdenkenden.

    Beste Grüße,
    TB

    Kommentar von Bruno | April 18, 2010

  5. Bruno,
    Ihre Logik ist mit ihrer Vernunft gleich wie der Seifenschaum auf den Meereswellen,
    mal hierher und mal dorthin,
    doch Gottes wahrheit ist nicht an den Buchstaben gebunden sondern an seinen Heiligen Geist,dem Geist der Wahrheit!
    Den Sie nicht haben, und der Sie auch nicht zu dem gemacht hat, was Sie sich einbilden zu sein.
    Es heißt nicht umsonst bei Paulus 1.Korintherbrief 2,14:
    „Der natürliche und ungeistige Mensch nach dem Urteil Gottes, vernimmt nichts vom Geist Gottes, es ist ihm eine Torheit.
    Und wenn der natürliche Mensch nichts vernimmt vom Geist Gottes, dann vernimmt er auch nichts von GOTT,denn GOTT ist GEIST und GOTT ist Körperlos.
    Darum haben wir seit 312 n.Chr,aufgrund der RELIGION und Machtübernahme durch die römisch-katholischen Kirche,
    so viel GEIST-lose Christen,welche von GOTT als GOTT-lose
    Christen bezeichnet werden, gleich den sieben Gemeinden in Asien, die Christus nach seiner Himmelfahrt besuchte und zum Urtel kam: Sie nennen sich „Christen/Juden“, und sind es nicht sondern lügen. Offenbarung Kapitel 2, und 3,

    Legen Sie Herr Bruno,
    Ihren Verstand vor Gott ab und ihre Logik,denn dadurch werden Sie nicht einmal das Reich Gottes, sei es in Ihrem Innern und Bewusstsein noch in der Ewigkeit erfahren als
    ein wahrer, von Gott gezeugter und wiedergeborener Wiedergeburtschrist.
    Wünsche Ihnen und um Ihrer Lieben wegen,viel Erfolg zu Ihrer
    wiedererlangten geistigen Identität und Würde, die Ihr Geist und Odem schon hatte bei Gott, als sie noch keine Leibgeburt erfahren haben hier auf Erden.P.S.

    Kommentar von petersemenczuk | April 19, 2010

  6. Lieber petersemenczuck,
    in der Tat führt mich meine Vernunft zu immer wieder verschiedenen Schlüssen und zwar stückwerkartig immer näher an die Wahrheit. Ich habe bei meiner Suche nichts zu verlieren als meine ideologischen Fehler. Sie als Christ haben viel mehr zu verlieren: Ihren Jenseitsglauben, ihr Gottvertrauen und vieles mehr.
    Sie haben bewiesen, dass sie ihren Glauben auf die Bibel stützen und damit ist die Diskussion für mich eigentlich erledigt. Das Neue Testament stellt wie bereits erklärt eine Spruchsammlung von fanatischen Endzeitgläubigen darstellt. Sie haben nicht einmal den Versuch unternommen, diese These, die all ihre Behauptungen untergräbt, zu widerlegen.
    Ich lege meinen Verstand ganz bestimmt nicht ab und bedaure, dass Sie es getan haben und einer inhumanen Ideologie erlegen sind, die schon so viel Leid verursacht hat, deren Anhänger nie aus ihren Fehlern lernen, sondern stur an einer Idee festhalten, die alle außerhalb der Gruppe zu geistlosen Untermenschen degradiert.
    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Abstreifen ihrer persönlichen Version des christlichen Aberglaubens, auch wenn ich nicht viel Hoffnung darin habe.
    Beste Grüße und alles Gute,
    TB

    Kommentar von TB (Bruno) | April 19, 2010


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