gbs Köln

Der Zölibat: Quelle unerschöpflicher alternativer Energien

In der Sendung Hart aber Fair vom 24.02.2010 erklärte Weihbischof H.J. Jaschke, dass zölibatär lebende Priester in der Lage seien, die aufgestaute sexuelle Energie zu „sublimieren“, d.h. auf eine höhere Ebene zu transformieren, wo sie dann für die priesterliche Arbeit genutzt werden kann. Das erstaunt mich zwar, denn meine eigene Erfahrung ist im Gegensatz dazu eher die, dass einem diese aufgestaute Energie am Arbeiten hindert, weil man ständig nur an das Eine denkt. Aber Priester sind ja ganz besondere Menschen und durch jahrelanges hartes Training sind sie womöglich tatsächlich in der Lage, diese Energie zu sublimieren. Ich habe mir nun gedacht, wenn die katholische Theologie weiter so erfolgreich an diesem Problem arbeitet und forscht, ob es nicht vielleicht gelingen könnte, diese sexuelle Energie in elektrische Energie umzuwandeln. Dann könnte man die Priester gelegentlich ans Stromnetz anschließen und sie könnten so ihre überschüssige Energie ins Netz einspeisen. Wahrscheinlich könnten wir dann sogar einige Atomkraftwerke abschalten und keiner würde den Nutzen des Zölibats noch weiter anzweifeln. So wäre dann auch der katholischen Kirche geholfen.

Bernd Vowinkel

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Februar 28, 2010 - Posted by | Satire |

1 Kommentar »

  1. Ach Bernd, wieder mal typisch, Du fragst schlitzohrig nach der technischen Verwertbarbeit solcher Art eingesparter „Energien“.
    Was mich an dem ewig lächelnden Jaschke so genervt hat, war
    die empörende unterschwellige Botschaft: Sex ist etwas Minderwertiges, gar Menschenunwürdiges, bedarf der „Sublimierung“ (Verfeinerung – Freud lässt grüßen), und ich, Jaschke, habe es vermocht trotz mancher Anfechtung!
    Welch ein Menschenbild!
    Klasse dagegen die Begründung von Geißler, warum er in jungen Jahren davon Abstand nehmen musste, in einen Orden einzutreten: Wegen der Gelübde: Armut? Kein Problem! Für Gehorsam und Keuschheit hätte er allerdings nicht garantieren können und wollen.
    Sein Grinsen bei diesem Eingeständnis eher sympathisch.
    Renate

    Kommentar von Renate Schuster | Februar 28, 2010


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