gbs Köln

Philipp Blom über “Böse Philosophen”

In seinem Buch “Böse Philosophen” beschäftigt der Historiker Philipp Blom sich mit den Vordenkern der Aufklärung – und kommt zu einem radikalen Schluss: Gleich, ob wir von Leitkultur sprechen oder von christlich-jüdischen Werten, diskutieren, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht – es ist alles Augenwischerei. Systematisch werde verdrängt, dass wir unsere Werte nicht der Religion verdanken, sondern der Aufklärung – und zwar nicht der eines Jean Jaques Rousseau, sondern der des radikaleren Denis Diderot.

 

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April 23, 2012 Geschrieben von | Bücher | | Hinterlasse einen Kommentar

Wider die Heuchelei

Offene Rebellion im Klerus der Alpenrepublik: Hunderte österreichische Priester wollen Papst und Bischöfen den Gehorsam verweigern. Erstmals in so großer Zahl verlangen Geistliche zeitgemäße Antworten auf die Kommunion für Geschiedene, Frauen in Kirchenämtern und das Tabu von Priester mit Frauen und Kindern. Ein Erzbischof droht mit Kirchenausschluss als Antwort auf das Menetekel.

 

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August 28, 2011 Geschrieben von | Bücher | | Hinterlasse einen Kommentar

Ein kurzweiliger Genuss: Heilige Scheiße

(hpd) Wären wir ohne Religion wirklich besser dran? Das fragen Stefan Bonner und Anne Weiss, deren beiden ersten Bücher Generation Doof und Doof It Yourself „eine Ewigkeit lang“ (Klappentext) auf den Bestsellerlisten standen. Putzmunter, unverschämt und gnadenlos führt ihre interessante Reise durch die Welt der Gläubigen und Ungläubigen, wie man sie so nur selten gesehen hat.

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August 20, 2011 Geschrieben von | Bücher | Hinterlasse einen Kommentar

VATICAN HOLOCAUST

August 12, 2011 Geschrieben von | Bücher, Videos | | Hinterlasse einen Kommentar

Buchbesprechung: „Die unbekannte Mitte der Welt“

Ich bin begeistert von einem Buch: „Die unbekannte Mitte der Welt“ mit dem Untertitel „Globalgeschichte aus islamischer Sicht“ von Tamim Ansary. Es ist ein Buch, dessen Reiz und Wahrhaftigkeit darin liegt, dass es die Entwicklungen mit den Augen gebildeter Schichten der islamische Welt betrachtet und uns Abendländern nahe bringt. Der Autor weiß, dass Geschichte erzählt werden muss, und er kann erzählen. Wer sich mit dem Phänomen Religion auseinandersetzt und sich als Atheist nicht nur mit Kirchen und Papst balgen will, der sollte ein solches Buch als Pflichtlektüre betrachten.

Tamim Ansary stammt väterlicherseits selbst aus Afghanistan, mütterlicherseits gibt es europäische und jüdische Wurzeln. Er lebt in den USA und ist Lektor bei einem Schulbuchverlag, was der Lektüre erzählerischen Glanz und hervorragende Verständlichkeit gibt. Dass er selbst den Islam gut kennt, ist wichtig – dass er sein Buch nicht als Moslem schreibt, sondern aus areligiöser Position macht es frei von Apologetik.

Es ist natürlich schon aufregend, eine gute Erzählung der Geschichte zu lesen, in der unsere aus Schulzeiten bekante abendländische Entwicklung nur am geographischen und historischen Rande vorkommt. Denn Tamim Ansary erzählt Weltgeschichte aus der Sicht jener Mitte, die zwischen China und Indien einerseits und dem Ostrand des Mittelmeeres andererseits liegt – eine Region, die seit Mohamed islamisch geprägt ist.

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Mai 11, 2010 Geschrieben von | Bücher, Eigene Artikel | 1 Kommentar

Köln – Korruptionshauptstadt Deutschlands

Colonia Corrupta

Am 20.3.2010 erscheint die 6. erweiterte und aktualisierte Ausgabe (Erstauflage 2002).

Neu: Köln als deutsche Korruptionshauptstadt – von hier aus die heimliche und illegale Bespendung der Regierungsparteien durch Unternehmen 1949 ff.,organisiert durch Bank Oppenheim/Pferdmenges – Adenauer – Kölner Sektion der Europa-Union, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), BDA und Institut der Deutschen Wirtschaft; der Stadt-Anzeiger-Verlag, seine neuerliche NS-Weisswaschung durch den “renommierten” Gefälligkeitshistoriker Manfred Pohl (INSM); “schlanke Verwaltung” – der Einsturz des Stadtarchivs; Kardinal Meisner, Opus Dei, Steuerrückzahlung für den Multimillionär und der Kirchenverkauf ; anschwellendes Lob des Kölner Klüngels (Generalvikar Feldhoff, Reinhold Neven Dumont, Frank Überall)

Außerdem: Der Oberbürgermeister mit den fünf Einkommen- Der Regierungspräsident als politischer Ersatzschauspieler- Kirche und Korruption: Briefwechsel mit Kardinal Meisner

Werner Rügermer: Colonia Corrupta 200 Seiten, 19,90 Euro. Erscheint am 20. März 2010

Verlag: WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT

März 20, 2010 Geschrieben von | Bücher | | 1 Kommentar

“Die Gottespest” von Johann Most


Johann Most
(1846-1906) war ein Feuerkopf. In der deutschen Arbeiterbewegung der 1870er und 1880er Jahre gab es keinen Agitator, der ihm an Leidenschaft und Courage gleichgekommen wäre. Sein rastloses Leben begann mit einer bitteren Kindheit und endete in trüber Isolation.

Nach einer Buchbinderlehre und anschließenden Wanderjahren schloss sich Johann Most Ende der 1860er Jahre der sozialistischen Bewegung an. Anfang der 1870er Jahre war er Redakteur und Herausgeber sozialdemokratischer Zeitungen in Chemnitz, Mainz und Berlin. 1874 wurde er zum ersten Mal in den Reichstag gewählt. Zum behäbigen Funktionär war Johann Most jedoch nicht geschaffen. Seine politischen Ansichten und sein hitziges Temperament trugen ihm in seinem Leben immer wieder Verfolgungen ein. Die Immunität, die er als Abgeordneter genoss, half ihm da wenig. Auf eine Rede hin, die er zum Andenken an die Pariser Kommune hielt, wurde er 1874 wegen Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Sein Atheismus machte Most zum Buhmann der Öffentlichkeit, besonders seitdem er, ganz im Gegensatz zur Parteilinie, den Massenaustritt aus den Landeskirchen propagiert hatte.

Als im Oktober 1878 in Deutschland das Sozialistengesetz erlassen wurde, wurde Most aus Berlin ausgewiesen. Er musste Deutschland verlassen und es folgte ein lebenslanges Exil. Erst emigrierte er nach Frankreich, dann nach England und schließlich in die USA. In allen seinen Exilländern eckte er mit seiner revolutionären Propaganda bei der Obrigkeit an und handelte sich immer wieder neue Haftstrafen ein. Most entwickelte sich in der Emigration zum militanten Anarchisten und wurde einer seiner prominentesten deutschen Repräsentanten.

Most blieb bis Ende seines Lebens ein radikaler Atheist und hat diverse antireligiösen Pamphlete geschrieben. Die berühmteste seiner Schriften ist die 1883 in New York erschienene “Gottespest”, die seitdem in unzähligen Auflagen und Übersetzungen erschienen ist. In der “Gottestpest” setzt sich Most mit der Religion im allgemeinen auseinander. Und er macht dies in dem für ihn so typischen derben humorvollen Stil. Gelesen wird die “Gottestpest” von dem Schauspieler, Regisseur und Nachrichtensprecher Wolfram Haack.

Die Gottestpest anhören

Oktober 27, 2009 Geschrieben von | Bücher | Hinterlasse einen Kommentar

Susi Neunmalklug erklärt die Evolution

(hpd) Pünktlich zu Darwins Geburtstag ist die neue Koproduktion der Ferkelbuch-Macher Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke erschienen: „Susi Neunmalklug erklärt die Evolution“. Die Giordano Bruno Stiftung produzierte auf der Basis des Buchs einen Kurzfilm, der auf dem Darwin-Festakt in der Deutschen Nationalbibliothek uraufgeführt wurde und beim Publikum für große Heiterkeit sorgte. hpd sprach mit den beiden Autoren über die Hintergründe von Buch und Film.

Das Buch

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Helge Nyncke / Michael Schmidt-Salomon

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Februar 26, 2009 Geschrieben von | Bücher, Film, Videos | Hinterlasse einen Kommentar

   

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