gbs Köln

Schluss mit der religiösen Indoktrination!

 

Baby

März 2, 2014 Geschrieben von | Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

Kritische Islamkonferenz 2013

kik-header4“Selbstbestimmung statt Gruppenzwang!”: Unter diesem Motto steht die hochkarätig besetzte, öffentliche Tagung der Kritischen Islamkonferenz 2013, die vom 11.-12. Mai in Berlin stattfinden wird.

Die Kritische Islamkonferenz ist ein alternatives Dialogforum, das 2008 in bewusster Abgrenzung zur Deutschen Islamkonferenz des Innenministeriums ins Leben gerufen wurde. Kamen in der ersten öffentlichen Tagung der Kritischen Islamkonferenz 2008 vor allem religionsfreie Islamkritiker und Ex-Muslime zu Wort, sollen 2013 verstärkt auch liberale Muslime Gehör finden. Denn um die „offene Gesellschaft“ gegen die doppelte Bedrohung von politischem Islam und chauvinistischer Fremdenfeindlichkeit zu schützen, bedarf es eines breiten Bündnisses säkularer und liberal-religiöser Kräfte. Wir laden Sie herzlich dazu ein, daran mitzuwirken und mit uns darüber zu diskutieren, wie wir diese Gesellschaft im Sinne der Menschenrechte weiterentwickeln können!

Die Kritische Islamkonferenz 2013 wird vom 11.-12. Mai im af Auditorium Friedrichstrasse stattfinden. Am Vorabend (10. Mai) wird im Hackesche-Höfe-Kino der Film “Der Iran-Job” gezeigt werden (mit anschließendem Empfang der Gäste und Konferenzteilnehmer im Foyer des Kinos).

Auf dieser Website finden Sie alle erforderlichen Informationen zur Kritischen Islamkonferenz 2013, von der sicherlich ähnlich starke Impulse für die gesellschaftliche Debatte ausgehen werden wie von der Vorgängerkonferenz 2008. Wir würden uns freuen, Sie auf der Tagung in Berlin begrüßen zu dürfen!

Mitwirkende: Hamed Abdel-Samad, Mina Ahadi, Lale Akgün, Necla Kelek, Philipp Möller, Volker Panzer, Michael Schmidt-Salomon, Markus Tiedemann, Arzu Toker, Ali Utlu, Wolfgang Welsch u.v.m.

Weitere Details auf www.kritische-islamkonferenz.de und auf facebook.

10. Mai, 19:00 Uhr:
RealFiction Filmverleih zeigt den Kinofilm “Der Iran-Job” in Zusammenarbeit mit dem Humanistischen Pressedienst, anschließend findet im Foyer des Hackesche Höfe Kinos ein Empfang für alle Konferenzteilnehmer und Gäste statt.
11. Mai, 9:30 Uhr:
Erster Konferenztag, AF Auditorium Friedrichstaße
12. Mai, 9:30 Uhr:
Zweiter Konferenztag, AF Auditorium Friedrichstraße. (13:30 Ende der Konferenz)

Veranstaltungsort:
af Auditorium Friedrichstrasse
Im Quartier 110
Friedrichstrasse 180
10117 Berlin


 

März 12, 2013 Geschrieben von | Aktionen, Eigene Veranstaltungen | | 1 Kommentar

Hasenfest 2013

Hasenfest2013

Weitere Informationen unter:

http://www.hasenfest.org/

Februar 25, 2013 Geschrieben von | Aktionen | | 2 Kommentare

Aufruf zur Protestkundgebung gegen das geplante Gesetz zur Knabenbeschneidung in Berlin

Aktionsbündnis für Kinderrechte fordert uneingeschränkten Grundrechtsschutz von Knaben

(06.12.2012)

Am Mittwoch, dem 12.12.2012, wird am Brandenburger Tor eine Protestkundgebung gegen das geplante Gesetz zur Knabenbeschneidung stattfinden. Die Kundgebung wird unter anderem vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, Terre des Femmes, der Deutschen Kinderhilfe, den SPD-Laizistinnen und -Laizisten, dem Zentralrat der Ex-Muslime, Mogis e.V. und der Giordano-Bruno-Stiftung unterstützt.

Bei der Veranstaltung unter dem Motto “NEIN zum geplanten Gesetz zur Legalisierung von Knabenbeschneidungen – JA zu einem uneingeschränkten Grundrechtsschutz von Knaben” sollen folgende Redner sprechen: Rolf Stöckel (Deutsche Kinderhilfe), Irmingard Schewe-Gerigk (Terre des Femmes), Dr. Ulrich Fegeler (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte), Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), Raju Sharma (MdB, Die Linke), Marlene Rupprecht (MdB, SPD, angefragt), N.N. (MdB, GRÜNE, angefragt), Christian Bahls (Mogis e.V.), Ali Utlu (Betroffener), Walter Otte (AK Kinderrechte gbs). Die Kundgebung am Brandenburger Tor beginnt um 11.00 Uhr.

 

Auszug aus dem Aufruf des AK Kinderrechte zur Protestkundgebung:

Die Debatte um die religiös motivierten Knabenbeschneidungen in Deutschland soll am Mittwoch, dem 12.12.2012, beendet werden, wenn der Gesetzentwurf der Bundesregierung in letzter Lesung verabschiedet wird. Aus einer Kinderrechtsperspektive heraus ist dies nicht hinnehmbar, denn mit der geplanten Legalisierung der Knabenbeschneidung (nur aufgrund des Elternwunsches – unabhängig vom Motiv der Eltern für diese Maßnahme!) werden die Grundrechte minderjähriger männlicher Kinder auf körperliche Unversehrtheit und auf (sexuelle) Selbstbestimmung in gravierender Weise verletzt. Schließlich werden sie in Hinsicht auf ihre Penisvorhautamputation völlig rechtlos gestellt, zu reinen Objekten elterlicher Interessen degradiert.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung lässt Beschneidungen zu, ohne die Folgen der Vorhautentfernung für den betroffenen Menschen in gesundheitlicher, psychischer und auch sexueller Hinsicht hinreichend zu berücksichtigen. Warnungen von Kinderarztverbänden, Fachmedizinern, Ergebnisse aus der Traumaforschung und auch die Meinung der überwiegenden Mehrheit der in Deutschland lebenden Bevölkerung wurden in den Wind geschlagen. Die Vorbereitungen für den Gesetzesentwurf wurden lediglich mit Vertretern der muslimischen und jüdischen Religionsverbände erörtert und in den knappen Anhörungen im Bundestag fast ausschließlich Befürworter des Beschneidungsrituals gehört.

So geht man vor, wenn es nur auf das gewünschte Ergebnis ankommt – nicht auf die rationale Kenntnisnahme und Abwägung von Fakten.

Der von mittlerweile über 60 Bundestagsabgeordneten unterstützte alternative Gesetzentwurf, der mit dem Zulassen von Knabenbeschneidungen ab 14 Jahren nach ausdrücklicher Zustimmung des Betroffenen einen vernünftigen Kompromiss anbietet, wird wohl bereits im Rechtsausschuss des Bundestages niedergestimmt werden, so dass er bei der Endabstimmung am Mittwoch keine Rolle mehr spielen wird. Offenbar scheint bei der Bundesregierung die Angst groß zu sein, dass der Regierungsentwurf nicht die gewünschte Mehrheit erhalten könnte.

Entgegen den Hoffnungen der Bundesregierung aber wird die Debatte nicht beendet werden. Das Echo auf das Kölner Beschneidungsurteil hat zu einer kritischen Überprüfung der Beschneidungsfolgen und zu einer Verbreiterung des Faktenwissens geführt. Dies hat bis weit in muslimische und jüdische Kreise hinein zu neuen Erkenntnissen und zu einer neuen Nachdenklichkeit gegenüber dieser bis dahin meist unkritisch praktizierten Ritualhandlung geführt. Zudem haben sich Betroffene erstmals über die von ihnen erlebten negativen Folgen ihrer Beschneidung geäußert und so die bislang tabuisierte Problematik öffentlich gemacht. Dieser Prozess ist unumkehrbar: Die Debatte über die medizinisch unnötige Genitalbeschneidung bei Knaben hat in Wirklichkeit erst begonnen.

Website des AK Kinderrechte:
http://pro-kinderrechte.de

Dezember 7, 2012 Geschrieben von | Aktionen, Aktuell | | Hinterlasse einen Kommentar

Menschenkette gegen Beschneidung

Mülheim / Köln – Das Kölner Landgericht hat geurteilt, dass die nicht medizinisch begründete Beschneidung eines Jungen eine strafbare Körperverletzung ist, in die Eltern nicht einwilligen können.

Seit drei Monaten erlebt Deutschland eine heftige Debatte zur rituellen Beschneidung an nicht einwilligungsfähigen männlichen Minderjährigen.
Am 21. September werden wir eine Menschenkette bilden und uns Gehör verschaffen.

Wir sind gegen Kinderbeschneidung und laden alle engagierten Menschen ein, am Freitag, den 21. September von 17-19 Uhr auf die Domplatte zu kommen und die Erfahrungen von Betroffenen zu hören. (Bruno Giordano Stiftung)

September 19, 2012 Geschrieben von | Aktionen, Aktuell | | Hinterlasse einen Kommentar

„Nein danke, ich bin nicht katholisch…“ Nachbetrachtungen zum GerDiA-Aktionstag in Köln

Isoliert wahrgenommene Begriffe, Wortfetzen, Halbsätze – solcherlei Dinge bergen Gefahren des Miss­ver­stehens, vor allem im öffentlichen Raum ohne vorbehaltslos gegebener Möglich­keit zur Erklärung oder Korrektur. Dies ist ein vielleicht nur kleiner Nebenschauplatz bei den Betrachtungen zum GerDiA-Kampagnen­tag am 8. September 2012, aber doch auch ein für weitere Aktivitäten zu beachtender Faktor bei öffent­licher Präsentation differenzierter Inhalte in Bild und Schrift (auf Plakaten und Bannern, Flyern und Broschüren).

Wie ja schon andere wie z.B. die Berliner gbs-Regionalgruppe zu berichten wusste, so gab es auch bei der von der gbsköln getragenen GerDiA-Aktion am zentral gelegen, wohl „hochfrequentiertesten Platz Kölns“, dem Neumarkt (Eingang zu den Fußgängerzonen), Reaktionen von Passanten zu beobachten, die, wohl nur wenige Reizwörter wahrnehmend, sofort ablehnend reagierten. Die feilgebotenen Flyer zum abendlichen Vortrag von Ingrid Matthäus-Maier mit dem Titel „Katholisch operieren, evangelisch Fenster putzen“ bewirkten dies beispielhaft.

Das Wort „Katholisch“ reichte bisweilen aus, um sich dem weiteren Inhalt gar nicht zuwenden zu wollen: „Nein danke, ich bin nicht katholisch…“ war so eine Reaktion, die zwar einen gewissen Interpretations­spielraum offen lässt, aber dennoch zwei Möglichkeiten nahelegt. Entweder man hielt uns für eine religiöse (katholische) Anliegen vertretende Gruppe, oder man wollte sich mit solcherlei Fragen überhaupt nicht behelligt sehen, egal von welcher Seite.

Sicherlich mag auch manche kommentarlose Ablehnung einer Entgegennahme von kostenlos angebotenen Materialien diesem Missverständnis geschuldet sein. Eine strategische Änderung beim Verteilen, die den allgemeinen Flyer (mit Lea, ihrem Freund und Apfel) an oberer sichtbarer Stelle platzierte, hatte aber – wenn auch nicht wissenschaftlich fundiert belegbar – nach Aussagen mancher Verteiler eine erheblich bessere Akzeptanz zur Folge. Dies ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie maßgeblich der erste Eindruck ist. Und wenn man als Mensch mit skeptischer Grundhaltung Begriffe wie „Religiöse…, katholisch…, evangelisch…, kirchlich…, …Glauben, Gott…“ sieht und gerade nicht bereit ist weiter zu lesen – man wird ja ungefragt und womöglich in Eile damit konfrontiert – wendet man sich eventuell übereilt ab, obwohl bei näherer Betrachtung ein Interesse für die Sache durchaus vorhanden gewesen wäre.

Sicherlich kann man es nicht allen recht machen, und nicht jede Eventualität kann berücksichtigt werden. Auch muss vermutlich beachtet werden, dass das öffentliche Auftreten von skeptischen, religionsfreien Menschen mit Stand, Sonnenschirm und langem Infotisch eher untypisch ist, und es der allgemeinen Erfahrung viel mehr entspricht, Religionsvertreter hinter solcherlei Aktivitäten zu vermuten, zumal, wenn gewisse Reizwörter (s.o.) auf den ersten Blick hin erkennbar sind. Umso mehr also sollten Form und Formulierung bei der Darstellung bedacht sein.

Zugegeben, die Betrachtungen sind nicht neu, aber sie sollten noch einmal zwei grundsätzliche Erwägungen in Erinnerung rufen:

Erstens, wie gesagt, die Frage nach der Art der Präsentation, dem Ausbalancieren zwischen situativer Wirkung und substanzieller Aussage, ohne fragwürdige Kompromisse eingehen zu wollen,

und zweitens das Abheben auf das „Positive“ hin, um das „Was wollen wir bewirken“ in den Vordergrund zu stellen, auch wenn das Religionskritische und Kirchenkritische akut nötig ist bearbeitet zu werden und dies hier keineswegs in Zweifel gezogen werden soll, aber auch keinen Widerspruch zum vorher Gesagten darstellt: Religionskritik und Kirchenkritik sind sozusagen ein „Abfallprodukt“ einer aufgeklärten Beschäftigung mit Wissenschaft, Philosophie und Kunst.

Eine rundum gelungene Aktion

Nachdem an dieser Stelle etwas Wasser in den (Mess-)Wein gegossen wurde, ist aber, um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen, folgendes festzuhalten:

Wir von der gbsköln haben umfangreich Material unter das Volk bringen können, viele Gespräche geführt, wobei natürlich der Bekanntheitsgrad von Ingrid Matthäus-Maier sehr hilfreich war. Nur kurz erwähnt sei auch ein Fernsehteam einer prominenten Sendeanstalt, das aber nicht genannt oder auf Bildern gezeigt werden möchte, bis alles unter Dach und Fach ist. (Daher also kein weiterer Kommentar dazu, um die Sache nicht zu gefährden!) Aber deren Auftreten allein hat natürlich schon Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Und viele Menschen sind natürlich auch stehen geblieben, weil sie weiter gelesen haben, und nicht beim ersten missverstandenen Schlagwort das Weite gesucht haben. Dies zeigt, wie schwierig ein Ausbalancieren der Wirkung ist. Einen „Doppeltblindversuch“ einzurichten war leider nicht möglich. Menschen, die keine Lust oder Zeit hatten, oder die ganz offensichtlich nichts mit uns zu tun haben wollten, gab es selbstverständlich nicht zu knapp…

Und so manche, die sich z.B. auf inhaltliche Gespräche über die Probleme des kirchlichen Arbeitsrechts eingelassen hatten und auch selber betroffen sind, wollten aber nicht abgelichtet werden; sie haben zu Recht Sorge um ihren Arbeitsplatz. Und dass vielen Passanten der Umfang der Problematik gar nicht bekannt war, spricht für die Wichtigkeit der Aktion und natürlich auch dafür, diese nur als einen Anfang zu sehen und (auch) dieses Feld weiter zu beackern. Die rundum positive Erfahrung sollte verstanden werden als eine Aufforderung, weitere aufklärerische Aktionen zu starten.

Eine lange Liste von Interessenten, die Namen und ihre Emailadresse zum Erhalt weiterer Informationen hinterlassen haben, und auch immer mal wieder Begegnungen mit Menschen, denen die Stiftung durchaus ein Begriff ist, die aber selbst noch nicht den rechten Ansporn gefunden haben, sich weitergehend zu informieren oder gar zu engagieren, runden die Straßenaktion bei herrlichem Wetter ab und lassen alle Beteiligten mit dem Eindruck einer rundum gelungenen Aktion zurück.

Der Tag wurde komplettiert durch den Vortrag von Ingrid Matthäus-Maier im Bürgerzentrum Nippes über das Thema Katholisch operieren – evangelisch Fenster putzen. Das kirchliche Arbeitsrecht verstößt gegen das Grundgesetz, die Charta der Grundrechte der EU und  die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, der hpd berichtete bereits. Dem kenntnisreichen Vortrag in gewohnt souveräner Vortragsweise, gespickt  mit vielen erhellenden Detailaspekten, schloss sich eine interessante Diskussion an. Dieser Veranstaltung hätte man gern einen wesentlich größeren Zuspruch gewünscht, allein das wunderbare Wetter, so bleibt zu vermuten, wie auch das heikle Thema, bei dem diejenigen, die einen kirchlichen Arbeitsplatz haben, selbigen nicht gefährden, wie auch die, die einen solchen noch begehren, dieses Vorhaben nicht unterminieren wollen, hielten weitere Teilnehmer möglicher Weise von einem Besuch ab.

An diesem Abend blieben aber auch wieder die Presseplätze leer, obwohl in umfangreicher Weise Pressemitteilungen an hiesige Institutionen wie auch persönlich an eine ganze Reihe derer Vertreter verschickt wurden. Bleibt zu hoffen auf die Zeit, zu der auch noch so große Ignoranz an derlei Veranstaltungen nicht mehr vorbei gehen kann, da eine wachsende Zahl von Menschen mit den Zuständen nicht mehr einverstanden sind. Dies muss sich dann allerdings auch in der Präsenz vor Ort niederschlagen. Da die hiesige Presse aber mauert, beißt sich das Ganze in den Schwanz. Bleibt ein beharrliches „Dicke Bretter Bohren“ mit „brennender Geduld“.

Burkhard Wepner

Für diejenigen, die am Aktionstag nicht teilnehmen konnten und zu „Dokumentationszwecken“ hier noch ein paar Fotos.

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September 15, 2012 Geschrieben von | Aktionen, Aktuell, Eigene Artikel | | Hinterlasse einen Kommentar

Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche

Unser Ziel ist es, auf die Millionen Opfer der vergangenen Jahrhunderte hinzuweisen, die durch die Kirchen Hab und Gut, Gesundheit, Leib und Leben verloren haben und denen keine Stimme mehr gegeben ist. Wir möchten auf unvergleichliches Unrecht hinweisen, die Bevölkerung aufklären und diesen Opfern ein Denkmal errichten, auf dass solches Unrecht heute und in Zukunft nicht mehr geschieht.
Warum gibt es die Initiative?

 

weiterlesen im Originalartikel

August 6, 2012 Geschrieben von | Aktionen | | Hinterlasse einen Kommentar

Ägypten

Foto aus Kairo:

Kareem Amers Fotos

http://www.facebook.com/kareem.nabil.amer

 

Januar 28, 2012 Geschrieben von | Aktionen | | 1 Kommentar

Bundestagspolizei handelt rechtswidrig

Eine Kunstaktion von Wolfram P. Kastner und Linus Heilig am 21. September 2011 vor dem Bundestag wurde offenbar rechtswidrig von der Bundestagspolizei abgebrochen. Die beiden Künstler gingen kostümiert als Papst und Hitler Arm in Arm durch Berlin bis zum Bundestag. Sie wollten darauf aufmerksam machen, dass seit 1933 der Vertrag (Konkordat) gültig ist, den Hitler mit dem Vatikan schloss, und sie wollten damit in Frage stellen, ob der Repräsentant eines Staates, der nicht einmal die UN-Menschenrechtskonvention unterzeichnet hat, im Bundesparlament sprechen solle.

Vor dem Bundestag schritt die Polizei ein, brach die Kunstaktion ab und führte die beiden Künstler ab. Die Beamten erfanden einen Verstoß gegen das Abzeichengesetz (StGB § 86), obwohl sie genau wussten, dass für Kunst und Wissenschaft eine Ausnahmeregelung gilt. Dies scherte die Staatschützer und Bundespolizisten in Zivil und in Uniform ebenso wenig wie die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Kunst. Im Polizeigewahrsam forderte Kastner die Einsatzleiter auf, sie sollten lieber Nazis fangen als die Grundrechte vor dem Bundestag außer Kraft zu setzen. Der Staatsanwalt musste sich daraufhin mit dem polizeilichen Unfug befassen und stellte nun das Verfahren ein. Er erkannte, dass „kein genügender Anlass zur Erhebung einer öffentlichen Klage gegebenen war“(gemäß § 170 Abs. 2 StPO).

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Vorgänge vor dem Reichstag, auch wenn der “Hitlergruß” angedeutet worden sein sollte, “offenkundig als straflose Satire/Kunst zu bewerten” war. Die Künstler haben mehrfach vergeblich darum gebeten, die Polizeibeamten besser auszubilden und zur Unterscheidung zwischen Kunstfreiheit und Nazi-Propaganda zu befähigen. Sie wollen nun eine Feststellungsklage einreichen, damit die Polizeimaßnahmen als rechtswidrig verurteilt werden. „Die Polizei soll uns vor Morddrohungen und Anschlägen der Nazis schützen und nicht selbst verfassungs- und rechtswidrige Taten begehen. Es ist beunruhigend, dass wir da unfreiwillig Nachhilfeunterricht leisten.“ (Kastner)

 

 

Wolfram P. Kastner

Institut für Kunst und Forschung

Trivastr. 7, D-80637 München

Tel. +49+89-157 32 19

http://www.ikufo.de

Dezember 7, 2011 Geschrieben von | Aktionen | | 1 Kommentar

Papstbesuch, Brief an den Polizeipräsident

 

 

An

„Der Polizeipräsident in Berlin“

LKA 531

Bayernring 44

12101 Berlin

 

Betrifft: 110921-1500-022305

Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen

 

 

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident,

am 21. September 2011 realisierte ich zusammen mit meinem Kollegen Linus Heilig eine Kunstaktion in Berlin, bei der wir als Papst und Hitler Arm in Arm Unter den Linden bis zum Reichstag spazierten. Wir bezogen uns damit kritisch auf das sog. Reichskonkordat, das 1933 zwischen dem Nazi-Staatund dem Vatikan geschlossen wurde und als einziger Staatsvertrag der Nazis bis heute in Deutschland gilt.

Die künstlerische Regie bei der Aktion habe ich geführt und für die gesamte Aktion die Verantwortung übernommen. Mit meinem Schreiben vom 9.10. bat ich Sie, dafür zu sorgen, dass Ihre Beamten das Grundrecht der Kunstfreiheit und das StGB § 86-86a kennen und respektieren, wonach das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Wissenschaft und der Kunst straffrei sind.

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Oktober 25, 2011 Geschrieben von | Aktionen | | 5 Kommentare

Blasphemy Day 2011

weiterlesen:

http://www.examiner.com/atheism-in-national/blasphemy-day-2011-on-friday

Oktober 2, 2011 Geschrieben von | Aktionen | | Hinterlasse einen Kommentar

Rede von Michael Schmidt-Salomon bei der Demo in Berlin

September 27, 2011 Geschrieben von | Aktionen | | 1 Kommentar

Papst und Hitler Seit’ an Seit’

Anlässlich des Papstbesuchs in Berlin schritten Papst und Hitler Seit’ an Seit und Arm in Arm (dargestellt von den Künstlern Wolfram P. Kastner und Linus Heilig) vom Erzbischöflichen Ordinariat über den Bebel-Platz, Unter den Linden und durchs Brandenburger Tor zum Bundesreichstag.

Der Führer aller Katholiken segnete würdevoll und einseitig grinsend Denkende aber auch Gläubige, BerlinerInnen und Touristen, während der Führer aller Deutschen nur ab und an einen Arm von sich streckte und knurrte „Die Vorsehung hat uns zusammengeführt“. Gemeinsam gedachten beide des seit 1933 (also seit 78 Jahren) ohne Unterbrechung gültigen Staatsvertrags zwischen den zwei autoritären (und massenmörderischen) Regimen Vatikan und Nazi-Deutschland.

Nahezu ausnahmslos lachten, lächelten oder schmunzelten die gesegneten Passanten den beiden zu – nur   die jungen Wachhunde vor dem Hotel Adlon und einige Uniformierte wandten sich mit starren Minen ab. Ein Fahrgast der Berliner Verkehrsgesellschaft wagte es, hinter sicheren Scheiben seinen Stinkefinger zu zeigen. Auch er wurde vom Papst gesegnet.

Tausende von Besuchern und Bewohnern Berlins fotografierten und filmten die beiden Würden- und Irrsinnträger, denn nirgendwo gab es sonst Gelegenheit, dem BildZeitungsPapst so nahe zu kommen und ihn oder sich selbst mit ihm und seinem Führer am Arm abzulichten. Die Bildzeitung hatte auf einem 20 Meter hohen Plakat Herrn Ratzinger zu ihrem Papst aufgezogen, der dann auch von mehreren Tausend gepanzerten und mit Helm und Visier vor dem Denken bewahrten PolizistInnen abgeschirmt wurde und furchtbar ernsthaften Unsinn verkündigte.

Derweil zog ein Papst zum Anfassen mit seinem A.H. Begleiter durch Berlin und sorgte für Heiterkeit und tausendfache Zustimmungen, die dem Bildzeitungspapst kaum widerfahren: „Geil“, „Super“, „hey geil!“ „das ist das Beste“, „wow!“ oder „Mann is das geil“ und „das trifft’s“.

Lächelnd spendete der Führer aller Katholiken seinen Segen ohn’ Unterschied allen, die da forderten seinen sofortigen Heimgang, die Trennung von Kirche und Staat, die Entschädigung von Missbrauchten oder die strafrechtliche Verfolgung von katholischen Verbrechen.

Nur ein paar verwirrte Polizeibeamte störten die Harmonie und zwangen die beiden (ver)Führer in die Sicherheitscontainer vor dem Reichstag, nahmen ihr Personalien auf und drohten ihnen mit einer Verhaftung wegen des Zeigens von verbotenen Symbolen.

Einer der geistig Armen sprach von einer Unverschämtheit und ein anderer suchte die unsinnige Polizeiaktion damit zu rechtfertigen, dass er irgend welche nicht anwesenden Israeli erdachte, die sich als ebenso einfältig erweisen könnten wie er und nicht zu unterscheiden vermöchten zwischen einer Verherrlichung des ideologischen Irrsinn und der Kritik daran. Als der Papst einen Mit-Uniformen väterlich segnete, murmelte der widerspenstig, er wolle sein Sohn nicht sein. Offenbar ein Irrgläubiger.

Vor dem Brandenburger Tor kamen zwei uniformierte Einfältige herbeigeeilt und erteilten einen Platzverweis ohne Begründung. Am Potsdamer Platz ereignete sich ein weiterer peinlicher Zwischenfall: Papst und Hitler wurden von  fünf schildkrötenartig ausstaffierten Männern mit starren Gesichtern umringt, die von höherer Stelle Rat anforderten, ob die beiden Führer ohne Anfechtung weiter gehen dürften.

Der Papst segnete auch sie und erbat für sie eine bessere Ausbildung und die Einsicht, dass sie berufen seien, die Grundrechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu schützen anstatt sie einzuschränken und trug ihnen auf, sie sollten besser Nazis jagen als törichte Taten zu begehen.  In seiner Güte wird der Führer aller Katholiken wohl darauf verzichten, eine Feststellungsklage einzureichen, damit diese Polizeiaktionen als rechtswidrig verurteilt werden.

Unter dem Beifall von vielen Tausend Denkenden setzten beide Führer ihren Weg fort, anregend, irritierend und unterhaltsam.

(Carl Blauhorn)

 

September 24, 2011 Geschrieben von | Aktionen | | 2 Kommentare

Jetzt mitmachen: Aktion Großflächenplakate für die Hauptstadt!

Wenn Papst Benedikt XVI. im September Berlin besucht, soll er angemessen empfangen werden: Zu diesem Zweck hat die Kampagne „Kirchenaustrittsjahr.de“ Werbeflächen für Großplakate in der Hauptstadt gebucht. Das Bildmotiv des Plakats, das mit seiner satirischen Version der Arche Noah sicherlich für Aufregung sorgen wird, stammt von gbs-Beirat Jacques Tilly. Die Aktion wird unterstützt vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA), der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) dem Bund für Geistesfreiheit Bayern (bfg) und dem Alibri Verlag Aschaffenburg.

Weiteres dazu auf der Webseite des Kirchenaustrittsjahres:

http://www.kirchenaustrittsjahr.de/node/71

Juli 20, 2011 Geschrieben von | Aktionen | | Hinterlasse einen Kommentar

Petitionsausschuss: Papstrede nicht Arbeit der Abgeordneten

GBS-Regionalgruppe München:

Wider Erwarten wurde die Minimalforderung der Petition 18431 nicht veröffentlicht. Als Begründung (PDF) wird angeführt:
„Es gehört nicht zu den verfassungsrechtlichen Aufgaben des Petitionsausschusses im Sinne Ihres Anliegens tätig zu werden“.

Der Petitionsausschuss bestätigte uns erfreulicherweise erneut darin, dass, entgegen Maßregelungen von Erzbischof Zollitsch, „für Abgeordnete keine Anwesenheitspflicht besteht“, korrigierte allerdings den Petenten nach Argumenten ringend, dass von abwesenden Abgeordneten „nicht ein Teil ihrer Diäten einbehalten wird, sondern ein Teil ihrer Kostenpauschale“. „Bundestagsabgeordnete seien lediglich verpflichtet an Arbeiten des Bundestages teilzunehmen (§13 Abs.2 GO-BT), nicht an sonstigen Veranstaltungen“.

Zwar werde der Papst laut dem Petitionsausschuss „keinen Gottesdienst abhalten, sondern aus Anlass des 50. Jahrestages der Römischen Verträge und der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft über weltpolitische Fragen sprechen, wodurch in keiner Weise infrage gestellt wird, dass unser Staat religiös und weltanschaulich neutral ist“. Allerdings erstaunt uns der Hinweis auf die Römischen Verträge, denn an diesen hat der Vatikan unseres Wissens nicht mitgewirkt.

weiterlesen im Originalartikel

Juli 16, 2011 Geschrieben von | Aktionen | | 1 Kommentar

Der Berliner Appell

Die 56 Mrd. EUR, die die EU Jahr für Jahr aus Steuermitteln an Agrarbetriebe ausschüttet, können im 21. Jahrhundert nur noch damit gerechtfertigt werden, dass die Empfänger mit dem Geld höhere Umwelt- und Tierschutzstandards finanzieren als bisher üblich. Der Vorstoß von EU-Agrarkommissar Ciolos, die Direktzahlungen (ca. 33 Mrd. EUR jährlich) künftig an die Einhaltung höherer Umweltstandards zu knüpfen, ist deswegen zu begrüßen, sollte aber auch den Tierschutz einschließen. Professorinnen und Professoren aus ganz Deutschland fordern daher die Bundesregierung auf, sich im Gegensatz zu ihrer aktuellen Politik in Brüssel für die Umsetzung folgender Punkte einzusetzen:

 

weiterlesen:

http://berliner-appell.de/

Juli 3, 2011 Geschrieben von | Aktionen | | 1 Kommentar

GOTTLOS GLÜCKLICH – das ultimative Resümee der Buskampagne kommt!

Mai 30, 2011 Geschrieben von | Aktionen | | 1 Kommentar

Ethik-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung

Festakt in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt mit Peter Singer und Paola Cavalieri

Die italienische Philosophen Paola Cavalieri und der australische Philosoph Peter Singer erhalten den mit 10.000 Euro dotierten „Ethik-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung“. Ausgezeichnet werden sie für ihr engagiertes Eintreten für Tierrechte, insbesondere für die Initiierung des Great Ape Project (GAP), das Grundrechte nicht nur für Menschen, sondern auch für die Großen Menschenaffen (Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen, Bonobos) einfordert.

Neben Singer und Cavalieri sprechen auf dem Festakt der Primatologe Volker Sommer, der Psychologe und Tierrechtler Colin Goldner und der Philosoph Michael Schmidt-Salomon. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist allerdings erforderlich. Ein entsprechendes Formular wird in Bälde auf der Website der Giordano-Bruno-Stiftung zur Verfügung gestellt.

Adresse: Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt
Adickesallee 1
DE-60322 Frankfurt/Main
Termin: Fr 03. Jun 2011, 19:30
Einlass ab 19:00 Uhr
Veranstalter: Giordano-Bruno-Stiftung
http://www.giordano-bruno-stiftung.de…;
Eintritt: Eintritt frei/Anmeldung erforderlich

Mai 26, 2011 Geschrieben von | Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

„Prügel-Nonne“ fordert Kirchen heraus

BERLIN/DÜSSELDORF. (hpd) Deutschlands bekanntester Karnevalswagenbauer, Jacques Tilly, steuert zur Demo der ehemaligen Heimkinder am 15. April in Berlin eine mobile Skulptur bei, die für Gesprächsstoff sorgen dürfte: eine drei Meter hohe „Prügel-Nonne“, die in einer Hand ein Kruzifix, in der anderen einen Rohrstock schwingt.

„Das ergibt bestimmt ein großartiges Bild vor dem Brandenburger Tor!“, meint Tilly, der den Heimkinder-Protest gegen sexuellen Missbrauch und schwarze Pädagogik aktiv unterstützt.

„Die Grundidee für die Figur stammt von den Heimkindern selbst“, berichtet Tilly. „Offensichtlich haben die Nonnen in den Heimen nicht weniger schlimm gewütet als die Priester und Patres, auch wenn dies bislang in den Medien kaum thematisiert wurde.“ Daher stieß Tillys Entwurf der „Prügel-Nonne“ bei den ehemaligen Heimkindern auf begeisterte Zustimmung. Gemeinsam mit seiner Kreativpartnerin, der Düsseldorfer Bildhauerin Doris George, baute er die Skulptur in „liebevoller Handarbeit“.

Für Tilly und George ist die Arbeit an der „Prügel-Nonne“ Ehrensache. Sie stellen den Heimkindern für die Arbeit an der Skulptur keinen Cent in Rechnung, die Materialkosten übernimmt die Giordano Bruno Stiftung, die auch die Verbindung zwischen den Heimerziehungsopfern und den Düsseldorfer Pappmaschee-Künstlern hergestellt hatte. „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir den Protest der ehemaligen Heimkinder unterstützen!“, sagt Tilly. „Es ist einfach unerträglich, was man ihnen über so viele Jahre hinweg angetan hat! Wir hoffen, dass unsere Prügel-Nonne dazu beitragen kann, noch größere Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken. Denn nur unter starkem öffentlichen Druck werden sich die Vertreter von Staat und Kirchen den berechtigten Forderungen der ehemaligen Heimkinder stellen.“

Wie der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, erklärte, wird Tillys „Prügel-Nonne“ wahrscheinlich nicht nur bei der Berliner Demo zum Einsatz kommen. Schmidt-Salomon schlug vor, die Figur regelmäßig am Rande kirchlicher Großereignisse einzusetzen, etwa beim Ökumenischen Kirchentag in München: „Die Nonne sollte die Kirchen liebevoll daran erinnern, endlich ihren Verpflichtungen gegenüber den missbrauchten und misshandelten Heimkindern und Internatszöglingen nachzukommen! Denn nicht nur der Staat, der seine Aufsichtspflichten verletzte, sondern auch die Kirchen, in deren Hand die Heimerziehung mehrheitlich lag, sind gefordert, angemessene Entschädigungszahlungen zu leisten! So lange dies nicht geschehen ist, sollte die Prügel-Nonne immer wieder in Erscheinung treten, um zu verhindern, dass der mühsam aufgedeckte Skandal der christlichen Heimerziehung wieder in Vergessenheit gerät…“

FL

März 30, 2010 Geschrieben von | Aktionen | | 1 Kommentar

Respekt für den Prinz des Friedens

theprincespiece

Dezember 22, 2009 Geschrieben von | Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

Offener Brief der gbs an den Bundespräsidenten

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

in Ihrem Grußwort zur Festveranstaltung „50 Jahre Institut für Neutestamentliche Textforschung“, sagten Sie, die Bibel sei das „wichtigste Buch“, das Sie kennen. Der „Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten“ (IBKA) nahm diesen Ausspruch zum Anlass, um die Bevölkerung dazu aufzurufen, Ihnen zur Weihnachtszeit Bücher zu schenken, in der Hoffnung, dies könnte vielleicht dazu beitragen, dass Sie Ihr Urteil revidieren. Wir hielten diesen Aufruf zunächst für einen nicht ganz Ernst gemeinten Scherz im freundlich-feindlichen Wettstreit der Weltanschauungen. Doch als wir Ihre Rede lasen, wurde uns klar, dass sich hinter diesem Scherz sehr wohl ein ernsthaftes Problem verbirgt, das einer grundsätzlichen Erörterung bedarf.

Dabei geht es uns nicht um Ihre persönlichen Buchpräferenzen, obwohl wir grundsätzlich die Meinung vertreten, dass unsere moderne Verfassung das wichtigste Buch des Bundespräsidenten sein sollte und nicht eine 2000 Jahre alte, weltanschauliche Schrift. Es geht uns auch nicht darum, dass Sie persönlich die Bibel als einen wichtigen Wegweiser betrachten, der Ihnen bei der Suche nach dem Sinn des Lebens hilft, obgleich uns auch das angesichts der Fülle neuerer, wissenschaftlicher und philosophischer Literatur ein wenig irritiert. All dies hätte uns nicht dazu motiviert, auf Ihr Grußwort zu reagieren. Der Grund für unser Schreiben ist, dass Sie in Ihrer Rede empfehlen, Kindern die Bibel vorzulesen, weil dies angeblich ein „wertvoller Beitrag für die frühkindliche Erziehung“ sei.

An dieser Stelle müssen wir energisch widersprechen! Denn die Bibel hat auf Kinder vor allem eine desorientierende Wirkung. Denn sie vermittelt falsche Ansichten über die „Natur der Dinge“ (etwa bezüglich der Entstehung der Welt). Zudem enthält sie ethisch höchst problematische Anweisungen, die dem mittlerweile erreichten Stand unserer kulturellen Evolution nicht mehr entsprechen (beispielsweise die durchgängige Diskriminierung von ungläubigen, andersgläubigen oder homosexuellen Menschen in den Texten des Alten und Neuen Testaments).

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Dezember 17, 2009 Geschrieben von | Aktionen | | Hinterlasse einen Kommentar

Demonstration gegen die Priesterherrschaft

Stop Theocracy
Athen, 02 August 2009

Am Sonntag, dem 02. August 2009, versammelten sich in einer menschenleeren Stadt ungefähr 200 Bürger, unter anderem angesehene Musiker, Regisseure, Schriftsteller und Verleger vor dem Neuen Museum Akropolis, einem Aufruf der Jugend, dem “Obersten Rat der Heidnischen Hellenen” und der ” Gemeinde der Zivilisten ” folgend, um einen Anklageakt gegen den kürzlich stattgefundenen Fall grausamer Intervention der Theokraten der Griechisch Orthodoxen Kirche im kulturellen Leben zu erheben: der unverhüllten Zensur eines aufklärenden Videos des Regisseurs Kostas Gavras, welches die Zerstörung antiker Statuen durch Christen darstellt.

Zum Ende des  Protestes übergab man dem Repräsentanten des Museums eine Abstimmung mit ungefähr 120 Unterschriften, folgenden Inhalts:

VOTUM

An diesem Ort, der Wiege der Demokratie, verurteilen wir, die Nachkommen der Urheber, die sie verwirklicht haben, einstimmig:

1) jegliche Art von Zensur

2) jegliche Verdrehung geschichtlicher Tatsachen

3) jegliches zeitwidrige Eingreifen welches das kulturelle Erbe und die Kultur im Allgemeinen anficht

4) jegliche Form der Kirchenherrschaft in direkter oder indirekter Weise

UND WIR VERLANGEN UNMITTELBAR:

1. die Rehabililtation des Videos von Kostas Gavras

2. die Befolgung des Staatgrundgesetzes zur Protektion der Demokratie, der Meinungsfreiheit und der Rechtsgleicheit

3. die sofortige Trennung des Staates von der Kirche.

Der beeindruckenste Moment im Rahmen des Protestes war der, als viele Teilnehmende ihre Gesichter mit der Abbildung des als Kruzifix missbrauchten Kopfes der Göttin Aphrodite, der im Archäologischen Museum beherbergt wird, verdeckten.
Diese erschütternde Szene, welche zu Beginn eine geheimnisvolle Stille verursachte, verewigten zahlreiche Besucher des Museums mit ihren Fotoapparaten.

August 9, 2009 Geschrieben von | Aktionen, Eigene Artikel, Videos | Hinterlasse einen Kommentar

Der Bus rollt durch NRW

Plakat_Buskampagne

 

Mai 26, 2009 Geschrieben von | Aktionen, Veranstaltungen | Hinterlasse einen Kommentar

Erste eigene Veranstaltung

KÖLN. (hpd) “Humanismus statt Religion – Das Weltbild des Neuen Humanismus”. Ein Vortrag von Dr. Bernd Vowinkel am 15.05.2009 im “Allerweltshaus” in Köln.

Mit diesem Abend gab die “Regionalgruppe Köln-Bonn-Düsseldorf des Förderkreises der Giordano Bruno Stiftung” ihr Veranstaltungs-Debüt als Auftakt zu einer geplanten Vortragsreihe.
Dr. Bernd Vowinkel, Physiker am 1. Physikalischen Institut der Universität Köln, Mitglied der Regionalgruppe und durch und durch Wissenschaftler, setzte naturgemäß Schwerpunkte wie die Naturkonstanten, den nichtreduktionistischen Physikalismus, die Vereinigung der Gravitationskraft mit den anderen grundlegenden Kräften der Natur, referierte über hoch interessante Details zum Urknall, zum anthropischen Prinzip, zu künstlicher Intelligenz mitsamt einem kurzen Ausflug zum Transhumanismus und thematisierte, nicht zuletzt, natürlich die Evolution…

Weiterlesen im Original-Artikel…

Mai 20, 2009 Geschrieben von | Aktionen, Eigene Veranstaltungen, Veranstaltungen, Vorträge | Hinterlasse einen Kommentar

Wie glaubwürdig ist die Kirche?

Mai 16, 2009 Geschrieben von | Aktionen, Fernsehen, Videos | Hinterlasse einen Kommentar

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