Ein Riss durch die Welt
von Uwe Lehnert
Bekennenden Christen gemeinsam ist im Prinzip der heilsgewisse Glaube an einen barmherzigen Gott, an die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen, an die Sündenvergebung durch den Opfertod von Jesus, an die eigene Wiederauferstehung nach dem Tod, an eine wie auch immer geartete Hölle als Ort ewiger Verdammnis. Wie viele Kirchenmitglieder aber sind wirklich noch bekennende Christen?
Das Spektrum christlicher Glaubenspraxis in Deutschland reicht vom Kreationismus, also einer wörtlichen Interpretation der Bibel, bis hin zum Atheismus in der Kirche. Eine Studie über den Glauben der Hessen ergab, dass Christen im engeren Sinne sogar innerhalb der Kirchen eine Minderheit darstellen.
Droht uns eine Rückkehr ins Mittelalter?
Von den Kreationisten bis zu den Klimaleugnern: Ein US-Physiker warnt, dass Ideologie und religiöser Fanatismus die Oberhand über Wissenschaftlichkeit gewinnen.
Der US-Physiker Lawrence Krauss beklagt, dass die Wissenschaft in der westlichen Welt immer mehr an Autorität verliert. Das könne schlimme ökonomische Folgen haben. Über die unterschätzte Bedeutung der Grundlagenforschung und die Kritik an Evolutions- und Klimaforschern sprach mit ihm Norbert Lossau.
Wissenschaft und Religion vertragen sich einfach nicht
von Florian Freistetter
Wissenschaft und Religion passen einfach nicht zusammen. Das sage ich jetzt nicht aus Überheblichkeit oder gar Arroganz. Das liegt schlicht und einfach in der Natur der Sache. Wissenschaft und Religion betrachten die Welt auf fundamental unterschiedliche Art und Weise. In der Religion geht es darum zu glauben. Man beruft sich auf innere Überzeugungen, persönliche Visionen, alte Überlieferungen und für nichts davon muss es irgendwelche Belege geben. Oft wird sogar gerade die Tatsache, dass man ohne irgendwelche Belege glaubt als besonders lobenswerte Eigenschaft deklariert. Wissenschaft dagegen ist eine Methode, die extra entwickelt wurde um objektive Erkenntnisse über unsere Welt zu bekommen, die man nicht glauben muss. In der Wissenschaft geht es darum, Dinge zu belegen, zu überprüfen und all das rigoros zu verwerfen, dass dieser Überprüfung nicht Stand hält. Es gibt wenig, was schlechter zusammen passen würde, als Religion und Wissenschaft. Kein Wunder, wenn es da zu Konflikten kommt.
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siehe zum Thema auch:
Intellektueller Selbstmord
Der Theologe Richard Schröder will den Glauben gegen die Wissenschaft, vor allem gegen Richard Dawkins, verteidigen, was aber gründlich daneben geht
Die Affäre um Ex-Verteidigungsminister Guttenberg hat ein paar nur allzu bekannte Tatsachen ins Rampenlicht gestoßen: Politiker kennen allzu häufig keine Skrupel, wenn es darum geht. Den Status quo zu verteidigen – insbesondere ihren eigenen; innerparteilichen Kadavergehorsam einzufordern, wie Horst Seehofer, der seine Kollegen Schavan und Lammert wegen ihrer eine gewisse Integrität zeigenden Kritik an KT abgewatscht sehen will, gilt als nicht weiter bemerkenswert. Und wir akzeptieren wie selbstverständlich Pseudo-Entschuldigungen, die darin bestehen, einmal traurig in eine Fernsehkamera zu gucken – statt echte Verantwortung zu übernehmen, indem man mit konkreten Konsequenzen dafür sorgt, dass die Verfehlung möglichst wiedergutgemacht wird und nicht wieder vorkommt. Was allerdings in dieser Klarheit neu ist, ist die offene Verachtung für Wissenschaft und wissenschaftliches Denken.
Evolution: Irrtümer und Beweise
Der Blogger kereng hat zwei deutschprachige Videos zum Thema Evolution gemacht:
You can trust science!
“Science has an agenda! Science is unreliable!” If you’ve ever heard a religious person say these words, you’ll love this video


