gbs Köln

Ist Gottes Wahn Glaube?

Auch wenn ein Drittel der Bevölkerung sich nicht zu einer Religion bekennt, heißt das noch lange nicht, dass sie kämpferische Atheisten sind, wie aus diesen Kreisen immer wieder behauptet wird. Trotzdem ist die moderne Strömung, die Glauben zum Gotteswahn erklärt, ein aufschlussreiches Zeitphänomen und sollte religiös bekennenden Menschen zu denken geben. So das Fazit des dritten und letzten Akademietages an der Hochschule der Pallottiner, gestaltet vom Münchener Kulturjournalisten Alexander Kissler und dem Bonner Theologen René Buchholz. Beide brachten den Atheismus moderner Prägung mit zwei Trends von Kirche und Gesellschaft in Verbindung: einerseits fundamentalistische Tendenzen im Christentum und Islam, die zurück gehen hinter bereits erreichte rational verantwortbare Positionen z.B. in der Bibelauslegung; andererseits die dominierende Rolle, die den Naturwissenschaften zugeschrieben wird, als ob diese für alle Probleme des Lebens Lösungen anzubieten hätten, als ob die Hirnforschung urteilen könnte über Fragen des Glaubens. Hier ist der Nährboden zu sehen für humanistische Vereinigungen wie die Giordano Bruno Stiftung, der namhafte Persönlichkeiten des akademischen und politischen Lebens angehören. Sie versuchen, Gottesglauben in der Populärkultur (darunter Kinderbücher, Comics, Veranstaltungen wie„Heidenspaß statt Höllenqual“) lächerlich zu machen. Politische Ziele sind die vollendete Trennung von Kirche und Staat, die Erklärung von Religion zur völligen Privatangelegenheit.

weiterlesen im Originalartikel

Januar 27, 2010 - Posted by | Presse | ,

2 Kommentare »

  1. Ich werde am 16. März das Vergnügen haben, mit Herrn Buchholz über den Neuen Atheismus zu diskutieren, siehe:

    http://www.vhs-bonn.de/BIKWeb/programm-anmeldung/suchergebnis/seminar-detailseite?seminarCid=451473

    B.Vowinkel

    Kommentar von Bruno | Januar 27, 2010

  2. Irgendwie geht es da auch immer wieder um die Gottesvor-
    stellung. Und dahingehend haben die Skeptiker recht. Unter
    anderem soll nicht vergessen werden, dass Gott lange
    Zeit mit dem Tod gleichgesetzt wurde. Lange Zeit
    regierte gewissermassen der Tod als Herr über Leben und
    Tod. Das machte Medizinern immer wieder Probleme, die
    standen immer wieder vor diesem theologischen Unding. Nietzsche war da nahe dran. Das kann man – halb relig., halb säkular, recht leicht mittels Vergleichen erkennen.
    http://ivanmedienhorror.blogspot.com/2010/01/kirchenaustritt-beantragen-guten.html

    Kommentar von Joe | Januar 29, 2010


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