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Mutter Teresa war keine Heilige!

Mutter_Teresa

März 14, 2013 Geschrieben von | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Studie kratzt an Mythos Mutter Teresa: “Alles, nur keine Heilige”

Beten statt helfen: In einer Studie üben Forscher beißende Kritik an der Friedensnobelpreisträgerin und Ordensfrau Mutter Teresa. Die Spendenkonten ihres Ordens seien intransparent verwaltet worden. Im Leiden anderer soll sie auch Schönes gesehen haben.

 

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März 8, 2013 Geschrieben von | Presse | | Hinterlasse einen Kommentar

Mother Teresa Humanitarian Image A ‘Myth,’ New Study Says

A new study by Canadian academics says Mother Teresa was a product of hype who housed the poor and sick in shoddy conditions, despite her access to a fortune.

The Times of India, reporting on the controversial essay, wrote that the authors asserted Mother Teresa saw beauty in the downtrodden’s suffering and was far more willing to pray for them than provide practical medical care. Meanwhile, researchers say, the Vatican engaged in a PR ploy as it threw aside concerns about her suspicious financial dealings and contacts to forgo the five-year waiting period to beatify her.

One of the researchers, Serge Larivee of the University of Montreal’s department of psychoeducation, told the school’s website, “Given the parsimonious management of Mother Theresa’s works, one may ask where the millions of dollars for the poorest of the poor have gone?”

 

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März 5, 2013 Geschrieben von | Presse | | 1 Kommentar

Kinder leiden trotz Millionen Dollar Spenden!

Mother Teresa. The name stirs up a warm sentiment, doesn’t it? We think of the tiny, wizened nun who gave up worldly pleasures to focus on the poor of Calcutta. One of Time Magazine’s 100 most important people of the century. Nobel Peace Prize winner, and humanitarian helper to the poor. She has even been fast-tracked to beatification- the first step on the path to Sainthood.

Revered by almost all Christians- not just Catholics- her order, Missionaries of Charity takes in millions of dollars each year: “Their particular mission is to labor for the salvation and the sanctification of the poorest of the poor all over the world.” Established in 1950, the “M.C.” has around 4,500 nuns in service throughout 133 countries.

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Februar 25, 2011 Geschrieben von | Presse | | 2 Kommentare

Penn & Teller BS: Holier Than Thou pt 1/3

Februar 5, 2011 Geschrieben von | Videos | , | Hinterlasse einen Kommentar

More Abuse in Mother Teresa’s Homes

von Philipp Schaub

A few weeks ago I shared Sally Warner’s story with you. She had been a volunteer with the Missionaries of Charity (MoC) in India for thirteen years, and now finally found the courage to speak up about the countless cases of abuse and gross medical negligence she witnessed there. If you haven’t read it yet, you can find it here.
I also urge you to visit Sally Warner’s own blog, where you will find more detailed stories about the abuse she witnessed, harrowing pictures of the same, and accounts of her trying (and failing) to move the nuns in charge of the various homes to change their policy.
Two days ago, I received a new comment on that post, also from a former volunteer. Read for yourselves:
Note: I’ve taken the liberty to edit out the typos from both her comment and my response.

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Februar 4, 2011 Geschrieben von | Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

ARD Mediathek: Das schwierige Erbe der Mutter Teresa

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5256520

Einigermaßen ausgewogene Darstellung über Leben und Werk von Mutter Teresa.

August 26, 2010 Geschrieben von | Fernsehen | | 1 Kommentar

Colin Goldner über Mutter Teresa: Inbegriff von Falschheit und Bigotterie!

Colin Goldner schreibt in hpd-Forum:

“Ich habe Mutter Teresa Anfang der 90er in Kolkata (damals noch Calcutta) persönlich kennengelernt, als ich sie für den FOCUS interviewen wollte (für eines der ersten Hefte, da war noch nicht so klar, mir zumindest nicht, in welche Richtung das Magazin driften würde).

“Ich erinnere mich noch gut an das 10-Minuten-Gespräch (nachdem sie mich zuvor gut drei Stunden hatte warten lassen): noch nie habe ich einen Menschen getroffen, der mir vom ersten Augenblick an derart unsympathisch und körperlich spürbar zuwider war, wie diese kleine alte Frau: der Inbegriff von Falschheit und Bigotterie. Mit der einen Hand fingerte sie ständig an einem Rosenkranz herum, in der anderen hatte sie einen Krückstock, mit dem sie – während des Gespräches mit mir! – auf die Beine einer Nonne einschlug, die ihr irgendwelche Akten brachte. Ich habe das Interview daraufhin abgebrochen, ich konnte die Anwesenheit dieses bösen alten Weibsstücks nicht länger ertragen.

Später habe ich dann erfahren, dass sie eng mit dem Dalai Lama befreundet war, der ja auch bekannt ist für seine Jähzornsausbrüche, in denen er auf seine Mönche einprügelt. Welch ein Pack.”

Quelle:

http://forum.hpd.de/viewtopic.php?t=83#p420

August 26, 2010 Geschrieben von | Presse | | 6 Kommentare

26.August 2010: 100ster Geburtstag von Mutter Teresa

Bei der großen Anzahl an Verlautbarungen über die „Missionarin der Nächstenliebe“, welche sich zu gegebenem Anlass (am 26. August 2010 wäre Mutter Teresa hundert Jahre alt geworden) in medialer Vielfalt über uns er­gießen,­ erscheint eine weitere mehr als überflüssig zu sein – wenn da nicht ein entscheidendes Manko zu beklagen wäre: In der Flut der Ehrerweisungen, Huldigungen und Verherr­lich­ungen der Jubila­rin gehen eventuell geäußerte kritische Anmerkungen und Hinterfragungen zu ihrer Tätigkeit und ihrem vornehmlich aus katholischer Sicht gezeichneten Bild völlig unter. Dabei erscheinen bei genauerer Betrachtung die ganzen Brimborien um den Personen­­kult mehr als fragwürdig, und damit tut ein deutlicher Widerspruch umso mehr Not.

Zur Vita

Mutter Teresa (bürgerlicher Name: Anjeze Gonxhe Bojaxhiu) wurde am 26. August 1910 in Üsküb (heute Skopje, Mazedonien) geboren. Sie wurde von ihren wohlhabenden katholischen Eltern sehr religiös erzogen und entschied sich schon im Alter von 12 Jahren für ein Leben als Ordensfrau. Mit 18 Jahren trat sie in den Orden der Loretoschwestern in Irland ein. Nach nur zwei Monaten verließ sie das Mutterhaus und zog in ein Haus des Ordens in Bengalen. Nach ihrer Ausbildung war sie dann 17 Jahre lang als Lehrerin in der St. Marys School in Kalkutta tätig. Bei einer ihrer Fahrten durch Kalkutta soll sie angeblich 1946 die göttliche Berufung verspürt haben, den Armen zu helfen. Zwei Jahre danach verließ sie den Orden und lebte unter den Armen in den Slums von Kalkutta. Einige ihrer Schülerinnen schlossen sich ihr an. 1950 gründete sie den Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“, der später auch vom Papst anerkannt wurde. Der Orden kümmert sich um Sterbende, Waisen und Kranke. Heute gehören dem Orden von Mutter Teresa mehr als 3500 Ordenschwestern und Ordensbrüder in 710 Häusern in 133 Ländern der Erde an.

Für viele gilt Mutter Teresa als Inbegriff der Nächstenliebe. So erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Balzan-Preis für Humanität, Frieden und Brüderlich­keit 1978 und den Friedensnobelpreis 1979. Sie starb am 5. September 1997 in Kalkutta. Am 19. Oktober 2003 wurde sie von Papst Johannes Paul II selig gesprochen.

Kritikpunkte

Im Gegensatz zu einer religiös-dogmatischen oder dem Werberummel der angeblich für „Werte“ stehenden kirchlichen Institutionen zu vertrauensvoll aufgesessenen Sichtweise erscheint in aufgeklärt humanistischer Wahrnehmung ihr ganzes Wirken in einem zweifel­haften Licht.

Nicht die humanitäre und medizinische Hilfe stand für sie im Vordergrund, sondern die Missionierung zum katholischen Glauben. Zu der häufig geäußerten Kritik an der mangelhaften medizinischen Ausbildung ihrer Mitarbeiter entgegnete sie z.B.:

„Nicht der Erfolg, sondern die Treue im Glauben ist wichtig“.

Diese Aussage ist neben vielem anderen Beleg dafür, dass ihr eigentliches Interesse dem Leben nach dem Tode galt, und so wollte sie auch ihre Nonnen nicht als Sozialarbeiterinnen verstanden sehen. Sie sah die Armut und das Leid als gottgegeben an und es ging ihr nicht wirklich darum, das irdische Leid ihrer Patienten zu lindern. Dazu sagte sie:

„Es ist etwas sehr Schönes, wenn man sieht, wie die Armen ihr Kreuz tragen. Wie die Passion Christi, ist ihr Leid ein großes Geschenk für die Welt“.

Nach ihrem Tod wurden in den Lagern ihrer Hospitäler große Mengen schmerzlindernde Mittel gefunden, die aus Spenden stammten, die sie aber ihren Patienten vorenthalten hatte. Trotz großer Spendeneinnahmen war die medizinische Versorgung in den Sterbehospizen recht dürftig. Die Ernährung war katastrophal und zuweilen wurde das medizinische Besteck nicht ausreichend des­infiziert. Leicht heilbare Patienten wurden nicht immer in ein Krankenhaus eingewiesen, sondern sie wurden stattdessen zu Tode gepflegt. So bezeichnete die britische Zeitung Guardian die Sterbehospizen des Ordens der Mutter Teresa als eine „organisierte Form unterlassener Hilfeleistung“. Aus all diesen Gründen ist die von einigen gewählte Bezeichnung „Todesengel von Kalkutta“ durchaus angebracht. Für die Beseitigung der Ursachen der Armut in der dritten Welt hat sie sich nie eingesetzt.

Aufgrund des großen Bekanntheitsgrades von Mutter Teresa, erhielt ihr Orden große Geld- und Sachspenden. Bei den Armen und Kranken kam davon aber nur sehr wenig an. Quellen in Großbritannien zeigen, dass z.B. 1991 den Einnahmen von umgerechnet etwa 2,6 Millionen Euro nur 180.000 Euro Ausgaben gegenüberstanden, d.h. nur etwa 7%. Das restliche Geld landete auf einem Konto bei der Vatikanbank in Rom, die für ihre wohltätige Unterstützung der italienischen Mafia bekannt ist. Jedenfalls ist nicht wirklich klar, was mit dem überwiegenden Teil der Spenden geschah. So veröffentlichte das Magazin Stern am 10.09.1998 eine vernichtende Kritik von Mutter Teresas Werk mit dem Titel: „Nehmen ist seliger denn geben, Mutter Teresa: Wo sind ihre Millionen?“

Im Zusammenhang mit der katholischen Lehre gesehen, verwundert es natürlich nicht, dass sie sich u. a. als kompromisslose  Abtreibungsgegnerin hervortat. Dies ist mit der Etikettierung „Inbegriff der Nächstenliebe“ für einen aufgeklärten Humanisten allerdings nicht in Einklang zu bringen. Weitere Kritikpunkte und genauere Ausführungen zu diesem Problemkreis möge man bei Interesse bitte u. a. den unten genannten Quellen entnehmen.

Katholischer Altruismus

Die Einstellung und Denkweise von Mutter Teresa ist exemplarisch für die katholische Kirche. Es geht hier nicht wirklich darum, Menschen irdisches Leid zu mildern oder zu ersparen, sondern darum, die Seelen der Menschen fürs Jenseits zu retten. Bekanntlich verursacht körperliches Leid bei vielen Patienten Panik, die dann dazu führt, dass man nach jedem vermeintlich rettenden Strohhalm greift. Dies ist eine optimale Situation für die Missionierung. Nicht zuletzt aus diesem Grund betreibt die katholische Kirche eine personell gut ausgestattete „Seelsorge“ in den Krankenhäusern (natürlich vom Staat finanziert). Auf der anderen Seite behindert die katholische Kirche seit Jahrzehnten die Verabreichung von Rauschmitteln an Schwerstkranke. Dennoch scheint sich in diesem Punkt bei den Politikern langsam die Vernunft durchzusetzen. So soll jetzt Cannabis in bestimmten Fällen aus medizinischen Gründen verabreicht werden dürfen. Aber auch bei einer vernünftigen Regelung der aktiven Sterbehilfe ist in unserem Land die katholische Kirche über ihren großen Einfluss z.B. über die Ethikräte der größte Hinderungsgrund. Mit ihrer Irrlehre und ihrer mittelalterlichen Vorstellung von Moral verursacht die katholische Kirche unsägliches Leid auf unserem Planeten. Ihre Art der selbst verstandenen Nächstenliebe ist in der Praxis häufig nichts anderes als reine Menschenverachtung.

So zeigt die Seligsprechung der Mutter Teresa, dass deren äußerst fragwürdiges Verständnis von Humanität zumindest dem eher fundamentalistischen Teil der Katho­liken offensichtlich auch entspricht. Gemäßigtere unter ihnen sind vielleicht weniger informiert bzw. lassen mögliche Kritik an einer Quasi-Heiligen nicht an sich heran. Zu gern blendet man aus, was nicht ins Bild passt.

Das gilt in besonderer Weise für Institution Kirche. Sie benutzt die „Marke Mutter Teresa“, um deren Popu­larität als „Selbstläufer“ im (angeblich) Positiven für sich zu instrumen­tali­sieren. Gerät man nicht zuletzt heute als Nachfolgeorganisation primitiver Wüsten­sekten in arge Erklärungs­nöte, so hilft doch immer noch bei vielen Zeitgenossen der Hinweis auf die eigene Wohltätigkeit, um inhaltliche Kritik auf diese Weise durch Abgleiten ins Atmosphärische abzuwimmeln. Dass diese „Wohltätigkeit“ nur zu einem verschwindend geringen Anteil finanziell von den Kirchen selbst getragen wird, gleich­wohl dort aber ein Arbeitsrecht gilt, das (in Teilen) weltlicher Rechtsprechung Hohn spricht, ist wenig bekannt.

So beteiligt sich die katholische Kirche z.B. an den Kosten der Caritas nur mit knapp 2%, beim „bischöflichen Hilfswerk“ Misereor beträgt der Kirchenanteil etwa 8%. Das meiste Geld für diese katholischen Flaggschiffe der Nächstenliebe kommt vom Staat und von freiwilligen Spendern, d.h. man schmückt sich – wie auch bei Kranken­häusern, Altenheimen, Kindergärten und Schulen – mit fremden Federn. Gleichzeitig bean­sprucht sie aber die uneingeschränkte Hoheit ideologischer Aus­richtung für die eigene Institution und schafft damit Möglichkeiten zur Ausgrenzung Andersdenkender (z.B. Kindergarten­plätze etc.) und zur Gestaltung der Personalpolitik (z.B. Nichtan­­stellung von nicht der reinen Lehre Angepassten oder nicht zumindest formal Katholischen, Kündigung von Wieder­ver­heirateten, usw.). Die damit einher­gehende Willkür ist zur Förderung des Untertanengeistes bestens geeignet. Eine „Mutter-Teresa-Karitas-Legende“ ist als christlicher (also ethisch zweifelhafter) Deckmantel da sehr willkommen. Lasst uns also ausnahmsweise St. Martin spielen und dieses Mäntelchen kräftig zerteilen.

Bernd Vowinkel,

im Auftrag des Vorstandes der Regionalgruppe Köln/Bonn/Düsseldorf

der Giordano-Bruno-Stiftung


Quellen


Christopher Hitchens: The Missionary Position: Ideology of Mother Teresa

Aroup Chatterjee: Mother Teresa, The Final Verdict. Meteor Books

http://de.wikipedia.org/wiki/Mutter_Teresa

http://www.mutter-teresa.info/

http://www.youtube.com/watch?v=dSvFCwGmGow&feature=player_embedded

http://www.youtube.com/watch?v=p3tUuA7WBRE&feature=player_embedded

http://www.michaelparenti.org/motherteresa.html

http://humanizzm.wordpress.com/2010/04/29/mother-teresa/

http://de-de.facebook.com/group.php?gid=326098194662&ref=ts

August 25, 2010 Geschrieben von | Eigene Artikel | | 7 Kommentare

Mutter Teresa: Definitiv keine Heilige!

August 17, 2010 Geschrieben von | Eigene Artikel | | 1 Kommentar

26.August 2010 ist der 100ste Geburtstag des Todesengels von Kalkutta

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August 17, 2010 Geschrieben von | Eigene Artikel | | 3 Kommentare

oh! calcutta!

Juni 14, 2010 Geschrieben von | Cartoon | | Hinterlasse einen Kommentar

FOX News: Atheist Group Objects to Stamp of Mother Teresa

Februar 3, 2010 Geschrieben von | Videos | | 1 Kommentar

Christopher Hitchens über Mutter Teresa

Januar 20, 2010 Geschrieben von | Videos | | Hinterlasse einen Kommentar

Die Menschenverachtung der Mutter Teresa

von Gunnar Schedel

 

Selig sind die Armen

Ihre Menschenverachtung weist Mutter Teresa einen Platz unter den Englein zu

Sie war eine hoch geachtete Persönlichkeit, nach ihrem Tod kamen anerkennende Worte aus allen Regierungspalästen, bei Umfragen unter Jugendlichen taucht sie regelmäßig unter den Top Ten der Vorbilder auf: Mutter Teresa, der “Engel der Armen”. 1997 im Alter von 87 Jahren gestorben schickt sich die weltbekannte Nonne an, in Rekordzeit zur Heiligen aufzusteigen. Der Prozess der Seligsprechung ist bereits eingeleitet und kein Beobachter zweifelt daran, dass die Prozedur schnell vonstatten gehen wird. Dabei geht es allerdings weniger um Wunder und gute Werke, sondern um knallhartes politisches Kalkül der Strategen im Vatikan.

Mutter Teresa steht geradezu synonym für praktizierte Nächstenliebe; sie gilt, weit über kirchliche Kreise hinaus, als integre Persönlichkeit, deren Orden die überwiesenen Spenden bestmöglich zur Unterstützung der Ärmsten der Armen einsetzt. Dieses Image hat die katholische Kirche immer wieder zielstrebig eingesetzt, um Sympathiepunkte und Geld einzuheimsen. Mutter Teresa, vertrauenswürdig und an den sozialen Brennpunkten der Welt aktiv, schien das genaue Gegenbild zum skandalumwitterten Vatikan wie auch zu einem (nicht nur in Sachen Verhütung) zunehmend weltfremder argumentierenden Papst. Mit ihrer Heiligsprechung würde sicherlich eine attraktivere, zeitgemäßere Identifikationsfigur geschaffen als der heilige Nikodemus oder die heilige Agathe.

Das Leben der Mutter Teresa erscheint tatsächlich als Bilderbuch-Karriere einer potentiellen Heiligen. Im Alter von 18 Jahren trat die 1910 in Skopje als Agnes Gonxha Bojaxhiu geborene Albanerin in den Loreto Orden ein. Bald ging sie nach Indien, seit 1946 hatte sie ihre Missionsstation in den Elendsvierteln von Kalkutta. Mit päpstlicher Erlaubnis gründete sie vier Jahre später ihren eigenen Orden, die “Missionarinnen der Nächstenliebe”. Das Unternehmen wuchs und gedieh, heute verfügt es über mehr als 400 Niederlassungen weltweit. In den 1970ern machten die Medien sie als “Engel der Armen” bekannt, 1979 erhielt sie den Friedensnobelpreis. Seither war ihr Orden überaus populär, die Spenden flossen reichlich.

Seit einiger Zeit jedoch kratzen Medienberichte, vor allem aus Großbritannien, am Image der Vorzeige-Katholikin. Kritik an ihrer stockkonservativen Haltung in allen Fragen, die Sexualität oder Ehescheidung betreffen, gab es seit langem. Doch während es dabei um ethische Grundsatzfragen ging, die nun mal umstritten sind, gerät jetzt der Orden und seine praktische Arbeit in die Schusslinie. In den Berichten, die sich teilweise auf Aussagen ehemaliger MitarbeiterInnen der Nonnengemeinschaft stützen, tritt die ungeheure Menschenverachtung zutage, mit der die Missionarinnen der Nächstenliebe den Armen entgegentraten. Wer freilich den Namen des Ordens ernst genommen und den Ansprachen der Ordensgründerin aufmerksam zugehört hätte, wäre davon nicht überrascht. Mutter Teresa hatte nie einen Zweifel daran gelassen, dass ihr eigentliches Interesse dem Leben nach dem Tod galt und dass sie ihre Nonnen nicht als Sozialarbeiterinnen verstanden wissen wollte.

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November 3, 2009 Geschrieben von | Presse | | 2 Kommentare

   

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