Die neuen Heulsusen-Theisten
The new crybaby theists
by MICHAEL BRULL
November 5, 2009
Greg Craven attacks one of the terrible “infestations” we face today: being “beset by atheists”. Craven’s article was remarkable for being almost entirely composed of ad hominem attacks on people who disagree with him. Incredibly, Craven declares that the “new atheism” is “so banally derivative of every piece of hate mail ever sent to God that I am amazed Satan has yet to sue for copyright infringement”.
Get it? This is obviously a fairly broad category, yet the long and short is that someone who doesn’t believe in god is plagiarising the devil. Craven goes on to wonder at “atheist bigotry”, such as the view that at the “slightest opportunity”, Catholics would reintroduce the auto da fe. Who can fail to be dazzled at Craven’s obvious framework of pluralism and tolerance?
Whilst Craven’s writings can be easily dismissed as name-calling, they reflect the rise of a new phenomenon. The public and commercial prominence and success of atheist writers such as Christopher Hitchens, Richard Dawkins and AC Grayling has been heralded as the rise of a “new atheism”. Yet the response to this could equally be heralded as the rise of a “new theism”.
weiterlesen im Originalartikel
mit Dank für den Hinweis an:
Das Wort zum Sonntag
Die Geistlichkeit war von jeher eine Stütze der königlichen Macht und mußte es sein. Ihre goldene Zeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes, und wie jene sehen wir sie vom Blödsinn und von der Sinnlosigkeit ernten.
(F. Schiller, deutscher Dichter, 1759-1805)
Meisner – Hescheler

Meisner
Eine Replik an den Kölner Stadt-Anzeiger
Am anderen Ufer des Rheins
Zu den jüngsten Äußerungen Kardinal Meisners und eines seiner lauen Kritiker
(Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 02.11.2009)
von Burkhard Wepner
Der Rhein führt zu unterschiedlichen Zeiten witterungsbedingt mal Niedrigwasser, mal Hochwasser. Auch in Köln. Wenn man aber den Wasserstand des Flusses als Metapher für sachliche Kompetenz, intellektuelle Redlichkeit und argumentative Lauterkeit heranzuziehen wagt, so müssten wohl immer dann, wenn sich Kardinal Meisner zu Wort meldet, sämtliche Schiffe vor Köln auf Grund laufen, so flach wäre das Gewässer in solchen Zeiten. Allerdings weiß man auch, dass bei extremem Niedrigwasser die Konzentration an Giftstoffen besonders hoch ist.
Nun mag dies ein gar trefflich Bild sein – allein „Vater Rhein“ kümmerts nicht, er fließt so, „wie er will“. Auch dem hiesigen Kirchenoberen kommt nicht die Bedeutung zu, auf Grund derer die Naturgesetze vorübergehend außer Kraft gesetzt werden müssten. Das soll ja schon einmal anders gewesen sein, sagt man, angeblich!
Zu Kardinal Meisners Einlassungen, zu seinen Verdrehungen, Entstellungen und Unterstellungen, nicht zuletzt auch zu seinem Argumentationsstil der Geschichtsklitterung, welche aus Unkenntnis oder Ignoranz oder aus beidem gespeist zu sein scheint, ist bereits vieles gesagt worden; allein notwendig mag eine Reaktion überhaupt nur auf Grund des hohen Konzentrats an „Giftstoffen“ sein, die allerdings nur ein grelles Licht auf den Erzeuger zurückwerfen. Ansonsten sollte man das Ganze eher mit Humor nehmen, denn man könnte schon fast meinen, dass vielleicht doch ein statisches Weltbild ins Wanken geraten ist, so man die Intensität des Polterns zum Maßstab nimmt.
In diesem Zusammenhang sei nebenbei bemerkt, dass die Aussage des Kölner Stadt-Anzeigers, Kardinal Meisner würde, wie auch in diesem Fall geschehen, immer wieder gern auf Vergleiche mit dem Nationalsozialismus zurückgreifen, durchaus bekannt und zutreffend ist; jedoch in dem Fall der „entarteten Kunst“ verhält es sich etwas anders. Denn hier vergleicht Meisner nicht das vom ihm kritisierte Gegenüber mit der Naziideologie, nein, hier begibt er sich selbst in gefährliche Nähe.
Eher diskutierenswert ist die Reaktion des Stammzellenforschers Jürgen Hescheler, welche in Auszügen im Kölner Stadt-Anzeiger vom 02.11.2009 zitiert wird. Hescheler bezeichnet sich selbst als Wissenschaftler und praktizierenden Katholiken. Da wird man hellhörig und hofft auf Antworten zu der Frage, wie dies denn zusammengeht. Zwar äußert sich Hescheler diesbezüglich nicht, sondern geht lediglich mit „erheblicher Kritik“ (so der Stadt-Anzeiger) auf Kardinal Meisners Ausführungen ein. Jedoch vermeidet er dabei jedes inhaltliche Argument und verbleibt stattdessen ausschließlich im Bereich des Atmosphärischen. Letzteres ist (zumindest aus seiner Sicht) in Teilen auch richtig und wichtig, greift aber bedauerlicher Weise viel zu kurz. Dennoch sprechen ungewollt des Wissenschaftlers Worte Bände und geben eine Ahnung von dem, was wohl doch Antworten auf die obige Frage erahnen lässt, nämlich wie denn Wissenschaft und praktizierter Katholizismus zusammenzugehen vermag, oder eben nicht.

Jürgen Hescheler
„Wir versuchen alle, dass Wissenschaft und Kirche wieder näher zusammenkommen.“
Wer, bitte schön, ist „wir“? Und wieso gar „alle“? Warum nun „Wissenschaft“ ausgerechnet mit „Kirche zusammenkommen“ soll, und nicht zunächst einmal mit Religion (auch wenn dies hier nicht als ein Plädoyer für eine zwingende Notwendigkeit dafür verstanden werden sollte), erschließt sich nicht.
Stammzellforscher kritisiert Kardinal Meisner
Köln – Mit Nazivergleichen kennt sich Kardinal Joachim Meisner aus. Seine Äußerungen haben wiederholt für Empörung gesorgt. Etwa als er Parallelen zog zwischen Abtreibungen und dem Holocaust. Oder als er religionsferne Kulturen „entartet“ nannte – ein Begriff, den die Nazis häufig nutzten.
Am Sonntag hat der Kölner Erzbischof in seiner Allerheiligen-Predigt das Weltbild des Evolutionsbiologen Richard Dawkins mit dem der Nazis verglichen. Der renommierte Stammzellforscher Jürgen Hescheler hat den neuerlichen NS-Vergleich jetzt scharf zurückgewiesen. „Wir versuchen alle, dass Wissenschaft und Kirche wieder näher zusammenkommen. Die Aussagen von Kardinal Joachim Meisner vertiefen die Gräben nun wieder“, sagte Hescheler dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
„Dabei würde ich als Wissenschaftler und praktizierender Katholik es mir sehr wünschen, wenn der Kardinal die Seite der Wissenschaft wieder stärker zu verstehen versucht“, erklärte der Stammzellforscher von der Universität Köln. Hescheler fügte hinzu: „Es darf nicht sein, dass solch ein tiefer Graben zwischen den wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Theologie bestehen bleibt.“ Beide Seiten sollten zusammengebracht werden.
Gott mit uns! – skandalöse Vereidigungsfeier
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundespolizei wurden am 30. Oktober 2009 in einer zentralen Vereidigungsfeier Dienstanfängerinnen und -anfänger des gehobenen und mittleren Polizeivollzugsdienstes vereidigt.
Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Kölner Dom begann für die jungen Kolleginnen und Kollegen ein aufregender Tag in ihrer noch jungen Karriere bei der Bundespolizei.
Über 1.400 Gäste, darunter der Ständige Vertreter des Abteilungsleiters Bundespolizei im Bundesministerium des Innern, Ministerialdirigent Peter Christensen, der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Matthias Seeger, der Präsident der Bundespolizeiakademie, Bernd Brämer, sowie zahlreiche Vertreter der Bundespolizei, aus Wirtschaft und Politik waren gekommen, um dem Anlass einen würdigen Rahmen zu geben.
Für die Vereidigungszeremonie hatte man aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl gewählt. Dort leisten die Dienstanfängerinnen und –anfänger des gehobenen Dienstes ihr Grundstudium ab.
Anleitung zum Seligsein
Ratschläge für Scheinheilige und solche, die es werden wollen.
von Michael Schmidt-Salomon
Möchten nicht auch Sie seliggesprochen werden? Die Chancen standen noch nie so gut wie heute. In der 2000jährigen Geschichte der katholischen Kirche hat kein Oberhaupt so oft Heilig- und Seligsprechungen durchgeführt wie Johannes Paul II. In den 20 Jahren seines Pontifikats hat der polnische Papst insgesamt 280 Frauen und Männer zu Heiligen und 805 weitere zu Seligen erklärt. (Dies entspricht ziemlich genau der Zahl, die all seine Vorgänger seit 1592 zusammen erreicht haben!) (1)
Wenn auch Sie einmal zum erlauchten Kreis der Seligen oder gar der Heiligen gehören wollen, lesen und befolgen Sie gewissenhaft die folgenden Ratschläge für Scheinheilige und solche, die es werden wollen. Diese Ratschläge beruhen auf einer gründlichen Analyse der Seligen- und Heiligengeschichte der katholischen Kirche. Also nehmen Sie die Hinweise ernst! Selbst wenn Sie es nicht schaffen sollten, in die Top 1000 der katholischen Seligen-Charts zu gelangen, eine Belohnung im Himmelreich ist Ihnen allemal gewiß! (Und wer kann dazu schon nein sagen?)
Ratschlag Nr. 1
Sofern Sie es nicht ohnehin sind, werden Sie Mitglied der allein seligmachenden katholischen Kirche! Eine solche Kirchenmitgliedschaft ist zwar nicht unbedingt kostengünstig (manch einer könnte sich von seinen Kirchensteuern ein kleines Eigenheim finanzieren), aber Seligkeit hat nun mal ihren Preis. Und überhaupt: „Was bedeuten zehn, zwanzig oder fünfzig Jahre Leid…, wenn dann die Herrlichkeit kommt, für immer, für immer…, für immer?“ (2)
Ratschlag Nr. 2
Glauben Sie in blindem Vertrauen an die christliche Botschaft – vor allem dort, wo diese völlig unlogisch ist! „Credo quia absurdum“ lautet ein alter Leitspruch der katholischen Kirche. Fürwahr: An logische Dinge glauben, kann jeder. Von einem Seligen darf aber mit Recht mehr erwartet werden. Er muß auch das Absurde glauben können. Hierzu müssen Sie zunächst Ihren Geist schachmatt setzen. Am besten, Sie beten täglich mindestens ein Dutzend Mal den Rosenkranz. Vergegenwärtigen Sie sich dabei die Mysterien des christlichen Glaubens, zum Beispiel die Wandlungsprozesse einer einfachen katholischen Hostie: Wie Sie wissen, ist diese ja zunächst nichts Besonderes, eine schnöde Oblate, die ohne weiteres auch als Boden einer Kokosmakrone enden könnte. In der Kirche erfährt unsere Oblate jedoch ihre eigentliche, ihre wahre Bestimmung: Während der Priester sein Verslein spricht, wird aus der vegetarischen Oblate eine fleischhaltige Hostie, die zwar weiterhin verdächtig nach Oblate schmeckt, in Wirklichkeit aber vorwiegend aus den Innereien des Heilands besteht. Dies allein wäre schon einigermaßen verwunderlich, aber es kommt noch besser: Nachdem die Christen in einem rituell-kannibalischen Akt (den sie „Kommunion“ nennen) Jesu Leib verspeist haben, scheint sich der Prozess der Sakralisierung der Hostie im Magen der Christen wieder umzukehren. Aus Jesu Leib resultieren hundertprozentig säkulare Ausscheidungen, was im übrigen höchst vorteilhaft ist, da Sie diese später ohne Bedenken mit der Wasserspülung Ihres Klosetts entsorgen können. (Würden Sie das Gleiche mit einer Hostie machen, würden Sie durch die infame Verletzung eines heiligen Sakraments eine schlimme Sünde begehen…) (3)
Sofern Sie all dies nachvollziehen können, ohne ihren Glauben zu verlieren, haben Sie bereits eine entscheidende Hürde auf dem Weg zur Seligkeit erfolgreich gemeistert! Gratulation!
hier weiterlesen:
Die Menschenverachtung der Mutter Teresa
Selig sind die Armen
Ihre Menschenverachtung weist Mutter Teresa einen Platz unter den Englein zu
Sie war eine hoch geachtete Persönlichkeit, nach ihrem Tod kamen anerkennende Worte aus allen Regierungspalästen, bei Umfragen unter Jugendlichen taucht sie regelmäßig unter den Top Ten der Vorbilder auf: Mutter Teresa, der “Engel der Armen”. 1997 im Alter von 87 Jahren gestorben schickt sich die weltbekannte Nonne an, in Rekordzeit zur Heiligen aufzusteigen. Der Prozess der Seligsprechung ist bereits eingeleitet und kein Beobachter zweifelt daran, dass die Prozedur schnell vonstatten gehen wird. Dabei geht es allerdings weniger um Wunder und gute Werke, sondern um knallhartes politisches Kalkül der Strategen im Vatikan.
Mutter Teresa steht geradezu synonym für praktizierte Nächstenliebe; sie gilt, weit über kirchliche Kreise hinaus, als integre Persönlichkeit, deren Orden die überwiesenen Spenden bestmöglich zur Unterstützung der Ärmsten der Armen einsetzt. Dieses Image hat die katholische Kirche immer wieder zielstrebig eingesetzt, um Sympathiepunkte und Geld einzuheimsen. Mutter Teresa, vertrauenswürdig und an den sozialen Brennpunkten der Welt aktiv, schien das genaue Gegenbild zum skandalumwitterten Vatikan wie auch zu einem (nicht nur in Sachen Verhütung) zunehmend weltfremder argumentierenden Papst. Mit ihrer Heiligsprechung würde sicherlich eine attraktivere, zeitgemäßere Identifikationsfigur geschaffen als der heilige Nikodemus oder die heilige Agathe.
Das Leben der Mutter Teresa erscheint tatsächlich als Bilderbuch-Karriere einer potentiellen Heiligen. Im Alter von 18 Jahren trat die 1910 in Skopje als Agnes Gonxha Bojaxhiu geborene Albanerin in den Loreto Orden ein. Bald ging sie nach Indien, seit 1946 hatte sie ihre Missionsstation in den Elendsvierteln von Kalkutta. Mit päpstlicher Erlaubnis gründete sie vier Jahre später ihren eigenen Orden, die “Missionarinnen der Nächstenliebe”. Das Unternehmen wuchs und gedieh, heute verfügt es über mehr als 400 Niederlassungen weltweit. In den 1970ern machten die Medien sie als “Engel der Armen” bekannt, 1979 erhielt sie den Friedensnobelpreis. Seither war ihr Orden überaus populär, die Spenden flossen reichlich.
Seit einiger Zeit jedoch kratzen Medienberichte, vor allem aus Großbritannien, am Image der Vorzeige-Katholikin. Kritik an ihrer stockkonservativen Haltung in allen Fragen, die Sexualität oder Ehescheidung betreffen, gab es seit langem. Doch während es dabei um ethische Grundsatzfragen ging, die nun mal umstritten sind, gerät jetzt der Orden und seine praktische Arbeit in die Schusslinie. In den Berichten, die sich teilweise auf Aussagen ehemaliger MitarbeiterInnen der Nonnengemeinschaft stützen, tritt die ungeheure Menschenverachtung zutage, mit der die Missionarinnen der Nächstenliebe den Armen entgegentraten. Wer freilich den Namen des Ordens ernst genommen und den Ansprachen der Ordensgründerin aufmerksam zugehört hätte, wäre davon nicht überrascht. Mutter Teresa hatte nie einen Zweifel daran gelassen, dass ihr eigentliches Interesse dem Leben nach dem Tod galt und dass sie ihre Nonnen nicht als Sozialarbeiterinnen verstanden wissen wollte.
Zitate zum Thema Nationalsozialismus und Christentum
…vielleicht sollte sich Kardinal Meisner das mal durchlesen als Nachhilfe zur deutschen Geschichte.
… Pius XII. beispielsweise, der in einem Schreiben an die katholische Hierarchie der USA Ende 1939 als Ursache des ‘heutigen Elends’ natürlich nicht den Faschismus sah, der die Welt eben in den größten Krieg der Geschichte gestürzt, sondern u.a. die kurzen Röcke der Damen.
(Karlheinz Deschner, deutscher Autor u. Kirchenkritiker, *1924)
Es gibt nur wenige Männer…und zu diesen großen Männern gehört unstreitig der Mann, der heute seinen 52.Geburtstag feiert – Adolf Hitler -. Am heutigen Tag versprechen wir ihm, daß wir alle Kräfte zur Verfügung stellen, damit unser Volk den Platz in der Welt gewinnt, der ihm gebührt.
(Kathol. Kirchenzeitung der Erzdiözese Köln 20.4.1941)
So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.
(Adolf Hitler)
Ich tat reinen Gewissens und gläubigen Herzens meine Pflicht.
(Adolf Eichmann, SS-Obersturmbannführer und Massenmörder)
Wir haben Soldaten nötig, gläubige Soldaten. Gläubige Soldaten sind die wertvollsten. Die setzen alles ein.
(Adolf Hitler zu Bischof Wilhelm Berning von Osnabrück)
Die katholische Kirche hat 1500 Jahre lang die Juden als Schädlinge angesehen…Ich gehe zurück auf die Zeit, was man 1500 Jahre lang getan hat…und vielleicht erweise ich dem Christentum den größten Dienst.
(Adolf Hitler)
Gottgläubig war ich im Leben, und gottgläubig sterbe ich.
(Die letzten Worte des SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmanns vor seiner Hinrichtung im Jahre 1962)
Gott hat es zugelassen, daß das Vergeltungsschwert gegen England in unsere Hände gelegt wurde. Wir sind die Vollzieher seines gerechten göttlichen Willens.
(Kathol.Kirchenblatt für das nördl. Münsterland 9.3.1941 )
Reaktion der gbs auf Meisners schwachsinnige Predigt
„Propaganda der übleren Sorte!“
MASTERSHAUSEN/KÖLN. (hpd) Die Giordano Bruno Stiftung wehrt sich gegen Kardinal Meisners Diffamierungen religionskritischer Wissenschaftler und rückt die historischen Zusammenhänge zurecht.
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat in seiner Allerheiligen-Predigt religionskritische Wissenschaftler in in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt. Der Kardinal warnte vor „ideologisierten Biophysikern, Hirnforschern und Evolutionisten“, die den Menschen weismachen, „dass es keinen Gott gibt und deswegen auch nicht Wahrheit oder Lüge, Gut oder Böse“. Das „System des Nationalsozialismus und des Kommunismus im vergangenen Jahrhundert“ habe gezeigt, wohin das führe: „an den Rand des Abgrunds, in letzter Konsequenz zur Abschaffung des Menschen. Dafür stehen die KZs und Gulags.“
Der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, bezeichnete Meisners Predigt am Montagmorgen als „Propaganda der übleren Sorte“. Meisner habe die Positionen religionskritischer Wissenschaftler völlig entstellt und darüber hinaus „kolossale Geschichtsverfälschung“ betrieben. Anders als der Kardinal es darlegte, sei die Menschenrechtsidee maßgeblich von religionskritischen Personen vorangetrieben worden, während katholische Päpste diese als „unerträgliche Anmaßung“ verworfen hätten. Erst 1961 habe sich der Vatikan zu einer halbgaren Anerkennung der Menschenrechte durchgerungen. Seither sei es zwar Mode geworden, die katholische Kirche als Vorreiterin der Menschenrechte hinzustellen, mit der Realität habe dies jedoch wenig zu tun.
Allerheiligen-Hasspredigt von Kardinal Meisner
Video der Predigt:
http://www.domradio.de/videothek/3792
„Atheismus kann heute viele Menschen buchstäblich das Leben kosten“
„Die Kirche wird das Osterhalleluja noch singen, wenn der wissenschaftliche Atheismus vielleicht nur noch in den Geschichtsbüchern als Relikt menschlicher Verirrung vermerkt wird“, sagte Kardinal Meisner.
Köln (www.kath.net/ pek)
Predigt zum Hochfest Allerheiligen im Hohen Dom zu Köln am 1. November 2009 von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner.Liebe Schwestern, liebe Brüder!
1. Als ehemaliger DDR-Bürger habe ich das Allerheiligenfest immer als das große Siegesfest über den so genannten wissenschaftlichen Atheismus erfahren. Mit der Verzierung „wissenschaftlich“ hat man den Menschen weismachen wollen, dass mit dem Tode alles aus ist, dass es keinen Gott gibt und deswegen auch nicht Wahrheit oder Lüge, Gut oder Böse. Das seien alles nur Etiketten und Festlegungen der herrschenden Klasse.
Ich hätte gar nicht gedacht, dass dieser Unsinn von damals heute wieder Auferstehung feiert, indem der Mensch und seine Welt wieder wie damals auf das quantitativ Messbare reduziert und gleichsam in das Gefängnis der Quantitäten eingesperrt werden. Dass dabei der Mensch auf der Strecke bleibt, damals wie heute, scheint raffiniert verdrängt zu werden. Das hat zur Folge, dass der Mensch außerhalb seiner Berechnungen und Planungen keine tragende Realität und moralische Instanz mehr kennt. So abgeschnitten von allen geistigen und religiösen Wurzeln, verliert die so genannte wissenschaftliche Vernunft das Korrektiv für sein Denken und Handeln.
Wie Walter Ulbricht damals hat man auch heute aus dieser so genannten wissenschaftlichen Erkenntnis neue Zehn Gebote formuliert, die da heißen: „Du sollst nicht glauben! Du sollst dir kein Selbstbildnis machen und es Gott nennen! Du sollst keine Götter neben dir dulden! Du sollst keinen Schöpfer haben! Du sollst deine Kinder ehren und sie deshalb mit Gott in Frieden lassen! Sei auch gut ohne Gott! Du sollst keine Götter neben der Wissenschaft haben! Liebe deinen Nächsten ohne schlechtes Gewissen! Du sollst den Sabbat nicht ehren! Du sollst als Schöpfer nicht knien!“ – Das ist ein Horrorszenarium! „Du sollst keine Götter neben der Wissenschaft haben“, das heißt: Es gibt nur einen einzigen Gott oder Götzen, das ist die so genannte Wissenschaft.
Herta Müller rechnet mit evangelischer Kirche ab
Frankfurt am Main – Die Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller war am Sonntag in die Frankfurter Paulskirche gekommen, um den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis entgegenzunehmen. Für ihre Dankesrede hatte die Schriftstellerin allerdings nicht nur Lobesworte vorbereitet, sondern nutzte die Ansprache auch für eine Kritik an der evangelischen Kirche.
Dabei berichtete die 56-Jährige, dass sie 1989 offenbar auf rumänischen Druck hin vom Deutschen Evangelischen Kirchentag ausgeladen wurde. Wie Müller sagte, wurden sie und ihr Ehemann Richard Wagner seinerzeit zu einem Forum Rumänien des Kirchentags ein- und dann kurzfristig wieder ausgeladen – mit der „merkwürdigen Begründung“, sie seien nicht evangelisch, sondern katholisch.
Inzwischen liege ihr der Tonbandmitschnitt eines Telefonats der evangelischen Kirchenleitung im rumänischen Hermannstadt mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dazu vor. Die Autorin verlas die Passage, in der die rumänischen Kirchenvertreter vor einer „Einmischung in die inneren Angelegenheiten Rumäniens“ warnten und mit Konsequenzen drohten. Mit einer derartigen Veranstaltung unter Teilnahme Müllers und Wagners würde die weitere Zusammenarbeit mit der EKD in Frage gestellt.
Begegnung der besonderen Art
von Bernd Vowinkel
Unter dem Titel „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott – Die Neuen Atheisten“ fand am 29.10.2009 ein Streitgespräch zwischen Dr. Michael Schmidt-Salomon (Giordano-Bruno-Stiftung, gbs), dem evangelischen Theologen PD Dr. Alf Christophersen (LMU) und dem katholischen Kulturjournalisten Dr. Alexander Kissler (Süddeutsche Zeitung) statt. Veranstalter war die Evangelische Stadtakademie München, die auch die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von der Leiterin der evangelischen Stadtakademie Frau Jutta Höcht-Stöhr, die selbst studierte Theologin ist.

Der Vortragssaal war für 150 Besucher ausgelegt, aber schon eine Viertelstunde vor Beginn der Veranstaltung war abzusehen, dass der Saal nicht ausreichen würde. Nach einiger Verzögerung konnte noch eine Trennwand zu einem Nachbarraum geöffnet werden, so dass dann etwa weitere 100 Besucher Platz fanden, aber dennoch war der Andrang so groß, dass einige stehen mussten. Unter den Besuchern waren auch Dr. Ernst Salcher vom Vorstand der gbs, Vorstandsmitglieder des Bundes für Geistesfreiheit München, der Theologe Dr. Seitscheck (LMU), der Kissler in Fragen der Theologie berät und einige Mitglieder des Förderkreises der gbs, zu denen auch ich gehöre. Vor Beginn habe ich noch kurz ein paar freundliche Worte mit Herrn Kissler gewechselt. Wir kennen uns von früheren Auseinandersetzungen in der katholischen Tageszeitung „Die Tagespost“.
Nach einleitenden Worten der Moderatorin begann Schmidt-Salomon mit einem 20 minütigen Vortrag über die Anliegen der Giordano-Bruno-Stiftung. Er schlug dabei generell einen sehr versöhnlichen Ton an. Dennoch machte er darauf aufmerksam, dass immer noch im Zeichen des Kreuzes grausamste Dinge geschehen. So sei z.B. der deutsche Prediger Bonnke mit seiner Bewegung „Christus für alle Nationen“ mitschuldig an der Folterung und dem Tod einiger tausend Kinder in Nigeria, indem er den Hexenwahn neu kultivierte. Er machte klar, dass es einen zunehmenden Irrationalismus in der Welt gibt, dem man entgegentreten müsse. Das Neue am Neuen Atheismus sei die bessere Nutzung der Massenmedien und eine damit verbundene größere Sichtbarkeit dieser Bewegung. Gegen eine metaphysische Gottesvorstellung wie sie Spinoza oder Einstein hatte, sei von Seiten des Neuen Atheismus nichts einzuwenden, im Gegensatz zu der Vorstellung eines personalen Gottes und der kindlichen Vorstellungen, wie sie in der Bibel verkündet werden.
Das Wort zum Sonntag
Ich habe gesehen, wie ein kleiner Junge, sechs oder sieben Jahre alt, dreimal mit der Reitpeitsche über seinen nackten bloßen Kopf geschlagen wurde, ehe ich dazwischentreten konnte, weil er mir ein Glas Wasser gereicht hatte, das nicht ganz sauber war. Und solche Handlungen werden von Leuten ausgeführt und verteidigt, die vorgeben, ihren Nächsten wie sich selbst zu lieben, welche an Gott glauben und welche beten, daß sein Wille auf Erden geschehe!
(Charles Darwin, engl. Naturforscher, 1809-1882, im katholischen Brasilien)
„Die Gottespest“ von Johann Most
![]()
Johann Most (1846-1906) war ein Feuerkopf. In der deutschen Arbeiterbewegung der 1870er und 1880er Jahre gab es keinen Agitator, der ihm an Leidenschaft und Courage gleichgekommen wäre. Sein rastloses Leben begann mit einer bitteren Kindheit und endete in trüber Isolation.
Nach einer Buchbinderlehre und anschließenden Wanderjahren schloss sich Johann Most Ende der 1860er Jahre der sozialistischen Bewegung an. Anfang der 1870er Jahre war er Redakteur und Herausgeber sozialdemokratischer Zeitungen in Chemnitz, Mainz und Berlin. 1874 wurde er zum ersten Mal in den Reichstag gewählt. Zum behäbigen Funktionär war Johann Most jedoch nicht geschaffen. Seine politischen Ansichten und sein hitziges Temperament trugen ihm in seinem Leben immer wieder Verfolgungen ein. Die Immunität, die er als Abgeordneter genoss, half ihm da wenig. Auf eine Rede hin, die er zum Andenken an die Pariser Kommune hielt, wurde er 1874 wegen Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Sein Atheismus machte Most zum Buhmann der Öffentlichkeit, besonders seitdem er, ganz im Gegensatz zur Parteilinie, den Massenaustritt aus den Landeskirchen propagiert hatte.
Als im Oktober 1878 in Deutschland das Sozialistengesetz erlassen wurde, wurde Most aus Berlin ausgewiesen. Er musste Deutschland verlassen und es folgte ein lebenslanges Exil. Erst emigrierte er nach Frankreich, dann nach England und schließlich in die USA. In allen seinen Exilländern eckte er mit seiner revolutionären Propaganda bei der Obrigkeit an und handelte sich immer wieder neue Haftstrafen ein. Most entwickelte sich in der Emigration zum militanten Anarchisten und wurde einer seiner prominentesten deutschen Repräsentanten.
Most blieb bis Ende seines Lebens ein radikaler Atheist und hat diverse antireligiösen Pamphlete geschrieben. Die berühmteste seiner Schriften ist die 1883 in New York erschienene „Gottespest“, die seitdem in unzähligen Auflagen und Übersetzungen erschienen ist. In der „Gottestpest“ setzt sich Most mit der Religion im allgemeinen auseinander. Und er macht dies in dem für ihn so typischen derben humorvollen Stil. Gelesen wird die „Gottestpest“ von dem Schauspieler, Regisseur und Nachrichtensprecher Wolfram Haack.
TV-Tipp
Charles Darwin
Dienstag, 27. Oktober 2009, 22.45 Uhr
6-teilige Reihe in BR-alpha

Charles Darwin hat mit seiner Theorie der natürlichen Selektion die Biologie revolutioniert und das moderne Denken entscheidend geprägt. Sein weltbekanntes Werk „On the Origin of Species“ erschien vor 150 Jahren, am 24. November 1859.
Darwin gewann seine Erkenntnisse nicht am Schreibtisch, sondern bei der leidenschaftlichen und akribischen Beobachtung der Natur. Er sammelte, ordnete und analysierte unzählige Pflanzen und Tiere. Die Vielfalt der Arten und deren hervorragende Anpassung an ihren jeweiligen Lebensraum führten Darwin zu seiner bahnbrechenden Erkenntnis: Es muss eine natürliche Selektion geben, die für das Werden und Vergehen der Arten auf der Erde verantwortlich ist.
Die 6-teilige Reihe „Charles Darwin“ vermittelt die Grundlagen des Darwinschen Gedankengutes und gibt damit den Zuschauern das biologische Basiswissen zum Thema Evolution. Darauf aufbauend wird die Weiterentwicklung seiner Theorie bis in unsere Gegenwart verständlich.
Die jeweils 15-minütigen Folgen begleiten Charles Darwin in Spielszenen bei seinen Beobachtungen und Erkenntnissen. Licht ist das filmische Element, das Darwins Erkenntnis visuell verdeutlicht, denn Darwin selbst schreibt in seiner „Entstehung der Arten“: „Licht wird fallen auf den Ursprung des Menschen und seine Geschichte.“



Franz M. Wuketits – Darwins Kosmos
Köln 18.10.2009
Sinnvolles Leben in einer sinnlosen Welt.
Ein Vortrag von Franz M. Wuketits, Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung
Das Wort zum Sonntag
Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je ein Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen…sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht… Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.
(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)
Staatsleistungen an Kirchen streichen!
BERLIN. (hu/hpd) Die Humanistische Union (HU) fordert die Abgeordneten des neu gewählten Bundestags auf, in der kommenden Wahlperiode den Verfassungsauftrag zur Ablösung der Staatsleistungen endlich zu erfüllen.
Johann-Albrecht Haupt vom Bundesvorstand der Bürgerrechtsorganisation erinnert die Parlamentarier an den seit 1919 bestehenden Verfassungsauftrag: „Evangelische und katholische Kirche erhalten jährlich zusammen rund 500 Mio. Euro als sogenannte Staatsleistungen von den deutschen Ländern. Dabei sieht unsere Verfassung seit 1919, in der sogenannten Weimarer Reichsverfassung, die Trennung von Staat und Kirche vor. Die Kirchen sollten sich von nun an selbst finanzieren, die vorher übliche staatliche Alimentierung abgeschafft werden.“ 1949 wurde dieser Verfassungsauftrag durch Artikel 140 des Grundgesetzes in die Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland übernommmen wurde. „Passiert ist leider immer noch nichts“, konstatiert Haupt.
-
Archive
- November 2009 (13)
- Oktober 2009 (33)
- September 2009 (28)
- August 2009 (12)
- Juli 2009 (25)
- Juni 2009 (22)
- Mai 2009 (30)
- April 2009 (24)
- März 2009 (7)
- Februar 2009 (3)
-
Kategorien
-
RSS
RSS der Einträge
Kommentarfeed



