Offener Brief der säkularen Humanisten Rhein-Neckar an Frau Käßmann
von Reinhold Schlotz
Liebe Frau Käßmann,
heute treten Sie ihr Amt als „Lutherbotschafterin“ für das 500-jährige Reformationsjubiläum 2017 an, um mit „Herzen, Mund und Händen“, „Sprache und Geist Martin Luthers fromm, fröhlich, frisch und frei in den Alltag zu übersetzen“ mit dem Ziel „ein Feuer der Begeisterung für dieses einmalige Ereignis“ bei uns und international „zu entzünden“. Sie vertreten hier einen bedeutenden Deutschen, der sich mutig und unter Gefahr seines Lebens vor 500 Jahren gegen den Ablaßhandel der katholischen Kirche eingesetzt, dadurch die Reformation in Gang gesetzt und später mit der Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung geleistet hat. Sie setzen sich aber auch ein für einen Mann, der die „Freyheith eines Christenmenschen“ eben nur als Freiheit eines Christenmenschen verstand und in den Anhängern des jüdischen Glaubens ein von Gott „verdammtes Volk“ erblickte. Es war Martin Luther, der in seinem Buch „Von den Jüden und iren Lügen“ (1543) seinen treuen Rat gab, wie mit den Juden umzugehen sei: er ruft u.a. auf zum Niederbrennen ihrer Synagogen, sie unter ein Dach oder Stall zu tun, ihnen ihre Religion zu verbieten, ihren Besitz abzunehmen und die jungen Juden und Jüdinnen zur Arbeit zu zwingen. Der heidelberger Philosoph Karl Jaspers schreibt 1962 hierzu (1): „Luthers … Ratschläge gegen die Juden (die Hitler genau ausgeführt hat)“ und weist darauf hin, dass Luthers „treuer Rat“ in der Zeit des Nationalsozialismus in seinem Sinne Punkt für Punkt umgesetzt wurde.
Liebe Frau Käßmann, sie wollen „immer wieder fragen: Wie steht es um die Gerechtigkeit – in unserem Land, auf der Welt?“ Vergessen Sie bitte nicht, dass zur Gerechtigkeit in unserem Land auch die historische Wahrheit gehört. Es ist sicherlich schwer für Sie, ihren eigenen Kirchenvater als Judenhasser und geistigen Brandstifter zu erkennen und als solchen öffentlich zu benennen. Dennoch soll dies ein Appell an Sie sein, den ganzen, und nicht nur den zensierten Luther in der Öffentlichkeit darzustellen und ihre Einschätzung, Feierlichkeiten zu Ehren Martin Luthers seien eine „Erinnerung für die Zukunft“, zu überdenken. Sie sagen: „Martin Luther ist Vorbild für uns heute, aus dem Glauben heraus, Standpunkte zu finden“. Wenn Sie aus Luthers Lebenswerk eine Gesamtbilanz ziehen, dann gehört neben der Reformation und der Bibelübersetzung eben auch sein Verrat an den Bauern, seine Befürwortung der Hexenverfolgungen, seine menschenverachtende Einstellung zu Behinderten und, nicht zuletzt, sein abgrundtiefer und folgenschwerer Hass gegen die Juden mit hinein. Auch der Dreißigjährige Krieg als Folge der Reformation darf hier nicht vergessen werden. Martin Luther als ein Vorbild für uns heute darzustellen, wäre in der Tat ein fatales Signal für die Zukunft. In Luthers eigener Sprache kann das Gesamturteil über ihn nur lauten: Summa, wir haben einen rechten Teufel an ihm!
(1) Karl Jaspers, Der philosophische Glaube angesichts der Offenbarung, Piper Verlag München 1962, S. 90
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Siehe hierzu:
EKD Pressemitteilung
http://www.ekd.de/presse/pm170_2011_lutherbotschafterin.html
Erklärung von Margot Käßmann
http://www.ekd.de/download/2010708_statement_kaessmann.pdf
Erklärung von Präses Nikolaus Schneider
http://www.ekd.de/download/2010708_statement_schneider.pdf
Tagung: Die Atheistische Perspektive
KÖLN. (hpd/ibka) Vom 25. bis zum 27. Mai laden die Atheist Alliance International (AAI) und der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) zu der internationalen atheistischen Tagung unter dem Motto „Die Atheistische Perspektive: national, regional, global“ ein. Kooperationspartner des Events ist die Giordano Bruno Stiftung (gbs).
Der Atheismus erfährt aktuell einen Zuspruch, wie selten zuvor. Mehr und mehr Menschen organisieren sich in säkularen Gruppen. Das Jahr 2012 wird mit der Zahl atheistischer und humanistischer Konferenzen einen weltweiten Rekord aufstellen.
Nicht zuletzt die Veröffentlichungen der „Four Horsemen“ (Richard Dawkins, Daniel Dennett, Sam Harris und der kürzlich verstorbene Christopher Hitchens) haben in den letzten Jahren über den englischsprachigen Raum hinaus Beachtung gefunden und Säkularisten auf der ganzen Welt ermutigt, für ihre Überzeugungen einzutreten. Mehr und mehr Menschen wenden sich von der organisierten Religion ab. In Deutschland ist inzwischen mehr als ein Drittel der Bevölkerung konfessionslos. Dennoch sind die Nichtreligiösen noch immer nicht so weit, dass sie als bedeutender gesellschaftlicher und politischer Faktor wahrgenommen werden.
Gedenk-Feier für Albert Dulk
Sonntag, 1. April 2012, ab 14 Uhr, am Dulkhäusle und in der Gaststätte Zeus Vereinsheim Radsportverein Germania (Römerstraße 13, Esslingen)
“Gedenk-Feier für Albert Dulk” zum 130-Jährigen Jubiläum der Gründung der ersten regionalen Gruppe des „Deutschen Freidenker-Bundes“, die erste Organisation und Interessenvertretung für Konfessionslose im Deutschen Reich und Gründung der ersten Ortsgruppe des deutschen “Freidenkerbundes” in Stuttgart durch Albert Dulk am 2. 4. 1882 als Vorläufer-Organisation fast aller freigeistigen, freidenkerischen, konfessionsfreien und säkular-humanistischen Organisationen in Deutschland.
Veranstalter: “Albert-Dulk-Freundeskreis”, Giordano Bruno-Stiftung (gbs) Stuttgart-Mittlerer Neckar, Humanistischer Verband Württemberg, IBKA Ba-Wü, DFV Ostwürttemberg.
Radio: Die gbs-Redaktion „Humanismus und Aufklärung“ sendet auf Freies Radio für Stuttgart eine Ankündigung und einen Aufruf zur Teilnahme am Mittwoch, 28. März 2012 von 17 bis 18 Uhr (UKW 99,2 MHz) in ihrer monatlichen Sendung, 4. Mittwoch im Monat.
Infostand: Die Giordano Bruno Stiftung informiert über ihre Zielsetzung mit Flugblättern, Plakaten, Schriften, Werbe-Bannern und im persönlichen Gespräch.
Musikalische Umrahmung: Freisinnige Lieder von Stéphane & Didier aus dem „Humanistischen Programm“ im musikalischen Arrangement von Stéphane Bazire und mit deutschen Texten von Dieter Kaiser.
Bewirtung: Biergarten der Gaststätte Germania gegenüber dem „Dulkhäusle“.
Eintritt: frei. Spenden für die Musiker werden nicht zurückgewiesen.
Ablauf
- Begrüßung der Teilnehmer am Dulk-Häusle, Dieter Kaiser, Giordano Bruno-Stiftung Stuttgart Mittlerer Neckar
- Begrüßung durch Andreas Henschel, Die Humanisten Württemberg, Körperschaft des öffentlichen Rechts.
- Fortsetzung schräg gegenüber im Gasthaus Germania.
- “Imagine“ (Musik John Lennon / dt. „Stellt euch vor“).
- Grußwort von Herrn Wolfgang Drexler, Erster stellv. Landtagspräsident BW, Mitglied des Verwaltungsrats des Südwestrundfunks und damit Mitglied des Aufsichtsrats der SWR-Media Services GmbH.
- “Für alle Kinder dieser Welt“ und “Nimm ein Kind an deine Hand“ (Musik: Y. Duteil)
- Ansprache von Frau Janka Kluge, Redaktions-Leitung „Skeptischer Augenblick“, eine glaubenskritische Sendung beim Freies Radio für Stuttgart.
- “Wie sie sagen“ (Musik: Charles Aznavour)
- „Armer Josef“ (Musik: Georges Moustaki)
- Vortrag über Leben und Werk Albert Dulks mit Präsentation in Power-Point und
Buch-Vorstellung über Albert Dulks Leben und Wirken (Heiner Jestrabek, Heidenheim) und Gedichte von Albert Dulk gelesen von Jens Schreblowsky.
- Zum Ausklang: “Friede auf Erden“ (Musik J. Ferrat)
gbs – Dieter Kaiser
2012.03.13
Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) zur geplanten Einführung von Islamischem Religionsunterricht (IRU) in NRW
Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat auf seiner Sitzung am 21. Dezember 2011 ein Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz) beschlossen.
Die GAM nimmt aus diesem Anlass zum vorliegenden Gesetzentwurf (Drucksache 15/2209 vom 21.06.2011) wie folgt Stellung:
Der Gesetzentwurf steht auf tönernen Füßen, da er auf einer verfassungsmäßig fragwürdigen Übergangslösung in Gestalt einer willkürlich konstruierten „Ermächtigungsnorm“ ohne Vorliegen von rechtlichen Voraussetzungen basiert. Zum einen fehlen die erforderlichen islamischen Instanzen als autoritative Richtliniengeber im Sinne von staatskirchenrechtlich qualifizierten Religionsgemeinschaften. Zum anderen existieren keine verfassungsmäßigen Regularien, um die politische Willkürentscheidung der Landesregierung rechtskonform zu realisieren. Diese muss vielmehr selbst einräumen, dass die islamischen Organisationen, mit denen kooperiert werden soll, nicht allen formellen und inhaltlichen Anforderungen entsprechen, „die nach der Rechtssprechung von Religionsgemeinschaften verlangt werden“ (S. 5).
Writer Christopher Hitchens Dies At 62
The influential writer and cultural critic Christopher Hitchens died on Thursday at the age of 62 from complications of cancer of the esophagus. Hitchens confronted his disease in part by writing, bringing the same unsparing insight to his mortality that he had directed at so many other subjects.
Over the years, Hitchens’ caustic attention was directed at a broad range of subjects, including Henry Kissinger, Prince Charles, Bob Hope, Michael Moore, the Dalai Lama and Mother Teresa.
Christopher Hitchens ist heute gestorben
Christopher Hitchens—the incomparable critic, masterful rhetorician, fiery wit, and fearless bon vivant—died today at the age of 62. Hitchens was diagnosed with esophageal cancer in the spring of 2010, just after the publication of his memoir, Hitch-22, and began chemotherapy soon after. His matchless prose has appeared in Vanity Fair since 1992, when he was named contributing editor.
Blasphemie, oder was man dafür hält
Die Informationstechnologie macht rasante Fortschritte und ist ein „Global Player“, nicht nur Industrie und Handel sind es.
“Schockwellenreiter” Jörg Kantel aus Berlin einer der ersten deutschen Blogger ist ein Freund klarer Worte. Am 29. Juni verwendete er im Rahmen einer Meldung, dass der Kölner Kardinal Joachim Meisner die Abtreibung als “täglichen Super-GAU” bezeichnete, er benutze dafür einen kindsmissbrauchs- und mitgliedermanipulationskritischen Kraftausdruck, den der Lawblogger und Strafverteidiger Udo Vetter twitterte.
Hochwürden Kardinal Meisner aus Köln ist ein mächtiger Mann und in der Städteregion Aachen kein Unbekannter. Die Vorsitzende von Bündnis 90/Die GÜNEN, Claudia Rothe, hat ihn seiner Zeit einen durchgeknallten „Oberfuzzi“ genannt
Erinnert sei noch einmal an seine Rolle, die er beim Verkauf des St. Brigida – Krankenhauses in Simmerath/Nordeifel spielte mit dem Ergebnis, dass das Medizinische Zentrum der Städteregion Aachen nicht bereit war, den umstrittenen Eintrag im Grundbuch zu unterschreiben – keine Schwangerschaftsabbrüche gleich aus welchen Gründen, um die gynäkologische Versorgung der Nordeifel nicht zu gefährden. Nach WHO – Richtlinien, die internationalen Standard haben, sind solche Eingriffe bis zur 25. Schwangerschaftswoche aus ethischen Gründen möglich. Wenn Gefahr für die Mutter und das werdende Leben besteht. Hier wird die Frauenfeindlichkeit der Katholischen Kirche sichtbar, mit ihrer desaströsen Sexual- und Sozialmoral. Das Mitbestimmungsrecht der möglichen Mutter wird ignoriert. Der Städterregionsrat der Städteregion Aachen , flächenmäßig so groß wie Hamburg, mehr Einwohner als Düsseldorf, hatte einstimmig beschlossen, dass das ´Medizinische Zentrum das Krankenhaus übernehmen sollte, ohne den strittigen Grundbucheintrag. . Dieser „hohe Herr aus dem heiligen Köln“, setzte seine klerofaschistoide Politik, mit Brachialgewalt durch und trickste die Kommunalpolitiker der Städteregion aus, ohne Vorankündigung, weil er einen anderen Träger aus Bayern fand, der dem umstrittenen Grundbrucheintrag zustimmte. Das Krankenhaus ist Eigentum eines katholischen Ordens.
Oh Gott, der Papst kommt. ARD Montag 21 Uhr
ARD Sendung “Hart aber Fair” mit gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon
Oh Gott, der Papst kommt – was denkt Deutschland über Benedikts Kirche?
Volle Kirchen, begeisterte Gläubige – der Papstbesuch soll ein großes Fest werden. Aber gibt es nach Missbrauch und Massenaustritten wirklich Grund zum Feiern? Und wie lebensfern darf eine Kirche sein, die am Zölibat festhält und Frauen nur als Statisten duldet?
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/
Alle angefragten Bischöfe haben es übrigens abgelehnt, an dem Streitgespräch teilzunehmen, nachdem sie erfahren haben, dass Schmidt-Salomon teilnimmt. Wahrscheinlich fühlen sie sich ihm geistig nicht gewachsen.
Hier kann auch abgestimmt werden:
Ihre Meinung
Gibt Ihnen die Kirche eine wichtige Orientierung im Leben?
Ablehnung der Papstrede im Bundestag
BERLIN. (hpd) Die Rede des Papstes im Bundestag wird von einer ganzen Anzahl von Bundestagsabgeordneten nicht widerspruchslos hingenommen. Rolf Schwanitz, MdB der SPD, Staatsminister und Staatssekretär a. D., hat dazu heute eine Erklärung veröffentlicht.
11. September: Imagine no Religion
Imagine, sang John Lennon, a world with no religion. Imagine no suicide bombers, no 9/11, no 7/7, no Crusades, no witch-hunts, no Gunpowder Plot, no Kashmir dispute, no Indo/Pakistan partition, no Israel/Palestine wars, no Serb/Croat/Muslim massacres, no Northern Ireland ‘troubles’. Imagine no Taliban blowing up ancient statues, lashing women for showing an inch of skin, or publicly beheading blasphemers and apostates. Imagine no persecutions of the Jews – no Jews to persecute indeed, for without religion they would long ago have intermarried with the surrounding populations.
Offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel
BERLIN. (gbs/hpd) Der Vorstand der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Offenen Brief aufgefordert, die „Menschenrechtsverletzungen der Katholischen Kirche“ zu kritisieren, wenn sie am 22. September mit Papst Benedikt XVI. zusammentrifft.
Außerdem drängt die Stiftung auf eine Änderung des Protokolls: Dass der Papst die Kanzlerin in Berlin empfange – und nicht umgekehrt, erinnere an „jene düsteren Zeiten, als weltliche Herrscher dem ‚Stellvertreter Christi‘ ihre Aufwartung machen mussten, um politisch nicht unter die Räder zu geraten“.
Kompendium und Video des Attentäters von Oslo
http://www.veoh.com/watch/v21123164bZCBQeZ8
http://www.kevinislaughter.com/wp-content/uploads/2083+-+A+European+Declaration+of+Independence.pdf
Nächstes Monatstreffen
Achtung: Terminverschiebung!
Nächstes Monatstreffen
(Statt kommenden Freitag, den 8.7.2011)
Freitag, 15.7.2011, 19.00 Uhr
HfMT Köln, Raum 14
Hochschule für Musik und Tanz Köln
Unter Krahnenbäumen 87, 50668 Köln
Zu erreichen fußläufig in 7 Minuten vom Kölner Hbf oder Ebertplatz,
oder kostenloses Parken in der Tiefgarage, Einfahrt über „Im Krahnenhof“.
(Falls Schranke geschlossen, bitte klingeln, Klingel am Kartenlesegerät Höhe Seitenfenster)
Keine Abzüge für Abgeordnete bei Abwesenheit von Papstrede
Pressemitteilung:
Anlässlich der geplanten Rede des Papst Benedikt XVI. im Bundestag am 22. Sept. 2011 reichte die gbs-Regionalgruppe München/Bayern eine erste Petition im Deutschen Bundestag ein. Die Forderung, “Der Deutsche Bundestag möge beschliessen, dass Bundestagsabgeordnete, die an der Rede nicht teilnehmen, wegen Ihrer Abwesenheit keine Abzüge bei den Diäten erhalten”, verdeutlicht die mangelnde Trennung von Kirche und Staat in Deutschland. Die Begründung unterstreicht die Unvereinbarkeit der ethischen Werte Deutschlands mit der absoluten Monarchie des undemokratischen Vatikanstaats. Inspiriert wurde die Regionalgruppe München durch das FOCUS-Interview mit Erzbischof Zollitsch vom 22.04.11: „Die demokratische Grundeinstellung unserer Abgeordneten wird sich an deren Präsenz im Bundestag während der Rede zeigen. Es würde für sich sprechen, wenn jemand aus Protest dieser für unser Land historischen Stunde fern bliebe, “ so Zollitsch. Die Freigabe zur öffentlichen Unterzeichnung seitens des Petitionsausschuss wird innerhalb der nächsten 2-3 Wochen bekanntgegeben: https://epetitionen.bundestag.de. Text der Petition: http://gbs-muc.de/wp-content/uploads/Petition-18431-vom-18.06.2011.pdf
München, 18.06.2011
Giordano-Bruno-Stiftung fordert Rücktritt des Behinderten-Beauftragten der Bundesregierung
(01.06.2011)
Die Giordano-Bruno-Stiftung hat den Rücktritt des CDU-Politikers Hubert Hüppe vom Amt des Behinderten-Beauftragten der Bundesregierung gefordert. „Hüppes Versuch, die Verleihung des Ethik-Preises 2011 an die Initiatoren des Great Ape Projekts zu verhindern, zeugt sowohl von fehlender Sachkenntnis als auch von erschreckend geringer Achtung der Prinzipien einer offenen pluralen Gesellschaft!“, erklärte dazu gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon.
„Dass Hüppe behauptet, unser Preisträger Peter Singer würde behinderten Menschen das Lebensrecht absprechen, ist eine atemberaubende Diffamierung. Peter Singers Ethik in eine Verbindung mit Nazi-Gräueltaten zu bringen, ist nicht nur inhaltlich absurd, sondern angesichts der Tatsache, dass der Autor drei seiner vier jüdischen Großeltern in deutschen Konzentrationslagern verlor, eine Geschmacklosigkeit sondergleichen! Wir werden solche Rufmordkampagnen nicht hinnehmen! Sollte sich Hubert Hüppe für seine Entgleisungen nicht öffentlich entschuldigen, werden wir prüfen, ob wir nicht rechtliche Schritte gegen ihn einleiten können.“
Weitere Informationen zum Ethikpreis 2011 siehe:
www.giordano-bruno-stiftung.de
Ethik der Neurowissenschaften
Podiumsdiskussion in Frankfurt u.a mit Peter Singer und Wolf Singer am Sa. 04. Juni 2011 in Frankfurt
Sind Tierversuche in der Hirnforschung legitim? Welche ethischen Grenzen hat die Forschung? Über dieses Thema diskutieren in Frankfurt Kathinka Evers, Peter Singer und Wolf Singer unter der Moderation von Thomas Metzinger.
Zum Auftakt der Veranstaltung wird der Barbara Wengeler-Preis 2011 vergeben. Im Anschluss referiert Peter Singer über das Thema: What can Neuroscience tell us about Ethics? Vor allem über die anschließende Debatte zwischen dem Frankfurter Hirnforscher Wolf Singer und dem australischen Philosophen und Tierrechtler Peter Singer darf man gespannt sein…
| Adresse: | Casino Westend Campus Grüneburgplatz 1 Raum 1.801 DE-60323 Frankfurt |
|---|---|
| Termin: | Sa 04. Jun 2011, 18:00 |
| Veranstalter: | Prof. Dr. Thomas Metzinger, Frankfurt Institute for Advanced Studies in Kooperation mit der Barbara Wengeler Stiftung http://fias.uni-frankfurt.de… |
| Eintritt: | Eintritt frei |
NRW-Atheisten: Handreichung für konfessionsfreie Schüler
Pressemitteilung vom 22.12.2010
(Lindlar) Um den Jahreswechsel wählen viele Eltern die Grundschule oder suchen nach einer passenden weiterführenden Schule für ihre Kinder. Neben Bildungsangebot, Lehrerqualifikation und Erreichbarkeit ist auch die weltanschaulich-religiöse Ausrichtung ein wichtiges Kriterium für die beständig anwachsende Zahl nichtreligiöser Eltern. Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) NRW stellt in seinem Internet-Angebot einen Fragebogen für Eltern zur Verfügung, mit dem sie die Wahrung der Religionsfreiheit ihrer Kinder bei Schulleitungen erfragen können.
“Die Teilnahme am konfessionellen Religionsunterricht und Schulgottesdiensten ist für Schülerinnen und Schüler freiwillig. Das regelt unser Grundgesetz. Viele Lehrerinnen, Lehrer und Schulleitungen verwenden bedeutenden Ehrgeiz darauf, die Freiwilligkeit der Teilnahme am Religionsunterricht zu behindern. Hier werden die Grundrechte der nichtreligiösen Schüler massiv verletzt!” sagt IBKA-NRW Sprecher Rainer Ponitka. “Manche Grundschulen lassen Unterrichtsfächer beim gleichen Lehrer ineinander übergehen. Der Religionsunterricht hat keine verbindlichen Zeiten im Stundenplan. Es wird Eltern massiv erschwert, ihre Kinder vor religiöser Indoktrination zu schützen.”
Dem Fragebogen liegt die aktuelle Gesetzes- und Erlasslage in Nordrhein-Westfalen zugrunde. Erfragt wird die Beaufsichtigung der konfessionsfreien Schüler zur Zeit des Religionsunterrichtes, die verbindlichen Zeiten des Religionsunterrichtes im Stundenplan, sowie die Häufigkeit von Gottesdiensten im Schulhalbjahr.
Ponitka weiter: “Der Religionsunterricht hat die Aufgabe, die Glaubensinhalte der Religionsgemeinschaften als bestehende Wahrheiten zu vermitteln. Das hat das Bundesverfassungsgericht 1987 bestätigt. Somit kann man den Religionsunterricht als pure Mitgliederschulung der Religionsgemeinschaften bezeichnen.
Nirgendwo sonst im schulischen Bereich wird so viel kriminelle Energie darauf verwendet, die bestehende Rechtslage zu umgehen und nichtreligiöse Menschen in der Ausübung ihrer Freiheitsrechte zu behindern.”
Hintergrund:
Der IBKA in Nordrhein-Westfalen berät seit dem Schuljahr 2007/2008 nichtreligiöse Schüler, Eltern und Lehrer und unterstützt sie in der Wahrung ihrer Religionsfreiheit.
Weiterführende Links:
Fragebogen für Eltern - http://www.ibka.org/frageGS-NRW
Schulrundschreiben 2009/10 – http://www.ibka.org/node/897
AG Schule des IBKA – http://www.ibka.org/ag-schule
Über den IBKA:
Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die Weltanschauungsfreiheit und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen.
Asp:
Rainer Ponitka
IBKA e.V., Landessprecher NRW
Steinbach 19
51789 Lindlar
Tel.: +49-(0)2266-9015244
Mobil: +49-(0)170-8122250
E-Mail: presse-nrw@ibka.org
www.ibka.org/nrw
Ärzte weigern sich, Verurteiltem Auge auszustechen
In Saudi-Arabien wurde ein Mann nach islamischem Recht dazu verurteilt, ein Auge zu verlieren. Die Ärzte weigerten sich, das Urteil zu vollstrecken.
Verratene Frauen
Um an die Macht zu kommen, hatte Nicaraguas linker Präsident Daniel Ortega
einen “Wahl-Pakt” mit der katholischen Kirche geschlossen. Darunter müssen viele Frauen leiden – denn seither ist jede Abtreibung verboten, selbst wenn das Leben der werdenden Mutter gefährdet ist.
Link zur vollständigen Meldung bei tagesschau.de:
http://www.tagesschau.de/weltspiegel252.html




